23. Juli 2020 / 08:25 Uhr

Dresdner Ruderer zum Leistungstest nach Hamburg

Dresdner Ruderer zum Leistungstest nach Hamburg

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Feature / Stimmung / Atmo / unbenannte Teilnehmer - Rudern, Zentrale Frühjahrslangstrecke des DRV am 31.03.2019 in Leipzig Burghausen(Sachsen).
Rudern an der Elbe, aber weiter abwärts: Für die Rudertalente aus Dresden geht es zum Test nach Hamburg. © Christian Modla
Anzeige

Eigentlich sollte die U23-WM im August im slowenischen Bled stattfinden. Nun geht es für die Dresdner Ruderer allerdings zum Testen gen Nordwesten. Elrond Kullmann und Johanna Sinkewitz sind allerdings nicht mit dabei.

Anzeige
Anzeige

Dresden. Für die Dresdner Ruder-Talente geht es an diesem Freitag die Elbe abwärts in Richtung Hamburg. Nach der langen coronabedingten Pause steht der erste und einzige Leistungstest für den U23-Bereich auf dem Plan. Danach nominiert der deutsche Verband sein Aufgebot für die Europameisterschaft, die am 5./6. September in Duisburg steigt.

Die ursprünglich für August vorgesehene U23-WM in Bled (Slowenien) fiel der Pandemie zum Opfer. Beim Test in Hamburg muss Egbert Scheibe leider auf zwei der Top-Athleten verzichten. Junioren-Weltmeister Elrond Kullmann (DRC) musste sich vor zwei Wochen einer Operation unterziehen und kann wahrscheinlich erst kommende Woche wieder ins Training einsteigen. Ob für den 18-Jährigen damit alle Chancen auf eine EM-Teilnahme vertan sind, müsse man abwarten, wie Scheibe meint. Auch Junioren-Vizeweltmeisterin Johanna Sinkewitz (Pirnaer RV) muss passen, denn die 19-Jährige hat sich vor zwei Wochen bei einem Radunfall den Arm gebrochen.

Mehr zum Sport in Dresden

Einen schweren Radunfall hatte auch ihr Pirnaer Vereinsgefährte Franz Werner. „Er war im Trainingslager Anfang des Jahres in Spanien heftig gestürzt und erlitt eine schwere Gehirnerschütterung. Ihm kam deshalb die Corona-Pause entgegen. So konnte er sich langsam erholen, ist jetzt wieder topfit“, berichtet Egbert Scheibe, der überzeugt ist, dass sich der U23-Vizeweltmeister im Doppelvierer seine EM-Fahrkarte sichern kann.

Mit Sophie Leupold (Pirnaer RV) haben die Dresdner ein weiteres heißes Eisen im Feuer. „Sie plagte sich zuletzt zwar mit einer leichten Erkältung, aber sie sollte es schon schaffen“, so der Trainer. Einen Umstieg gewagt hat inzwischen Riemenruderin Katja Fuhrmann (Laubegaster RV). „Weil es die letzten Jahre nicht so erfolgreich lief, ist sie vor acht Wochen zu den Skullern gewechselt. Ihr fehlt natürlich noch Wettkampfpraxis, aber dafür verfügt sie ja schon über viel Erfahrung“, sieht Scheibe trotzdem gute Chancen für die 21-Jährige. Gespannt ist der Coach, wie sich die beiden 19-Jährigen Constantin Conrad (DRC) und Simon Schubert (USV TU) erstmals im U23-Bereich schlagen werden. Astrid Hofmann