24. Juli 2019 / 09:54 Uhr

Dresdner SC angelt sich Lucija Mlinar

Dresdner SC angelt sich Lucija Mlinar

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Lucija Mlinar greift in einem Länderspiel für Kroatien an, Tschechiens Ex-DSC-Dame Barbora Purchartova versucht zu blocken.
Lucija Mlinar greift in einem Länderspiel für Kroatien an, Tschechiens Ex-DSC-Dame Barbora Purchartova versucht zu blocken. © imago images / Pixsell
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Die kroatische Nationalspielerin verstärkt die Dresdner Volleyballerinnen im Außenangriff. Lenka Dürr verkündete derweil Überraschendes.

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Dresden. Nach dem kurzfristigen Abgang von Kapitän Katharina Schwabe nach Nantes (Frankreich) haben die DSC-Volleyballerinnen noch einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Wie der fünfmalige deutsche Meister jetzt verkündete, wechselt die kroatische Nationalspielerin Lucija Mlinar an die Elbe. Die 1,80 m große Außenangreiferin stammt aus Zagreb, spielte auch schon für den belgischen Erstligisten Charleroi und den Schweizer Verein Aesch Pfeffingen und schmetterte in den vergangenen beiden Jahren für den ungarischen Klub Swietelsky Békéscsaba.

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Beim DSC unterschreibt sie einen Vertrag für ein Jahr. „Seit Schwabis Wechsel hatten wir ein Ungleichgewicht in der Annahme. Daher war es wichtig, eine Spielerin zu finden, die unserem Spiel Stabilität verleihen kann, wenn es notwendig ist. Lucija passt genau in unser Anforderungsprofil“, begründet Trainer Alexander Waibl die Verpflichtung der Kroatin, die in der Nationalmannschaft ihres Landes zu den Stammspielerinnen gehört und deshalb erst nach der EM im September in Dresden aufschlagen wird. Dennoch freut sich die 24-Jährige bereits auf ihren neuen Verein: „Als ich die Chance erhielt, nach Dresden zu wechseln, musste ich nicht länger als eine Minute darüber nachdenken. Es ist mein Traum, in der deutschen Bundesliga zu spielen, da ich glaube, dass es eine der besten Ligen ist. Ich habe schon viel von den vielen Fans und der positiven Unterstützung gehört.“

Lucija Mlinar ist nach Zuspielerin Bryanna Weiskircher und Außenangreiferin Kadie Rolfzen (beide USA), Diagonalangreiferin Milica Kubura (Serbien), Mittelblockerin Laura de Zwart (Niederlande) sowie Angriffstalent Emma Cyris und Libera Lenka Dürr der siebente Neuzugang bei den Elbestädterinnen.

Lenka Dürr zieht sich aus Nationalmannschaft zurück

Gleichzeitig kam von Lenka Dürr eine überraschende Nachricht. Die 28-Jährige erklärte mitten in der Sommersaison ihren Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Wie der Deutsche Volleyball-Verband mitteilte, informierte sie Bundestrainer Felix Koslowski und Sportdirektor Christian Dünnes in einem persönlichen Gespräch über ihre Entscheidung. Auch ihren neuen Klubtrainer DSC-Coach Alexander Waibl hatte die gebürtige Memmingerin darüber in Kenntnis gesetzt.

Lucija kann es kaum erwarten, das erste Mal in der Margon Arena aufzulaufen. Warum ... ? Und warum sie sich für den DSC entschieden hat - seht & hört selbst.#dscvolley #newseason #newteam

Gepostet von DSC Volleyball Damen am Dienstag, 23. Juli 2019

Dürr, die 2009 ihr Debüt in der Auswahl gab und seither 217 Länderspiele bestritt, erklärte dazu: „Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen. Nach reiflicher Überlegung bin ich aber zu dem Entschluss gekommen, dass dieser Schritt absolut notwendig war, um mich in Zukunft besser um mich als Mensch, um meinen Körper und die damit verbundene Gesundheit achten und kümmern zu können. Die jahrelange Doppelbelastung möchte ich in der Form nicht mehr weiter betreiben, da ich noch ein paar Jahre erfolgreich und auf hohem Niveau Volleyball spielen möchte“, so die Annahme- und Abwehrspezialistin, die damit bei der EM Ende August, Anfang September ebenso fehlt wie bei der Olympia-Qualifikation im Januar.

Die DVV-Verantwortlichen zeigten sich sehr überrascht. Christian Dünnes gab zu: „Ich bedaure diese Entscheidung und empfinde den Zeitpunkt als sehr schade. Lenka Dürr war für die Nationalmannschaft eine wichtige Stütze, die nicht so einfach zu ersetzen ist. Mit ihrer langjährigen Erfahrung hat sie eine wichtige Säule im gerade stattfindenden Umbruch und dem Heranführen der jungen Spielerinnen dargestellt. Natürlich respektiere ich ihre Entscheidung und wünsche ihr für die Zukunft alle Gute.“ Auch Alexander Waibl meinte: „Natürlich ist es schade. Wir freuen uns immer, wenn wir Nationalspielerinnen in unseren Reihen haben.“ Allerdings kann der Coach nun mit Lenka Dürr schon zu Beginn der Vorbereitung ab Mitte August planen.

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