09. Mai 2019 / 09:38 Uhr

Dresdner SC angelt sich Toptalent aus den Niederlanden

Dresdner SC angelt sich Toptalent aus den Niederlanden

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Laura de Zwart (vorn) jubelt künftig für den DSC.
Laura de Zwart (vorn) jubelt künftig für den DSC. © Dresdner SC
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Laura de Zwart ist nicht die erste Oranje-Spielerin bei den Volleyballerinnen des Dresdner SC. Sie soll zunächst für zwei Jahre an der Elbe bleiben.

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Dresden.An diesem Mittelblock vorbeizukommen, wird für die Konkurrenz in Zukunft sehr schwer. Die DSC-Volleyballerinnen angelten sich jetzt mit Laura de Zwart ein niederländisches Top-Talent, das nicht nur über großes Potenzial verfügt, sondern auch eine stattliche Größe mitbringt. Die 20-Jährige misst 1,98 m und soll gemeinsam mit der erfahrenen Ivana Mrdak – die ist jetzt mit 1,94 m die „kleinste“ DSC-Mittelblockerin – und Camilla Weitzel (1,95 m) auf der Mitte den gegnerischen Angreiferinnen den Zahn ziehen. Zum Glück sicherte sich der fünfmalige deutsche Meister die Dienste der Holländerin gleich für zwei Jahre. Die aus Gorinchem bei Rotterdam stammende Athletin gehört schon seit 2017 zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft ihres Landes.

„Sie ist mir schon vor zwei, drei Jahren im Talente-Team Papendal Arnheim aufgefallen. In der vergangenen Saison habe ich dann einige Spiele ihrer Mannschaft von Eurosped Twente im Internet angeschaut. Natürlich ist sie ein Mädel, die noch viel Zeit für ihre Entwicklung braucht, aber trotz ihrer Größe kann sie sich sehr gut bewegen, ist athletisch, springt gut und bringt schon viel Blockqualität mit“, beschreibt DSC-Trainer Alexander Waibl seine ersten Beobachtungen. „Bisher“, so unterstreicht der 51-Jährige, „habe er stets gute Erfahrungen mit Oranje-Spielerinnen gemacht.“

Gute Erfahrungen mit Oranje-Spielerinnen

Bereits 2011 verpflichtete er mit Robin de Kruijf und Judith Pietersen zwei Spielerinnen aus dem Nachbarland, noch in der gleichen Saison folgte Femke Stoltenborg, im Jahr 2012 Myrthe Schoot sowie später Laura Dijkema und Marrit Jasper. Alle schlugen oder schlagen auch für die Nationalmannschaft auf. Interessant: Auch Mittelblockerin Robin de Kruijf war 20 Jahre jung, als sie beim DSC anheuerte. Binnen zwei Jahren entwickelte sie sich in Dresden – damals auch durch die Erfahrungen in der Champions League – zu einer Athletin, die viele europäische Vereine auf ihrem Zettel hatten. Sie wechselte 2013 zum damaligen italienischen Meister Piacenza. Die mittlerweile 29-Jährige gehört inzwischen zu den Weltbesten auf ihrer Position und steht mit ihrem Klub Imoco Volley Conegliano im Champions-League-Finale am 18. Mai in Berlin, wo sie auf den italienischen Konkurrenten Igor Volley Novara mit Ex-DSC-Angreiferin Michelle Bartsch trifft.

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Die guten Erfahrungen, die solche Spielerinnen schon beim sächsischen Verein sammelten, haben sich auch bis zum holländischen Talent herumgesprochen, zumal ihre Beraterin Julie Rumes ebenfalls schon lange mit Alexander Waibl zusammenarbeitet, bereits Molly Kreklow oder zuletzt auch Nikola Radosova zum DSC vermittelte. „Ich denke, dass der DSC die perfekte Station für mich ist, um als Volleyballspielerin zu wachsen. Ich bin sehr aufgeregt, in der deutschen Bundesliga spielen zu dürfen und bin bereit, hart für eine schöne Saison zu arbeiten“, erklärte Laura de Zwart, die mit ihrem Vater am vergangenen Wochenende schon zur ersten Stippvisite in Elbflorenz zu Gast war. Der erste Eindruck von Alexander Waibl: „Sie ist ein sehr kluges Mädel und sie weiß, was sie will.“

Derzeit befindet sich de Zwart im Trainingszentrum mit der niederländischen Nationalmannschaft in Papendal. „Ich hoffe, sie bleibt recht lange dabei“, so der DSC-Coach, der deshalb auch noch nicht genau sagen kann, ob Laura zum Trainingsauftakt des DSC am 1. August zur Verfügung stehen wird.

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