09. Oktober 2019 / 09:36 Uhr

Dürfen DSC-Volleyball-Damen hoffen? Notlösung am Dach der Margon-Arena

Dürfen DSC-Volleyball-Damen hoffen? Notlösung am Dach der Margon-Arena

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Eine ausverkaufte Margon Arena bei einem Punktspiel der DSC-Volleyball-Damen in der Bundesliga
Eine ausverkaufte Margon Arena bei einem Punktspiel der DSC-Volleyball-Damen in der Bundesliga © Matthias Rietschel
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Das Auftaktspiel der DSC-Volleyballerinnen in der Bundesliga stand kurz vor der Absage. Es tröpfelte wieder auf den Hallenboden. Nun sollen Wannen eindringendes Regenwasser abfangen – abermals als Provisorium.

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Dresden. Schon seit Jahren bereitet das Dach der Margon-Arena Probleme. Erst am vergangenen Sonnabend tröpfelte es wieder einmal auf den Hallenboden, und deshalb stand das Auftaktspiel der DSC-Volleyballerinnen gegen Potsdam kurz vor der Absage (der SPORTBUZZER berichtete). Die kurzfristig herbeigerufenen Handwerker klebten dann die betroffenen Stellen unter dem Dach mit Folie ab. Zum Glück ließ gegen Abend auch noch der Regen nach.

DSC-Vorstandschef Jörg Dittrich hatte anschließend erklärt: „Es ist lange bekannt, dass Handlungsbedarf besteht. Wir hoffen auf ein baldiges Konzept und die Umsetzung, damit dieser unhaltbare Zustand beendet wird.“ Der begann im Februar 2013, als ein Spiel des damaligen Männer-Bundesligisten VC Dresden wegen einer undichten Stelle im Hallendach kurzfristig abgesagt wurde.

Während es in der Zwischenzeit dem Privatmann Uwe Saegeling gelang, neben der Yenidze von Ende 2015 bis Mitte 2017 für die Handballer des HC Elbflorenz eine ähnlich große, gut funktionierende Ballsporthalle komplett fertigzustellen, tat sich am Dach der Heimstätte der DSC-Damen an der Bodenbacher Straße in den vergangenen sieben Jahren fast nichts.

Machbarkeitsstudie soll helfen

Am Dienstag gab es nun eine Reaktion aus dem Rathaus. Laut Sportbürgermeister Peter Lames soll das Dilemma jetzt erst einmal provisorisch beseitigt werden. „Um die Gefahr von Spielausfällen in der Margon-Arena künftig zu vermeiden, werden bis zum nächsten Heimspiel des DSC am 23. Oktober Auffangwannen an den Pfetten des Hallendaches befestigt. Durch diese wird eindringendes Wasser gefangen. Diese Lösung ist bereits seit Mitte des Jahres geplant, durfte aber aufgrund statischer Belange erst nach der im Sommer durchgeführten Sanierung der Dachbinder erfolgen. Die letzte Genehmigung zur Montage der Wannen ist für Mittwoch dieser Woche zugesagt“, erläutert der Bürgermeister gegenüber dem SPORTBUZZER.

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Die Bauarbeiten würden in Abstimmung mit der Hallenbelegung stattfinden und sollen nur zu geringfügigen Nutzungsausfällen führen. Dabei sei die Montage dieser Wannen eine Übergangslösung bis zur Entscheidung über einen möglichen Umbau der Arena. „Die hierzu von der Stesad erarbeitete Machbarkeitsstudie wird derzeit abgeschlossen. Sie soll voraussichtlich im November 2019 der Öffentlichkeit vorgestellt werden“, so Lames weiter.

Wenn das aktuelle Provisorium schon seit einem halben Jahr geplant war, warum wurde es dann nicht unmittelbar nach Beendigung der Dachbinder-Sanierung Ende August durchgeführt? Volleyball-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann zumindest kann dazu gar nichts sagen, denn sie erfuhr am Dienstag über die neue Lösungsvariante vom SPORTBUZZER. „Wir wissen weder, dass Wannen installiert werden sollen, noch haben wir eine Mitteilung, wann die Arbeiten stattfinden sollen und wieviel Zeit sie in Anspruch nehmen werden“, erklärte sie. Die erwähnte Machbarkeitsstudie der Stesad sollte eigentlich auch schon Ende September vorliegen.

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