20. Mai 2019 / 17:18 Uhr

Dresdner SC gegen 1. FC Lok Leipzig: Revanchegelüste nach 100 Jahren

Dresdner SC gegen 1. FC Lok Leipzig: Revanchegelüste nach 100 Jahren

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Lok Leipzigs Aufsichtsratschef Olaf Winkler Rede und Antwort. Für den 1. FC Lok Leipzig ist er jeden Tag voll im Einsatz.
Lok Leipzigs Aufsichtsratschef Olaf Winkler Rede und Antwort. Für den 1. FC Lok Leipzig ist er jeden Tag voll im Einsatz. © Thomas Fritz
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Anlässlich des 100. Geburtstages des Dresdner Heinz-Steyer-Stadions treffen die Probstheidaer auf das Traditionsteam des Dresdner SC 1898.

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Leipzig. Gesprächstermin zwischen dem 1. FC Lok Leipzig und dem SPORTBUZZER: Im Joseph Pup in Lindenau steht Betreiber und Aufsichtsratschef Olaf Winkler Rede und Antwort. Der schreibt im verdunkelten Lokal gerade die aktuellen Biersorten auf die Tafel, als der Reporter durch Klopfen an die dunklen Scheiben Einlass begehrt.

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Winkler tischt Limo statt Hopfengebräu auf und zeigt sich gut gelaunt. Nur die Ergebnisse der letzten Wochen haben ihm etwas die Stimmung verhagelt. „Wir Verantwortlichen zeigen jeden Tag Einsatz und Leidenschaft für den 1. FC Lok. Das kann man von den Spielern auch erwarten. Schließlich geht es schon jetzt darum, Dauerkarten für die nächste Saison zu verkaufen und neue Sponsoren zu gewinnen.“

Zum Saisonabschluss kassierte der Regionalligist gegen Neugersdorf eine 1:2-Heimpleite und beendet das Jahr nach grottenschlechtem Beginn und der jüngsten Schwächephase auf Rang sechs.

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1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf Zur Galerie
1. FC Lok Leipzig - FC Oberlausitz Neugersdorf © Christian Modla
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Dresdner SC will nach 100 Jahren Revanche

Die Lok-Traditionself ist am Sonntag (13 Uhr) gefordert. Anlässlich des 100. Geburtstages des Dresdner Heinz-Steyer-Stadions treffen die Probstheidaer auf das Traditionsteam des Dresdner SC 1898. Bei der Einweihung der Sportstätte am 12. Oktober 1919 hatte der DSC, der jüngst in die Landesklasse Ost aufstieg, gegen den VfB Leipzig knapp mit 0:1 verloren. „Dieses Mal wollen wir die Revanche“, sagt Fußball-Abteilungsleiter Marcus Zillich mit einem Augenzwinkern. Den Kontakt zwischen den Clubs vermittelte der CDU-Landtagsabgeordnete Wolf-Dietrich Rost.

Die Zuschauer können sich auf ein Stelldichein zahlreicher altgedienter Dresdner und Leipziger Fußballer freuen. Für Lok streifen Matthias Zimmerling, Frank Baum, René Schmidt und der 65-fache DDR-Nationalspieler Ronald Kreer das Leibchen über. Beim Dresdner SC sind unter anderem Boris Lucic, René Beuchel, Nikica Maglica und Matthias „Lotte“ Müller dabei. Gespielt wird zweimal 30 Minuten. „Es ist wichtig, solche Jubiläen zu feiern und die Tradition zu pflegen“, sagt Winkler und nippt an der Limo. Apropos Tradition. Nach Abschluss des VfB-Insolvenzverfahrens dürfte in den nächsten Wochen ein Schreiben des Finanzamtes im Briefkasten stecken. Winkler: „Lok darf dabei kein Fusionsgewinn entstehen. Damit rechnen wir auch nicht.“ Im Anschluss könnten VfB und Lok ihre Mitglieder über die geplante Fusion der Clubs abstimmen lassen. Ein „Ja“ auf der Tribüne des „Bruno“ wäre sicher Formsache.

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