02. April 2022 / 09:55 Uhr

Dresdner SC kassiert erwartete Klatsche

Dresdner SC kassiert erwartete Klatsche

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Wie schon im Pokalfinale setzte sich Maria Segura (M.) mit Stuttgart gegen den DSC um Madeleine Gates (l.) und Kristina Kicka durch.
Wie schon im Pokalfinale setzte sich Maria Segura (M.) mit Stuttgart gegen den DSC um Madeleine Gates (l.) und Kristina Kicka durch. © dpa
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Die personell dezimierten Dresdner Volleyballerinnen haben nicht den Hauch einer Chance und müssen sich bei Allianz MTV Stuttgart 0:3 geschlagen geben.

Stuttgart. Das Ergebnis dieses letzten Vorrundenspiels stand im Prinzip schon vorher fest. Nachdem bei den DSC-Volleyballerinnen in dieser Woche ein erneuter Corona-Ausbruch für mehrere Ausfälle gesorgt hatte, reiste Cheftrainer Alexander Waibl mit einem Rumpfteam von acht Spielerinnen in seine alte Heimat. Vor 1057 Zuschauern verkauften sich die Elbestädterinnen gegen den haushohen Favoriten Allianz MTV Stuttgart trotz der 0:3-Niederlage (17:25, 19:25, 19:25) sehr teuer. Auf die Tabelle hatte dieses Duell zwischen dem Hauptrundengewinner Stuttgart und dem Zweiten aus Dresden ohnehin keinen Einfluss mehr.

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Auch wenn es im Vorfeld bei Alexander Waibl und den DSC-Verantwortlichen auf Unverständnis gestoßen war, trotz der Situation dieses Spiel „durchzuprügeln“, boten die verbliebenen Spielerinnen in diesem ungleichen Duell einen großen Kampf. Dabei stand erstmals diese Startformation auf dem Feld: Im Zuspiel Jenna Gray, auf der Diagonalen Kristina Kicka, im Außenangriff Jennifer Janiska und Sina Stöckmann, in der Mitte Madeleine Gates und auf ungewohnter Position auch Julia Wesser und Linda Bock lief diesmal als Libera auf.

Zu Spielbeginn hatten die DSC-Mädels gleich einige Probleme mit den Aufschlägen von Juliet Lohuis, die die Gastgeberinnen mit 10:1 in Front brachte. Zwei Auszeiten durch Alexander Waibl und der Wechsel im Zuspiel – Sarah Straube kam für Jenna Gray – sorgten dann dafür, dass sich der deutsche Meister heranpirschte. Keinen Ball gaben die DSC-Spielerinnen verloren, sie kämpften aufopferungsvoll. In der Schlussphase punktete immer wieder Jennifer Janiska und Julia Wesser war aggressiv und aufmerksam im Block. Im zweiten Durchgang bot sich zunächst ein ähnliches Bild – Stuttgart verschaffte sich schnell einen 11:4-Vorsprung. Aber die Waibl-Schützlinge bissen sich erneut Punkt für Punkt heran. Sie schlugen druckvoll auf, griffen mutig an und warfen sich nach jedem Ball. Mit leidenschaftlichem Einsatz versuchten sie immer wieder, dem Favoriten Paroli zu bieten und sorgten damit für lange sehenswerte Ballwechsel. Im dritten Satz konnten die Dresdnerinnen das Geschehen phasenweise noch enger gestalten.

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Doch nach 73 Minuten verwandelte Maria Segura den ersten Matchball. Zur MVP wurde Linda Bock gewählt. Beste Punktsammlerinnen bei den Elbestädterinnen waren Jennifer Janiska und Kristina Kicka mit je elf Zählern. Während die Gastgeberinnen locker durchwechselten, außerdem ihre beiden Top-Scorerinnen Kristal Rivers und Simone Lee gar nicht aufliefen, hatte der DSC außer im Zuspiel keine weiteren Optionen. Alexander Waibl meinte nach dem Spiel: „Wir haben uns teuer verkauft. Man hat gesehen, dass es schwer ist, gegen Stuttgart zu punkten. Wir hatten Mühe, den Ball auf den Boden zu bekommen. Insgesamt haben wir das gemacht, was möglich war. Man merkt natürlich, dass wir gegenwärtig keine Top-Form haben, nicht in einen Flow kommen. Jetzt müssen wir nun Tag für Tag weiterschauen, ob es noch weitere Infektionen im Team gibt.“ Schon am Mittwoch startet allerdings das Playoff-Viertelfinale, der Gegner steht noch nicht fest.

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