02. April 2020 / 09:16 Uhr

Dresdner SC: Volleyball-Coach Waibl plant zuhause für die neue Saison

Dresdner SC: Volleyball-Coach Waibl plant zuhause für die neue Saison

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC-Coach Alexander Waibl sitzt während der Corona-Krise oft, aber längst nicht nur am Laptop.
DSC-Coach Alexander Waibl sitzt während der Corona-Krise oft, aber längst nicht nur am Laptop. © privat
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Normalerweise würden Alexander Waibl und seine Volleyballerinnen im Moment um Meisterschaft und Europacup spielen. Doch die Corona-Krise zwang die verschiedenen Verbände zum Saisonabbruch. Darum baut der Trainer (im Home Office) unter anderem die Mannschaft für die kommende Saison auf.

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Dresden. Normalerweise würde Alexander Waibl jetzt mit seinen DSC-Volleyballerinnen in den Play-offs um die Meisterschaft kämpfen. Auch auf europäischem Parkett war der Pokalsieger im Halbfinale des Challenge Cups noch aussichtsreich im Rennen. Die Corona-Krise zwang jedoch zum Saisonabbruch und machte so alle Hoffnungen auf weitere Erfolge zunichte. Wie seinen Spielerinnen bleibt auch dem Coach nichts anderes übrig, als daheim zu bleiben und abzuwarten. „Für jemanden wie mich, der es gewöhnt ist, jeden Tag in der Halle mit den Spielerinnen zu arbeiten, ist die Situation schon gewöhnungsbedürftig“, gibt der 52-jährige am Telefon zu.

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Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. Zur Galerie
Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. ©

„Natürlich mache ich das Beste daraus und finde es schön, jetzt viel Zeit mit der Familie zu verbringen“, fügt er gleich an. So ganz ohne Volleyball geht es jedoch selbst in den heimischen Wänden nicht. „Ich schaue mir viele Videos an, auch von den schönen Momenten zum Beispiel vom Pokalfinale. Man sieht dann in Ruhe viele kleine Details, die man sonst vielleicht nicht aufnimmt“, erzählt der Erfolgscoach. Er glaubt: „Trotz einiger Wellentäler war es für uns eine sehr, sehr gute Saison. Immerhin haben wir mit dem Pokalsieg im Gegensatz zu einigen anderen ambitionierten Klubs etwas Zählbares in der Hand. Ich glaube auch, dass wir noch einiges hätten reißen können. Es wäre in der Meisterschaft spannend geworden und wir hätten auch die Chance gehabt, den Challenge Cup zu gewinnen.“

Home Office mit Kindern im Haus

Auch wenn derzeit keiner sagen kann, wie sich die Dinge entwickeln, bastelt der Chefcoach an der Zukunft: „Wir sind dabei, die Mannschaft für die kommende Saison aufzubauen. Das entwickelt sich etwas anders als sonst, weil natürlich ein paar Unbekannte dabei sind. So wissen wir ja gar nicht, wann der Spielbetrieb wieder beginnt, ob wir mit Zuschauern oder nur mit einem Teil planen können. Aber wir verhandeln mit den Spielerinnen, die wir halten wollen und auch Kandidatinnen, die wir von außen holen möchten. Aufgrund der Situation lassen wir uns auf jeden Fall Luft, werden den Kader nicht bis zur letzten Position durchverpflichten.“

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Lachend gesteht Waibl: „Home Office mit kleinen Kindern im Haus ist manchmal gar nicht so leicht. Aber wir stimmen uns gut ab, handhaben das flexibel. Ab und zu kann ich mich auch mal drei Stunden in mein Arbeitszimmer zurückziehen“, verrät der zweifache Vater, der mit dem vierjährigen Mika im Garten gern Fußball und Volleyball spielt. „Aber ich verbessere auch gerade meine Fähigkeiten beim Malen“, schmunzelt Waibl. Der im Juli vergangenen Jahres geborene Paul sei gerade in der Krabbel-Phase und erkunde so seine Umgebung. Langweilig wird es im Hause Waibl also auch ohne Volleyball nicht.