13. Februar 2019 / 21:20 Uhr

Dresdner-SC-Volleyballerinnen verlieren Ost-Duell in Schwerin

Dresdner-SC-Volleyballerinnen verlieren Ost-Duell in Schwerin

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC jubeln über die 1:0-Führung nach dem ersten Set. Für einen Sieg gegen Schwerin reicht es dann doch nicht.
Die Volleyballerinnen des Dresdner SC jubeln über die 1:0-Führung nach dem ersten Set. Für einen Sieg gegen Schwerin reicht es dann doch nicht. © Matthias Rietschel
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Gegen den SSC Palmberg Schwerin konnten sich die Damen des Dresdner SC trotz anfänglicher 1:0-Führung nicht durchsetzen und verloren das Spiel mit 1:3.

Schwerin/Dresden. Zu einem Befreiungsschlag hat es für die DSC-Volleyballerinnen gestern nicht gereicht, dennoch zeigte die Mannschaft ein ganz anderes Gesicht als zuletzt bei den beiden Niederlagen gegen Aachen und Vilsbiburg. Das Team von Trainer Alexander Waibl verkaufte sich im Ostderby beim Titelverteidiger und Pokalfinalisten SSC Palmberg Schwerin teuer, unterlag aber mit 1:3 (25:23, 18:25, 21:25, 19:25). Damit mussten die Elbestädterinnen die dritte Niederlage in Folge hinnehmen und die sechste insgesamt in dieser Bundesliga-Spielzeit. „Es war auf jeden Fall ein Schritt nach vorn. Mit diesem Auftritt bin ich sehr zufrieden, die Mannschaft hat zum ersten Mal seit langer Zeit emotional eine starke und äußerst geschlossene Leistung gezeigt. Darauf können wir aufbauen“, schätzte Trainer Alexander Waibl nach der Partie ein.

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Dresdner-Volleyballerinnen dominieren ersten Satz

Er überraschte vor knapp 2000 Zuschauern in der rappelvollen Schweriner Halle mit einer auf vier Positionen veränderten Startformation. So erhielten neben Libera Amanda Benson diesmal Zuspielerin Lena Möllers, Diagonalangreiferin Piia Korhonen, die Mittelblockerinnen Ivana Mrdak und die junge Camilla Weitzel sowie auf Außen Nikola Radosova und Maria Segura das Vertrauen. Und die Dresdnerinnen begannen äußerst couragiert, schlugen druckvoll auf, griffen aus stabiler Annahme mutig an und sie kämpften in der Abwehr aufopferungsvoll um jeden Ball. Zur zweiten technischen Auszeit führten die DSC-Mädels bereits mit 16:12. Zwar kam Schwerin auf 20:21 heran, doch die Waibl-Schützlinge ließen sich diesmal von leichten Fehlern in den eigenen Reihen nicht runterziehen, behielten die Nerven und holten sich diesen Satz.

Schweriner SC behält die Oberhand

Im zweiten Abschnitt agierte der Schweriner Champions-League-Teilnehmer druckvoller und beim DSC wackelte ab und zu die Annahme. Trotz einiger Wechsel gerieten die Elbestädterinnen mit 10:16 in Rückstand und konnten auch das Blatt nicht mehr wenden. Auch im dritten Abschnitt lag der DSC schnell mit 2:8 zurück. Alexander waibl setzte mit einigen Wechseln neue Impulse – so kam unter anderen Michelle Petter als Libera aufs Feld und auch Lena Stigrot und Katharina Schwabe im Angriff sowie Mareen von Römer als Regisseurin. Und seine Schützlinge kämpften sich auf 12:13 heran. Allerdings konterten die Gastgeberinnen, die ihre Cleverness und Erfahrung in die Waagschale warfen. Am Ende ging auch dieser Satz an den Meister. Im vierten Akt lieferten sich beide Teams bis zum 10:10 ein Duell auf Augenhöhe, danach erarbeiteten sich die Schützlinge von SSC-Trainer Felix Koslowski einen Vorteil, den sie am Ende nicht aus der Hand gaben, auch wenn die DSC-Damen nie aufgaben. Nationalspielerin Kimberly Drewniok setzte nach 104 Minuten den Schlusspunkt. Erfolgreichste Scorerin des DSC war Diagonalangreiferin Piia Korhonen mit 13 Punkten, als „Wertvollste Spielerin“ wurde Mittelblockerin Ivana Mrdak geehrt.

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Angriffspower entscheidet die Partie

„Aufschlag und Annahme waren in diesem Spiel sehr entscheidend, da haben wir ab und zu noch ein paar Fehler zu viel gemacht. Am Ende hatte der Gegner natürlich noch mehr Angriffspower. Wir waren zwar noch nicht gut genug, das Spiel zu gewinnen, aber wir sind auf dem richtigen Weg, damit wir das in dieser Saison irgendwann schaffen“, ist Alexander Waibl überzeugt. So habe man zwar gesehen, dass Piia Korhonen nach ihrer langen Verletzungspause noch Spielpraxis fehle, aber zugleich habe die Finnin auch schon viele Dinge sehr gut gelöst. Insgesamt gab der Coach fast allen Spielerinnen Einsatzzeiten. „Das war so gewollt und ich freue mich, dass alle, die ins Spiel kamen, unheimlich heiß und fokussiert waren“, befand Waibl, der hinzufügte: „Natürlich wollen wir nun nächsten Mittwoch das Derby gegen Suhl daheim gewinnen.“