14. Oktober 2021 / 09:54 Uhr

Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel hofft auf einen guten Weltcup-Auftakt

Dresdner Shorttrackerin Anna Seidel hofft auf einen guten Weltcup-Auftakt

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Anna Seidel fliegt am Sonnabend nach Peking.
Anna Seidel fliegt am Sonnabend nach Peking. © Matthias Rietschel
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Anfang März hatte sich Anna Seidel das Schien- und Wadenbein gebrochen, verpasste dadurch die WM in Dordrecht. Auch wenn die Heilung nach der OP nicht problemlos verlief, hat die 23-Jährige in den vergangenen Wochen Hoffnung geschöpft, dass sie das Ticket für ihre dritte Olympia-Teilnahme noch lösen kann.

Dresden. Anna Seidel sagt: „Mit geht es ganz gut.“ Es klingt noch ein wenig unsicher, aber es macht Hoffnung – ihr selbst und auch den Trainern und Fans von Deutschlands bester Shorttrackerin.

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Denn selbstverständlich ist diese Aussage der 23-Jährigen keinesfalls. Anfang März hatte sich die mehrfache EM-Medaillengewinnerin unmittelbar vor Beginn der WM in Dordrecht das Schien- und Wadenbein gebrochen. Die Heilung nach der OP verlief nicht problemlos und zwei Titanplatten oberhalb des rechten Knöchels erinnern noch immer daran, dass nicht alles ist wie vorher. Dennoch hat sie in den vergangenen Wochen Hoffnung geschöpft, dass sie den Wettlauf gegen die Zeit gewinnt und das Ticket für ihre dritte Olympia-Teilnahme noch erreichen kann.

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„Seit fünf Wochen läuft das Training gut, etwa drei Wochen bin ich auch wieder komplett bei der Nationalmannschaft dabei“, berichtet Seidel, die der Verband von den Nominierungspflichten komplett entband. So wird die Dresdnerin am Sonnabend mit im Flieger Richtung Peking sitzen, wo vom 21. bis 24. Oktober der erste Weltcup steigt.

Staffel geht nicht an den Start

Anschließend geht es nahtlos weiter zur zweiten Station ins japanische Nagoya. „Nachdem ich im Sommer schon echt gezweifelt hatte, ob ich es schaffe, bin ich jetzt ganz zuversichtlich. So viel Druck habe ich nach der ganzen Vorgeschichte nicht, werde aber auf jeden Fall alles geben. Mein Ziel ist es schon, mich für Olympia zu qualifizieren“, betont Anna Seidel.

Dabei sind auch diesmal die nationalen Kriterien härter als die vom internationalen Verband. „Wir müssen auf den einzelnen Strecken entweder zweimal unter die Top 15 oder einmal die Top-Acht laufen. International reichen die Top-32“, erläutert die Elbestädterin, die von ihren beiden Vereinsgefährtinnen Gina Jacobs und Lisa Eckstein begleitet wird.

Eine Staffel wird damit nicht an den Start gehen, denn Bianca Merker (ehemals Walter) ist nicht rechtzeitig fit geworden. Sie musste die interne Qualifikation mitlaufen, danach machten sich wieder Probleme im operierten Knie bemerkbar. „Es tut mir sehr leid, vor allem, weil damit die Hoffnung auf eine Olympia-Teilnahme einer Staffel endgültig gestorben ist“, bedauert die 31-Jährige, die zumindest die Teilnahme an den Weltcups Nummer drei und vier noch nicht komplett abgeschrieben hat. Indes wird es erstmals bei Olympia auch eine Mixed-Staffel geben. Bei den Männern wird das Aufgebot vom Rostocker Adrian Lüdtke angeführt, dazu starten die Dresdner Christoph Schubert, Tobis Pietsch, Yanghun Ben Jung und Robin Bendig.