28. Mai 2019 / 20:19 Uhr

Dresdner Shorttrackerin Bianca Walter lässt sich gründlich durchchecken

Dresdner Shorttrackerin Bianca Walter lässt sich gründlich durchchecken

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Bianca Walter in der Sportmedizin der Uniklinik Dresden.
Bianca Walter in der Sportmedizin der Uniklinik Dresden. © Anja Schneider
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Die 29-jährige Olympia-Teilnehmerin absolviert Leistungstests an der Sportmedizinischen Fakultät der Uniklinik Dresden. Sie ist Anlaufstelle für zahlreiche Spitzensportler in und um Dresden. 

Dresden. Für die Dresdner Shorttrackerin Bianca Walter läuft die Vorbereitung auf die neue Wintersaison bereits seit Wochen auf Hochtouren. Am Dienstag stand für die 29-Jährige die Leistungsdiagnostik in der Sportmedizin am Uniklinikum in Dresden auf dem Plan. „Seit 2003 bin ich vier- bis sechsmal im Jahr zum Leistungscheck an der Uniklinik. Die Werte sind enorm wichtig für die Belastungs- und Trainingssteuerung, damit man im Verlauf der Saison sieht, an welchen Stellschrauben man noch drehen muss, um zum Wettkampf-Höhepunkt die beste Leistung zu bringen“, weiß die erfahrene Athletin, die wieder an ihr Leistungsniveau von Olympia herankommen und es möglichst noch steigern will.

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„Es läuft derzeit richtig gut, während ich im Vorjahr nur Eis- und Radtraining absolvieren konnte, kann ich jetzt wieder das ganze Spektrum im Aufbauprogramm mitmachen.“ Trainingswissenschaftler Philipp Flößel, selbst einst Leistungssportler im Kanurennsport, erläutert: „Bei den guten Verbänden wird in Olympia-Zyklen gearbeitet. Die Begleitung der Athleten über längere Zeiträume ist natürlich goldwert, weil dann genau auf die Höhepunkte hingearbeitet werden kann.“

Shorttrackerin Bianca Walter beim Laktat-Test im Uniklinikum Dresden.

Neben den Shorttrackern nutzen auch viele andere Spitzensportler wie die Kanuten um Olympiasieger Tom Liebscher, die Dynamo-Profis, die Volleyball-Talente des DSC oder auch die Eishockey-Cracks der Eislöwen, Ruderer und auch die Bob-Sportler um Olympiasieger Francesco Friedrich die Möglichkeiten zur umfassenden sportmedizinischen Betreuung und Leistungsdiagnostik an der Uni-Klinik – ob auf dem Fahrrad-Ergometer, dem Laufband, Ruderergometer oder bei speziellen Krafttests. „Zu uns kommen regelmäßig Bundeskader im dreistelligen Bereich, dazu hunderte Nachwuchssportler und Landeskader. Wir sind eines von rund 20 vom Deutschen Olympischen Sportbund lizensierten Zentren in Deutschland und arbeiten eng mit dem Olympia-Stützpunkt Chemnitz/Dresden zusammen“, erklärt die ärztliche Leiterin der Abteilung Sportmedizin und Rehabilitation des Universitätscentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie (OUC), Dr. Heidrun Beck.

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Doch nicht nur die Leistungssportler werden wissenschaftlich und sportmedizinisch auf ihrem Weg begleitet, auch für Breitensportler steht die Tür offen. „Die Breiten- und Freizeitsportler profitieren von unserem umfangreichen Erfahrungsschatz mit dem Spitzenathleten“, betont Professor Klaus-Dieter Schaser, Ärztlicher Direktor des OUC. Flößel berichtet in diesem Zusammenhang von seinem Erfahrungen bei einem Symposium am Rande der Oberelbe-Marathons: „Nur wenige hatten sich zuvor sportmedizinisch durchchecken lassen und eine Leistungsdiagnostik mit einem Belastungs-EKG absolviert. Doch gerade für die ambitionierten Freizeitsportler ist es wichtig, gewisse Risikofaktoren auszuschließen und auch Prävention zu betreiben, um Verletzungen zu vermeiden.“

Bianca Walter wird in dieser Saison noch mehrfach in der Sportmedizin ihre Form testen lassen. In der kommenden Woche geht es für die deutschen Shorttracker aber erstmal ins Trainingslager nach Polen.

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