20. August 2020 / 08:05 Uhr

Dresdner Turnerinnen vom Camp im Allgäu begeistert

Dresdner Turnerinnen vom Camp im Allgäu begeistert

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Die DSC-Riege hatte nicht nur beim Canyoning im Allgäu jede Menge Spaß im nassen Element.
Die DSC-Riege hatte nicht nur beim Canyoning im Allgäu jede Menge Spaß im nassen Element. © DSC
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Die Bundesliga-Riege des Dresdner SC wagte sich am Alpenrand auf ungewohntes Terrain. Bei Kanu- und Drachenboottouren sowie Canyoning stimmte sich das Team auf die anstehenden Aufgaben ein.

Dresden. Auch die DSC-Turnerinnen wurden in dieser Saison von Corona ausgebremst. Nach dem Aufstieg in die 1. Bundesliga absolvierte die junge Riege von Trainer Tom Kroker am 7. März in Karlsruhe den ersten Liga-Wettbewerb, doch der zweite im Mai fiel wegen der Pandemie ins Wasser. Doch der dritte Wettkampftag soll nun am 10. Oktober in Mannheim steigen. Und auch das Finale der Turn-Bundesliga, um dessen Ausrichtung sich der DSC zum zweiten Mal nach 2017 beworben hat, steht im Programm. Allerdings eine Woche später als geplant, weil zum ursprünglichen Termin (7. November) nun die Deutsche Meisterschaft stattfindet. Deshalb soll die Margon-Arena am 14./15. November Schauplatz des Liga-Finales sein. „Wir hoffen, dass wir dann zumindest mit der Hälfte der Zuschauer planen können“, so Kroker. Bei der Premiere 2017 kamen 1800 Besucher.

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Um seine Schützlinge nach den Ferien auf die anstehende Trainings- und Wettkampfphase einzustimmen, ließ sich der Coach etwas ganz Besonderes einfallen. Vergangene Woche reiste er mit neun Turnerinnen zu einem Trainingslager ins Allgäu. Auf dem Heubethof, den der Mentaltrainer Robby Lange betreibt, standen für die Mädels Kanu- und Drachenboottouren und auch Canyoning auf dem Programm. „Dabei musste man sich auch aus großer Höhe abseilen und einen Mut-sprung aus gut 15 Metern Höhe ins kalte Wasser wagen. Auch wenn die eine oder andere kurz zögerte, sind am Ende alle gesprungen“, berichtet Kroker, der begeistert war: „Robby Lange war selbst einst Kanute, ist jetzt ein sehr erfahrener Mentalcoach, der mit den Mädels viel Kopfarbeit geleistet hat. Dabei ging es um das Überwinden von Ängsten, das aufeinander Achtgeben, in brenzligen Situationen Coolness bewahren. Ich finde, es war ein sehr gelungenes Trainingslager“, betont Kroker, „weil es alle aus der Komfortzone gelockt hat.“

Die 15-jährige Mia Neumann bestätigt das: „Wir hatten viel Spaß, selbst als wir mit unserem Kanu mehrfach umgekippt sind. Den Sprung vom Felsen, bei dem man drei Sekunden im freien Fall ist, fand ich richtig cool“, schwärmt sie. Am meisten aber beeindruckt habe sie, wie sich alle Mädels im gemeinsamen Gespräch unter Leitung von Robby Lange geöffnet und ohne Scheu auch von ihren Schwächen erzählt hätten. Tom Kroker jedenfalls ist überzeugt, dass man einiges ins tägliche Training mitnehmen kann.