08. April 2021 / 11:09 Uhr

Dresdner Volleyballerinnen heiß auf den sechsten Meistertitel

Dresdner Volleyballerinnen heiß auf den sechsten Meistertitel

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC
Auch nach dem Finalspiel wollen die Dresdner Volleyballerinnen jubeln. © Matthias Rietschel
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Die Volleyballerinnen des Dresdner SC stehen nach vier Jahren Pause erstmals wieder im Playoff-Finale um die Meisterschaft. Den letzten der insgesamt fünf Titel erkämpfte das Team von Trainer Waibl 2016. Der Gegner damals wie diesmal heißt Allianz MTV Stuttgart.

Dresden. Mit großer Vorfreude, gesundem Selbstvertrauen, aber auch viel Respekt vorm Gegner starten die DSC-Volleyballerinnen ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Die Playoff-Serie nach dem Modus Best of five beginnt am Samstag (16.30 Uhr/Sport1) beim Vorrundensieger in Dresden. Die zweite von maximal fünf möglichen Begegnungen findet am Mittwoch beim Zweitplatzierten der Hauptrunde in Stuttgart statt.

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Waibl zuversichtlich

"Wir freuen uns, dass wir es nach einiger Zeit wieder ins Finale geschafft haben. Ich denke, es wird ein Schlagabtausch auf Augenhöhe, bei dem am Ende viele kleine Details über Sieg oder Niederlage entscheiden", sagt Cheftrainer Alexander Waibl, der mit dem DSC schon die siebte Finalserie bestreitet. Der gebürtige Schwabe steht die zwölfte Spielzeit in Serie bei den Elbestädterinnen in der Verantwortung und ist damit der mit Abstand dienstälteste Coach in der Bundesliga und zugleich auch der erfolgreichste. Unter seiner Leitung gewann der DSC drei Meistertitel (2014 – 2016), holte viermal den Pokal und 2010 auch den einzigen Europacup-Sieg (Challenge Cup).

Gerade gegen seinen ehemaligen Heimatverein Stuttgart hat er schon entscheidende Duelle gewonnen, konnte sich mit dem DSC schon zweimal in Finalserien (2015 und 2016) die Meisterschale sichern. Zudem behielt sein Team 2020 im denkwürdigen Pokalfinale in Mannheim die Nerven, als es fünf Matchbälle abwehrte und den Schwaben den schon sicher geglaubten Pott noch abluchste.

Für den 53-jährigen zweifachen Familienvater, der erfolgshungrig wie eh und je ist, spielen vergangene Meriten aber jetzt keine Rolle mehr. Er blickt dem aktuellen Duell zuversichtlich, aber auch sehr realistisch entgegen: "Dass wir Vorrundenerster sind, täuscht etwas über das Kräfteverhältnis. Schließlich haben wir beide Saisonspiele gegen sie mit 0:3 verloren. Stuttgart ist sehr gut besetzt, hat mit Krystal Rivers eine besondere Spielerin, die ihrer Mannschaft viel Sicherheit verleiht", sagt der DSC-Coach und fügt an: "Wir müssen also zunächst diesen Lauf durchbrechen und einen Weg finden, gegen sie einen Satz zu gewinnen."

"An oberstes Limit gehen"

Zugleich traut Waibl seinen Schützlingen, die sich jeweils in zwei Spielen im Viertelfinale gegen Aachen und im Halbfinale gegen Potsdam durchsetzen konnten, viel zu: "Wir sind eine Kämpfermannschaft, haben in unseren Reihen viele Spielerinnen, die über enorme Wettkampfhärte verfügen, sich auch wieder rausziehen können, wenn es nicht so läuft."

Kapitän Lena Stigrot, die neben Lenka Dürr und Jennifer Janiska eine der wichtigen Führungsspielerinnen ist, sieht ihr Team "als eingeschworene Gemeinschaft". Eine Quarantäne unmittelbar vor Saisonbeginn machte zwar den Start etwas schwierig und so war man auch im Supercup gegen Schwerin chancenlos, aber im Laufe der Spielzeit fand sich die Mannschaft, in der zahlreiche Talente aus der eigenen Talenteschmiede stehen, immer besser zusammen. "Wir sind immer eingespielter geworden und vor allem passen die Charaktere hervorragend zusammen", betont Stigrot, die noch nie Meisterin war und wie ihre Mannschaftsgefährtinnen heiß auf die Schale ist.


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Waibl sieht sein Team weder als Favorit noch als Außenseiter: "Damit kann ich nichts anfangen. Wir wissen, dass wir Stuttgart schlagen können. Dafür müssen wir aber in jedem Spiel an unser oberstes Limit gehen", fordert er.