05. Mai 2020 / 16:56 Uhr

Dresdner Volleyballerinnen in Ranglisten weit vorn

Dresdner Volleyballerinnen in Ranglisten weit vorn

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
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Die Dresdnerin Lenka Dürr ist zur besten Abwehrspielerin der Bundesliga gewählt worden. © imago images
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Das Fachblatt „Volleyball-Magazin“ kürt gemeinsam mit Trainern, Kapitänen und Experten die besten Bundesliga-Spielerinnen. Lenka Dürr siegt in der Kategorie "Abwehr".

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Dresden. Auch wenn die Volleyball-Saison in der Bundesliga und auch auf internationalem Parkett wegen der Corona-Krise abrupt endete und keine Meister ermittelt werden konnten, haben Trainer, Fachjournalisten und die Kapitäne der Mannschaften ihre Besten gewählt. Das Fachblatt „Volleyball-Magazin“ veröffentlichte jetzt die Ranglisten für die abgelaufene Saison bei Frauen und Männern.

Die DSC-Volleyballerinnen, die sich mit dem Pokalsieg im Februar in Mannheim den einzigen Titel dieser Spielzeit sichern konnten, sind in den neun Kategorien mehrfach vertreten. Libera Lenka Dürr schaffte es sogar zweifach. Die 29-Jährige wurde in der Kategorie „Abwehr“ zur Siegerin gekürt. Dazu erreichte die Ex-Nationalspielerin in der „Annahme“ den fünften Platz hinter ihrer Mannschaftsgefährtin Kadie Rolfzen, die hinter der Münsteranerin Lina Alsmeier und den beiden Schwerinerinnen McKenzie Adams und Anna Pogany den vierten Rang belegte.

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Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. Zur Galerie
Die beiden Mannschaft vom Dresdner SC und MTV Stuttgart stehen während des Spiels auf dem Spielfeld der SAP-Arena in Mannheim. ©

In der Kategorie „Block“ erhielt die Stuttgarterin Marina Samadan die meisten Stimmen, dahinter kam Jungnationalspielerin Camilla Weitzel aus Dresden auf Rang zwei. Mit Ivana Mrdak schaffte es eine zweite DSC-Mittelblockerin als Vierte unter die Top-Fünf der Liga. Wie stark sich der Mittelblock des fünfmaligen deutschen Meisters in der abgelaufenen Saison präsentierte, verdeutlicht auch die Wahl in der Kategorie „Aufsteigerin“. Mit Monique Strubbe, die vor wenigen tagen erst vom DSC mit ihrem ersten Profivertrag über drei Jahre ausgestattet wurde, schaffte es eine junge Spielerin aus dem eigenen Nachwuchs auf Platz zwei hinter Lina Alsmeier. Vor allem der beherzte Auftritt der 18-Jährigen im Pokalfinale in Mannheim und bei den anschließenden Partien gegen Santorini und Schwerin blieben im Gedächtnis hängen.

Alexander Waibl eher kein Verfechter von Ranglisten

Auch bei der Wahl der besten Zuspielerinnen gelang mit Brie King einer DSC-Regisseurin der Sprung in die Top-Fünf. Hinter den beiden Schweriner Spielmacherinnen Britt Bongaerts und Denise Hanke, die übrigens jetzt ihre Laufbahn beendet hat, landete die Kanadierin auf dem dritten Platz.

Mit Blick auf die Zukunft kann sich Trainer Alexander Waibl auch über seinen Neuzugang Maja Storck freuen. Die Schweizer Diagonalangreiferin, die in der vergangenen Spielzeit noch für die Ladies in Black Aachen schmetterte, findet sich in den Ranglisten gleich dreimal wieder – in der Kategorie „Wertvollste“ kam die 21-Jährige auf Rang vier, im „Angriff“ und bei den „Most Valuable Players“ erhielt lediglich die überragende Stuttgarter Diagonalangreiferin Krystal Rivers mehr Stimmen bzw. mehr Goldplaketten.

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Dass in diesen beiden Kategorien keine DSC-Athletin vertreten ist, sieht Waibl gelassen: „Wir hatten eine sehr ausgeglichene Mannschaft mit vielen guten Spielerinnen, deshalb stach keine so heraus. Bei uns verteilten sich zum Beispiel die MVP-Medaillen auf viele Spielerinnen.“ Auch sonst ist der DSC-Coach eher kein Verfechter von Ranglisten oder reinen Statistiken. „Für mich zählt immer das Gesamtpaket, das eine Spielerin zu bieten hat. Neben den volleyballerischen Dingen sind das auch Willen, Ehrgeiz, Einsatzbereitschaft und charakterliche Qualitäten“, erklärte der 52-Jährige schon mehrfach. Dennoch ist natürlich auch für ihn die Wahl vieler DSC-Athletinnen unter die Top-Fünf der Liga eine schöne Momentaufnahme nach dem abrupten und vorzeitigen Saisonende.