14. April 2021 / 21:17 Uhr

Dresdner Volleyballerinnen verlieren zweites Finalspiel nach großem Kampf

Dresdner Volleyballerinnen verlieren zweites Finalspiel nach großem Kampf

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC
Gegen Stuttgarts bärenstarke Krystal Rivers (l.) waren Jennifer Janiska und Madeleine Gates (r.) oft machtlos. © Imago/Hansjürgen Britsch
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Trotz 2:0-Satzführung: Die Volleyballerinnen vom Dresdner SC verlieren am Ende knapp und liegen nach dem bitteren 2:3 in Stuttgart in der Finalserie gegen den MTV schon mit 0:2 hinten.

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Dresden. In einem an Spannung kaum zu überbietenden Volleyball-Thriller mussten sich die DSC-Damen im zweiten Finalspiel beim Allianz MTV Stuttgart nach einer 2:0-Satzführung am Ende hauchdünn mit 2:3 (25:23, 25:23, 24:26, 21:25, 13:15) geschlagen geben. Die erste Partie hatten sie daheim mit 0:3 verloren. Damit liegen die Schützlinge von Trainer Alexander Waibl in der Serie „Best of Five“ mit 0:2 zurück und stehen vor der dritten Partie am Sonnabend in der Margon-Arena (18 Uhr) mit dem Rücken zur Wand. Denn mit einem erneuten Sieg könnten die Gäste aus Schwaben dann bereits den Meistertitel perfekt machen.

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Aggressiver und durchschlagskräftiger

Das aber wollen die Dresdnerinnen trotz aller Enttäuschung nach diesem großartigen Kampf natürlich verhindern. „Es war ein enges Spiel. Wir hätten es auch gewinnen können. Auf jeden Fall kann ich den Mädels keinerlei Vorwurf machen. Wir haben deutlich besser gespielt als im ersten Match und unsere Leistung gebracht. Aber am Ende war einmal mehr Krystal Rivers ein wichtiger Faktor. Doch wir wollen unbedingt noch mal nach Stuttgart fahren und müssen deshalb am Sonnabend erneut eine Leistungssteigerung hinbekommen, unser Herz zeigen und die Energie aufbringen, um zu Hause zu gewinnen“, gab sich Alexander Waibl sofort nach Spielschluss wieder kämpferisch.

Schon von Beginn an zeigten sich die DSC-Damen deutlich aggressiver und durchschlagskräftiger im Angriff. Die Trainer hatten sich taktisch einiges einfallen lassen und unter anderen die beiden Außenangreiferinnen Jennifer Janiska und Lena Stigrot getauscht. Das ging sehr gut auf. Die Elbestädterinnen schlugen zudem deutlich druckvoller auf. Diagonalangreiferin Maja Storck (34 Punkte) war blendend aufgelegt und zudem spielte Jenna Gray aus stabiler Annahme variabel zu, brachte auch die Schnellangreifrinnen mehr zum Einsatz.



Und in der Blockabwehr packten die DSC-Mädels um die bestens vorbereitete Camilla Weitzel ein ums andere Mal zu und konnten die Stuttgarter Angreiferinnen stoppen. Lenka Dürr organisierte umsichtig wie immer die Feldabwehr, und die Dresdnerinnen kratzten die Bälle immer wieder aufopferungsvoll aus dem Feld.

Beide Teams schenkten sich nichts

In den ersten beiden Sätzen konnten die DSC-Damen in der entscheidenden Schlussphase mit starken Nerven die Punkte für sich verbuchen. Im dritten Durchgang schlichen sich bei ihnen ein paar kleine Fehler ein und der MTV zog schnell auf 9:3 davon. „Da haben wir ein wenig den Spielfaden verloren“, gab Waibl später zu. Aber nach der zweiten Auszeit stabilisierte sich der DSC und es entwickelte sich erneut ein hochklassiger Schlagabtausch auf Augenhöhe. In der Crunchtime führten die Waibl-Schützlinge mit 22:20, aber Krystal Rivers sorgte beim zweiten Satzball für das bessere Ende für Stuttgart.

Im vierten Satz legten zunächst die Stuttgarterinnen, die jetzt Aufwind hatten, vor. Durch die Einwechslung von Hester Jasper stabilisierten sie ihre Annahme und setzten sich auf 18:12 ab. Alexander Waibl sorgte mit der Einwechslung von Sarah Straube im Zuspiel für frischen Wind.

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Zwar kämpfte sich der DSC noch einmal auf zwei Punkte (20:22) heran, aber Stuttgart ließ sich den Satzausgleich nicht mehr nehmen. So ging es in den Tiebreak. Erneut schenkten sich beide Teams nichts. Allerdings hatten die Stuttgarterinnen immer knapp die Nase vorn. Beim 8:6 für den MTV wurden zum letzten Mal die Seiten gewechselt. Die Gäste blieben stets dran, doch Rivers holte den ersten Matchball heraus. Lena Stigrot wehrte ab, aber den zweiten versenkte die Stuttgarter Ausnahmespielerin, die es auf 38 Punkte brachte, nach 130 Minuten im Feld.