26. Januar 2021 / 09:17 Uhr

Dresdner Volleyballerinnen wollen in der Türkei überzeugen

Dresdner Volleyballerinnen wollen in der Türkei überzeugen

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Madeleine Gates (l.) und Jenna Gray trainierten am Montag erstmals in der Türkei.
Madeleine Gates (l.) und Jenna Gray trainierten am Montag erstmals in der Türkei. © Verein
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In der Bundesliga sind die Volleyballerinnen vom Dresdner SC mit acht Siegen am Stück erfolgreich unterwegs. Nun müssen die Dresdnerinnen im CEV-Pokal gegen Galatasaray Istanbul ihr Können unter Beweis stellen. Kein leichtes Unterfangen, denn die türkische Liga gilt als noch stärker als die Bundesliga.

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Dresden. Mit acht Siegen in Serie haben die DSC-Volleyballerinnen in der Bundesliga zuletzt sehr souverän ihre Kreise gezogen. Jetzt geht es für das Team von Trainer Alexander Waibl erstmals in dieser Saison aufs internationale Parkett. Am Mittwoch tritt der fünfmalige deutsche Meister im Viertelfinale des CEV-Cups bei Galatasaray Istanbul an. „Das wird natürlich nochmal eine ganz andere Nummer. Da gehen wir als Außenseiter ins Spiel, aber wir freuen uns auf die Herausforderung“, erklärte Trainer Alexander Waibl am Montag vor der Abreise.

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Dabei mussten die Dresdnerinnen diesmal für den Einzug ins Viertelfinale des zweithöchsten europäischen Klub-Wettbewerbs gar nichts tun. Wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie erreichten sie kampflos das Achtelfinale. Bevor die Spielerinnen am vergangenen Sonnabend die Heimpartie gegen Straubing bestritten, erfuhren sie, dass nun auch die Achtelfinal-Partie ausfällt, sie bereits im Viertelfinale stehen.

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Ursprünglich sollten die beiden Runden in einem Vierer-Turnier in der türkischen Metropole am Bosporus ausgetragen werden. Vor einer Woche sagte dann zunächst der SC Potsdam wegen Corona seine Teilnahme ab, am Sonnabend folgte der Gegner des DSC, der slowenische Vertreter Branik Maribor. „Das ist in diesem Jahr schon alles ein bisschen speziell“, findet auch Alexander Waibl, der aber nicht böse ist über das geschrumpfte Turnier: „Da müssen wir uns jetzt nur auf eine Mannschaft vorbereiten“, meinte er.

„Wie verrückt Block-Abwehr spielen“

Und der Gegner hat es schon in sich, auch wenn Galatasaray in der türkischen Liga derzeit nur auf Platz sechs rangiert. „Die türkische Liga ist eine der Ligen, die stärker als die Bundesliga einzuschätzen ist. Auch zwischen ihrem und unserem Budget liegen Welten“, weiß der DSC-Coach. So haben die Gastgeber in ihren Reihen mit Außenangreiferin Tatiana Kosheleva einen absoluten Star. Die 32-jährige gebürtige Minskerin war 2010 mit Russland Weltmeisterin, wurde zweimal Europameisterin (2013/2015) und dabei jeweils als wertvollste Spielerin des Turniers ausgezeichnet.


Mit der Ukrainerin Olesia Rykhliuk steht eine zweite Ausländerin im Aufgebot, die auf der Diagonalposition zu den Besten in der Welt gehört. Die 33-Jährige spielte mehrere Jahre für Volero Zürich. Beide Spielerinnen sind über 1,90 m groß. „Sie spielen einen schnellen Ball. Deshalb müssen wir wie verrückt Block-Abwehr spielen und selbst aus stabiler Annahme gut scoren“, so die Ansage von Alexander Waibl. Am Nachmittag absolvierte das Team ein erstes kurzes Training.