14. Mai 2020 / 08:25 Uhr

Dresdner Wasserspringer Wolfram kann wieder trainieren

Dresdner Wasserspringer Wolfram kann wieder trainieren

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
24.04.2020, Sachsen, Dresden: Martin Wolfram, Wasserspringer aus Deutschland, sitzt vor der geschlossenen Schwimm- und Sprunghalle. Die Verlegung der Tokio-Spiele empfindet der Turm-Europameister von 2015 als Zeit-Geschenk. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Martin Wolfram ist gut gelaunt, denn der Dresdner Wasserspringer hat sich gut von seiner letzten OP erholt. © dpa-Zentralbild
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Der Dresdner Wasserspringer Martin Wolfram kehrt, nach Corona-Zwangspause und der Schulter-OP Ende Januar, mit seinen Kollegen ins Training zurück. Die Rückkehr macht ihm Hoffnung bis Februar 2021 auf dem nötigen Leistungsniveau zu sein, um beim Weltcup in Tokio erfolgreich teilzunehmen.

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Dresden. Auf diese Momente hat Martin Wolfram lange warten müssen. Und das nicht nur wegen der Corona-Krise. Endlich kann der DSC-Wasserspringer wieder Sprünge ins Becken absolvieren. Seit einer reichlichen Woche dürfen die Dresdner Kadersportler bis hin zu den erfolgreichen Nachwuchsathleten in der Halle an der Freiberger Straße ins Wasser springen. Nach zwei Monaten Pause war das für alle wie ein kleiner Neuanfang. Auch Mixed-Synchron-Europameisterin Tina Punzel gab zu: „Das Wassergefühl geht in einer solch langen Zeit ein wenig verloren.“

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Für ihren Trainingsgefährten Martin Wolfram war die Zeit sogar noch länger, schließlich musste sich der Olympia-Fünfte am 31. Januar seiner vierten Schulter-Operation unterziehen. Deshalb gehörte der 28-Jährige zu jenen Athleten, die nicht böse über die Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr waren. Für ihn brachte dies die nötige Zeit und Ruhe, um seine Reha zu absolvieren und fit zu werden. Wie schnell es dennoch geht, erstaunt den Schützling von Trainer Boris Rozenberg aber selbst: „Die OP ist erst reichlich drei Monate her und dafür geht schon überraschend viel“, freut sich das „Steh-auf-Männchen“.

Rasche Fortschritte

Alle Sprünge, die nicht so viel Armeinsatz erfordern, könne er bereits absolvieren. „Salti gehen, nur die rückwärts gehechteten Sprünge bereiten noch Probleme. Inzwischen habe ich mich schon auf dem Hydraulik-Brett auf 1,50 Meter hochgearbeitet und ich hoffe, Ende der Woche sind erste Sprünge vom Dreimeterbrett möglich. Auch im Athletik-Training geht es voran, ob auf dem Trampolin oder der Acrobahn“, freut sich Wolfram über die raschen Fortschritte. „Es ist schön, nicht nur zugucken zu müssen wie andere trainieren“, verrät er lachend.

Er mache sich jetzt keine Sorgen, das nötige Leistungsniveau bis nächstes Jahr Februar nicht zu erreichen. Dann findet der um ein Jahr verschobene Weltcup in Tokio statt, wo es um die letzten Quotenplätze für Olympia geht. „Bundestrainer Lutz Buschkow will natürlich möglichst noch in diesem Jahr eine Leistungsüberprüfung alle Kader haben. Vielleicht ist das ja beim Kürpokal im Dezember möglich, sollte er stattfinden können“, so Wolfram, der nun zuversichtlich seine dritte Olympia-Teilnahme ansteuern kann.