03. Mai 2021 / 09:03 Uhr

Dresdner Wasserspringerin Tina Punzel zeigt sich in Japan in starker Verfassung

Dresdner Wasserspringerin Tina Punzel zeigt sich in Japan in starker Verfassung

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Im Synchronspringen vom Turm belegten Tina Punzel (l.) aus Dresden und Christina Wassen aus Berlin den dritten Platz.
Im Synchronspringen vom Turm belegten Tina Punzel (l.) aus Dresden und Christina Wassen aus Berlin den dritten Platz. © Eugene Hoshiko, dpa
Anzeige

Beim Weltcup in Tokio sichert die Dresdnerin zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele an gleicher Stelle.

Anzeige

Tokio/Dresden. DSC-Wasserspringerin Tina Punzel hat ihre beiden Wettkämpfe beim Weltcup in Tokio mit Bravour gemeistert und zwei Quotenplätze für die Olympischen Spiele im Juli erkämpft. Zunächst sicherte sich die 25-Jährige mit der Berlinerin Lena Hentschel im Synchronspringen vom Dreimeterbrett hinter den bereits qualifizierten Duos aus China und Kanada sowie dem Paar aus Italien den vierten Platz. Einen Tag später schaffte sie mit Christina Wassen (Berlin) im Turm-Synchronspringen mit neuer persönlicher Bestleistung von 292,86 Punkten den Sprung aufs Treppchen. Hinter Kanada und Großbritannien kamen die beiden DSV-Springerinnen auf Rang drei.

Anzeige

Nachdem sich Punzel bei der letzten WM schon das Olympia-Ticket im Dreimeter-Einzel gesichert hatte, hat sie nun bei den Spielen in Japan drei Start-Chancen, auch wenn die endgültige Nominierung erst nach den Deutschen Meisterschaften Anfang Juni in Berlin erfolgt. Das dürfte allerdings nur Formsache sein.„Ich bin überglücklich, dass alles so aufgegangen ist, wie wir es uns vorher ausgemalt haben. Dass wir jetzt auch noch mit einer Medaille belohnt wurden, ist das i-Tüpfelchen. Wir haben uns auch trotz der ganzen Verschiebung des Weltcups im Vorfeld und dem ganzen Hin und Her nicht aus der Ruhe bringen lassen und haben daran geglaubt, dass der Wettkampf stattfindet. Das viele Training wurde jetzt belohnt und das ist ein schönes Gefühl“, sagte Tina Punzel. Sie gab aber auch zu: „Vom Brett mussten wir uns im Vorkampf erstmal einfliegen. Da war ich echt nervös und es schlichen sich kleine Fehler ein, was sich durch den ganzen Wettkampf zog. Ich hatte doch meine Probleme, wieder in den Wettkampfrhythmus zu finden.“

Mehr zum Sport in Dresden

So waren die Vize-Europameisterinnen von 2018 und 2019 nur als Achte in den Endkampf eingezogen. „Im Finale aber hat es viel besser geklappt und ich habe den Fokus gefunden“, zeigte sich der Schützling von Boris Rozenberg total erleichtert. „Schließlich haben wir jetzt fünf Jahre auf den einen Wettkampf hingearbeitet. Da kann sich jeder denken, welcher Stein uns vom Herzen gefallen ist“, beschrieb die Dresdnerin ihre Gefühlslage. Und das gab ihr auch das nötige Selbstvertrauen für den Wettkampf vom Turm. Da hatten die beiden deutschen Springerinnen mit Rang vier im Vorkampf schon vorgelegt. „Das hat mich dann sogar etwas unter Druck gesetzt. Doch ich konnte das in positive Energie umwandeln, habe mir immer wieder gesagt, dass wir froh sein können, dass wir hier springen können. Am Schluss habe ich mich umso mehr gefreut, dass nicht nur der Quotenplatz, sondern sogar die Medaille dabei rausgekommen ist“, meinte Punzel. Während das Berliner Duo Patrick Hausding und Lars Rüdiger mit einem tollen zweiten Platz im Dreimeter-Synchronspringen ebenfalls den Quotenplatz holten, verpasste Hausding zuvor mit dem Ex-Dresdner Timo Barthel (Halle) vom Turm mit Platz sechs den Quotenplatz um 1,29 Punkte.