24. Mai 2021 / 15:41 Uhr

Drewes, Seguin und Co.: Die Bundesliga wird um sieben Ex-Wolfsburger reicher

Drewes, Seguin und Co.: Die Bundesliga wird um sieben Ex-Wolfsburger reicher

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Partystimmung: Die Ex-Wolfsburger Patrick Drewes (l. mit dem VfL Bochum) und Paul Seguin (r. mit Greuther Fürth) steigen mit ihren Klubs in die Bundesliga auf.
Partystimmung: Die Ex-Wolfsburger Patrick Drewes (l. mit dem VfL Bochum) und Paul Seguin (r. mit Greuther Fürth) steigen mit ihren Klubs in die Bundesliga auf. © imago images/Zink
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Sieben ehemalige Akteure des VfL Wolfsburg werden in der neuen Saison in der Fußball-Bundesliga spielen - vorausgesetzt sie bleiben den Aufsteigern VfL Bochum und Greuther Fürth treu. Einer allerdings ist künftig bei einem anderen Klub zu finden.

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Das sind tolle Nachrichten: Die Fußball-Bundesliga wird zur kommenden Saison um sieben Ex-Wolfsburger reicher - sofern sie den Aufsteigern VfL Bochum und SpVgg Greuther Fürth erhalten bleiben. Einer allerdings läuft künftig für einen anderen Klub auf. Aber nicht nur ganz oben gibt's Zuwachs mit VfL-DNA, auch eine Etage weiter unten stößt mindestens ein ehemaliger Akteur aus der VW-Stadt hinzu.

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Viel packender hätte das Saisonfinale in der 2. Liga am Sonntag kaum laufen können. Mit Bochum, Fürth und Holstein Kiel hatten sich gleich drei Klubs um die zwei direkten Aufstiegsplätze gestritten. Um 17.20 Uhr stand dann fest, die Kieler haben das Nachsehen (2:3 gegen Darmstadt), beide anderen Klubs klettern ins Oberhaus. Bis dorthin war es für die sieben Ex-Wolfsburger allerdings ein harter und umkämpfter Weg.

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Alles in eigener Hand hatten die Bochumer. Mit einem Sieg waren sie sicher durch - und den holten sie. Mit 3:1 setzte sich das Team von Trainer Thomas Reis gegen den SV Sandhausen durch und feierte somit die Zweitliga-Meisterschaft. „Ich bin stolz und glücklich, dass wir die Bochumer stolz machen konnten. Wir haben das erreicht, worauf sie elf Jahre gewartet haben", sagte der Coach, der von 2016 bis 2019 die Geschicke der A-Jugend in Wolfsburg geleitet hatte. "Ich werde auch zwei, drei Tage brauchen, um das zu realisieren. Ich bin einfach nur stolz, dass ich diese Mannschaft trainieren und ein Teil von ihr sein darf.“



Für den Erfolg ist er aber nicht allein verantwortlich - und da kommt der nächste Ex-Wolfsburger ins Spiel: Sebastian Schindzielorz, der von 2008 bis 2013 für die zweite Wolfsburger Mannschaft aufgelaufen war und seit Februar 2018 als Sportvorstand beim Revierklub tätig ist. Und damit nicht genug: Als Profi geht Patrick Drewes hoch. Er war als 15-Jähriger nach Wolfsburg gekommen, durchlief dort sämtliche Jugendmannschaften, doch ein Bundesliga-Spiel fehlt ihm noch. Das könnte er bald mit Bochum erleben. Zuletzt hatte er Stammkeeper Manuel Riemann ersetzt, gegen Sandhausen hielt er sein Team mit starken Paraden im Spiel.

Drei Ex-Wolfsburger kommen aus Bochum hoch, gar vier sind es seitens der Fürther - dabei erlebte einer am Sonntag einen rabenschwarzen Tag. Anton Stach, im Sommer aus der Regionalliga-Mannschaft des VfL zu den Kleeblättern gewechselt, sah nach Videobeweis beim Stand von 1:0 für die Gäste aus Düsseldorf glatt Rot nach einem herben Foul gegen Shinta Appelkamp. Doch sein Team steckte nicht auf, drehte mit den Ex-VfLern Paul Seguin und Paul Jaeckel (wechselt zu Union Berlin) in der Startelf eine zweimaligen Rückstand zum 3:2 - der Aufstieg war perfekt, da Kiel patzte. Der ehemalige Wolfsburger Luca Itter (bis 2022 vom SC Freiburg ausgeliehen) jubelte von der Bank aus.

Und auch in der 3. Liga gab's aus VfL-Sicht Grund zu jubeln. Luca Horn (verließ Wolfsburg im Sommer) wurde mit Hansa Rostock Zweiter und darf künftig in der 2. Liga kicken. Ebenfalls aufgestiegen ist Marvin Stefaniak mit Drittliga-Meister Dynamo Dresden. Was aus dem Offensivspieler wird, ist aber offen, die Leihe endet im Sommer.