07. Februar 2019 / 10:25 Uhr

Dritter Pflichtspielsieg in Folge: RB Leipzigs Nachrücker machen Ausfälle vergessen

Dritter Pflichtspielsieg in Folge: RB Leipzigs Nachrücker machen Ausfälle vergessen

Anton Zirk
Leipziger Volkszeitung
RB Leipzigs Willi Orban war erneut ein stabilisierender und verlässlicher Faktor für die Abwehr der Roten Bullen. 
RB Leipzigs Willi Orban war erneut ein stabilisierender und verlässlicher Faktor für die Abwehr der Roten Bullen.  © GEPA pictures
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Trotz enormer Personalprobleme hat RB Leipzig das dritte Pflichtspiel in Folge ohne Gegentor gewonnen. Während Stammkräfte wie Kevin Kampl, Dayot Upamecano und Timo Werner weiter fehlen, rücken andere Spieler mehr und mehr in den Vordergrund.

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Leipzig. Groß waren die Personalsorgen vor dem 1:0(1:0)-Sieg im Achtelfinale des DFB-Pokals am Mittwochabend gegen den VfL Wolfsburg. Immerhin hatte Chefcoach Ralf Rangnick bei der Pressekonferenz am Dienstag zehn mögliche Ausfälle aufgezählt. Am Ende kam es bekanntlich weniger schlimm als gedacht. Dennoch ging RB Leipzig einmal mehr ohne Emil Forsberg, Kevin Kampl, Timo Werner und Dayot Upamecano in die Partie.

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RB Leipzig zieht nach einem völlig verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Zur Galerie
RB Leipzig zieht nach einem völlig verdienten 1:0-Erfolg gegen den VfL Wolfsburg ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. ©
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Das Quartett gehört eigentlich zum Inventar in der Startelf und zu den Spielern, die aufgrund ihrer Fähigkeiten nur schwer zu ersetzen sein sollten. Trotzdem haben die Roten Bullen bereits das dritte Pflichtspiel in Folge gewonnen. Dabei steht Werner-Ersatz Matheus Cunha nicht nur wegen seines ebenso frühen wie entscheidenden Treffers exemplarisch für die Nachrückerqualität im Kader von Trainer Ralf Rangnick.

"Sein bestes Spiel"

Der 60-jährige zeigte sich nach der Partie beeindruckt: "Matheus Cunha hat heute sein bestes Spiel gemacht hat, seitdem er bei uns ist, nicht nur wegen seines Tores. Er hat viele Bälle gut behauptet und viele Situationen gut weitergeleitet."

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Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Ein verdienter Sieg – wir haben es nur verpasst, das zweite Tor zu machen. Doch ich denke, wir haben unseren Fans ein tolles Spiel gezeigt. Wir haben defensiv fast nichts zugelassen und wieder zu null gespielt. Jetzt sind wir sehr glücklich, im DFB-Pokal-Viertelfinale zu stehen. Besser kann mein 100. Spiel für RB Leipzig kaum laufen. Zur Galerie
Marcel Halstenberg (RB Leipzig): „Ein verdienter Sieg – wir haben es nur verpasst, das zweite Tor zu machen. Doch ich denke, wir haben unseren Fans ein tolles Spiel gezeigt. Wir haben defensiv fast nichts zugelassen und wieder zu null gespielt. Jetzt sind wir sehr glücklich, im DFB-Pokal-Viertelfinale zu stehen. Besser kann mein 100. Spiel für RB Leipzig kaum laufen." ©
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Während Cunha mit seinem ersten Treffer im Pokal das Fehlen von Top-Stürmer Timo Werner pufferte, gehört Konrad Laimer im Mittelfeld zu den großen Gewinnern der Verletztenmisere. Der 21-Jährige stopfte gegen Wolfsburg jede Menge Löcher und war auf dem Feld quasi überall zu finden. "Konrad Laimer habe ich so gut, wie er jetzt spielt, seit er bei uns ist, noch nicht gesehen. Das er innert an die besten Zeiten, die er in seinem letzten Jahr in Salzburg hatte", schwärmte Rangnick über den Dauerbrenner. Die Belastung der letzten Wochen, der kurze Spielrhythmus mit Bundesliga und Pokal scheint Laimer dabei eher zu beflügeln als zu bremsen: "Ich laufe und kämpfe, bis ich nicht mehr kann und versuche so der Mannschaft zu helfen."

Orban überzeugt erneut

Gleiches gilt für Willi Orban. Der Kapitän fehlte zum Rückrundenauftakt noch im Aufgebot gegen Borussia Dortmund, ist seit der Verletzung von Dayot Upamecano aus der Innenverteidigung aber im Moment nicht wegzudenken. Die Bilanz spricht für Orban: Drei Siege und null Gegentore gab es zuletzt es mit dem 26-Jährigen als Abwehrchef. Beim 1:0-Pokalerfolg überzeugte der Ungar erneut mit starken Zweikampfwerten und überragendem Stellungsspiel. Gegen Hannover glänzte er am Freitag zudem mit zwei Toren.

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Coach Rangnick verschafft die ausgeglichene Form seines Kaders nicht nur Luft in der momentanen Verletztenmisere. Auch mit Blick auf die heiße Phase der Saison machen die starken Auftritte der vermeintlichen Nachrücker Hoffnung. Bereits am Samstag wollen die Roten Bullen in der Bundesliga gegen den ärgsten Verfolger Eintracht Frankfurt (15.30 Uhr) an den Pokal-Erfolg anknüpfen. Dann kommt mit dem gefährlichen Dreizack um Ante Rebic, Sebastian Haller und Luka Jovic die nächste schwere Aufgabe. Willi Orban kann es kaum erwarten: "Das sind die Spiele, in denen man sich mit Topleuten messen kann. Da freue ich mich drauf."

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