06. Januar 2021 / 13:30 Uhr

Jetzt doch: Drittligisten für Erhöhung des Wechselkontingents

Jetzt doch: Drittligisten für Erhöhung des Wechselkontingents

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Er darf in der Rückrunde wieder fünf Spieler austauschen: Hansa-Trainer Jens Härtel (M.), hier mit Nils Butzen (l.) und Lukas Scherff.
Er will in der Rückrunde oben angreifen und darf wieder fünf Spieler austauschen: Hansa-Trainer Jens Härtel (M.), hier mit Nils Butzen (l.) und Lukas Scherff. © Lutz Bongarts
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Vor Saisonbeginn hatten sich die Fußball-Drittligisten aus wirtschaftlichen Gründen und bei einer deutlich entspannteren Pandemielage für eine Rückkehr zu drei Auswechslungen gestimmt, jetzt plädieren sie für eine Anpassung des Wechselkontingents. Ab der Rückrunde sollen fünf Wechsel erlaubt sein. 

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Die Fußball-Drittligisten haben mit einer deutlichen Mehrheit für eine Anpassung des Wechselkontingents von drei auf fünf Spielern gestimmt. Somit solle die Belastung der Spieler angesichts des engen Terminplans für die restliche Saison besser gesteuert werden können. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Mittwoch nach einer außerordentlichen Managertagung auf seiner Homepage mit.

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Die Erhöhung auf fünf Wechsel soll für alle Vereine ab dem Rückrundenstart (22. bis 24. Januar) gelten. Mögliche Nachholspiele aus der Vorrunde, die erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden, sind im Sinne der Chancengleichheit von dieser Änderung ausgenommen, hieß es weiter. Der Vorschlag, die Kader der Teams auf 20 Spieler zu erhöhen, fand bei der Videoschalte keine mehrheitliche Zustimmung und wurde abgelehnt.

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Auch Hansa hat sich für eine Erhöhung des Wechselkontingents bei Beibehaltung eines 18er-Kaders ausgesprochen. „Aufgrund der Entwicklungen in den vergangenen Wochen sind wir - wie die Mehrheit der Vereine - zu dem Schluss gekommen, dass die Erhöhung des Wechselkontingents nötig geworden ist", erklärte der Vorstandsvorsitzende Robert Marien. "Die 3. Liga ist zuletzt von vielen Spielausfällen betroffen gewesen, die in dieser ohnehin schon verkürzten Saison vermehrt englische Wochen bedeuten. Damit steigt nicht nur die Belastung, sondern auch die Verletzungsgefahr der Spieler. Hinzu kommt, dass auch der Landespokal noch ausgespielt und in diesen engen Spielplan eingebettet werden muss“, fügte der Vereinschef hinzu,

Es stehe außer Frage, dass für jeden Verein und Geschäftsführer, die Gesundheit der Spieler an höchster Stelle steht, sagte Marien. "Dennoch ist es verständlich, dass mit Blick auf die finanzielle Mehrbelastung in dieser wirtschaftlich extrem herausfordernden Saison, einige Vereine an der bestehenden Regelung festhalten wollen. Allein durch die Testungen und die erweiterten Vorsorgemaßnahmen aus dem Hygiene-Konzept müssen die Vereine der 3. Liga circa 4 Millionen Euro mehr aufwenden – ohne Unterstützung des Verbandes und das bei sinkenden Einnahmen und in einer wirtschaftlich schwierigen und unsicheren Zeit.“

Die Ergebnisse der Tagung sind nur eine Orientierung für den Drittliga-Ausschuss. Dieser muss nun einen entsprechenden Antrag an das DFB-Präsidium stellen. Das Gremium muss bis zum Rückrundenstart entscheiden.

Vor Saisonbeginn hatten die Drittligisten aus wirtschaftlichen Gründen und bei einer deutlich entspannteren Pandemielage für eine Rückkehr zu drei Auswechslungen gestimmt, so dass die bisherige Spielzeit mit dieser Regelung durchgeführt wurde.

Tom Eilers, Vorsitzender des Ausschusses 3. Liga, sagte: „Das Wechselkontingent von drei auf fünf Spieler zu erhöhen, ist angesichts des engen Terminkalenders eine logische Konsequenz. Die Konferenz sprach sich erwartungsgemäß im Sinne der Verletzungsprävention der Spieler und der besseren Belastungssteuerung mehrheitlich für eine Erhöhung aus.“