30. November 2018 / 10:37 Uhr

Drohendes Euro-League-Aus: Für RB Leipzigs Coach Rangnick „geht die Welt nicht unter“

Drohendes Euro-League-Aus: Für RB Leipzigs Coach Rangnick „geht die Welt nicht unter“

Anne Grimm
29.11.2018, Österreich, Salzburg: Fußball: Europa League, RB Salzburg - RB Leipzig , Gruppenphase, Gruppe B, 5. Spieltag. Leipzigs Jean-Kévin Augustin (l) und Salzburgs Zlatko Junuzovic kämpfen um den Ball. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
RB Leipzig verliert auch das Rückspiel gegen den FC Red Bull Salzburg und steht vor dem Aus in der Europa League. © dpa
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Beide Konzernduelle verloren, zweimal war Salzburg verdienter Sieger gegen den Leipziger Bruder. RB-Trainer Ralf Rangnick findet schon vor dem endgültigen Ausscheiden gute Gründe für eine Rückrunde ohne internationalen Wettbewerb und bemüht den Vergleich mit Hoffenheim.

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Leipzig/Salzburg. Dort, wo dank einer Brausefirma für RB Leipzig alles begann und die knapp 30.000 Salzburg-Fans am Donnerstagabend „Auf Wiedersehen“ sangen, ist die internationale Reise fast zu Ende gegangen, das frühe Ausscheiden in der Europa League naht. Noch schlimmer, auch wenn das in den Reihen des Bundesligisten keiner zugeben würde: Die Österreicher haben mit zwei Siegen die Konzernhierarchie auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig hat das Team von Trainer Ralf Rangnick mit der 0:1-Niederlage im Dosenduell sein Schicksal für das internationale Überwintern in die Hände des FC Salzburg gelegt.

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FC Red Bull Salzburg - RB Leipzig (1:0) Zur Galerie
FC Red Bull Salzburg - RB Leipzig (1:0) ©
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Die gute Nachricht des Abends für die sächsischen Bullen, Salzburgs Zlatko Junuzovic versprach noch völlig freudentrunken über die vorzeitige Qualifikation für die K.-o.-Runde für den letzten Spieltag in Gruppe B: „Natürlich wollen wir das Spiel in Glasgow auch gewinnen. Das ist geil bei der Stimmung im Celtic Park.“ Letzte Chance für die Leipziger, der berühmte dünne Strohhalm: Am 13. Dezember die eigenen Hausaufgaben mit einem Dreier gegen das punktlose Schlusslicht aus Trondheim erledigen und auf Salzburgs Sieg bei heimstarken Schotten hoffen.

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„Bundesliga ist unser tägliches Geschäft“

RB-Coach Ralf Rangnick, der innerhalb von zweieinhalb Monaten zum zweiten Mal gegen den knapp 20 Jahre jüngeren Marco Rose verlor, den er selbst als Trainer nach Salzburg vermittelte, grummelte bei der Frage nach der neuen Tabellenkonstellation ins Mikrophon „Wir stehen überhaupt nicht mit dem Rücken zur Wand, haben bis jetzt eine gute Euro-League-Saison gespielt. Klar würden wir gerne weiterkommen. Wenn wir es schaffen, freuen wir uns. Wenn nicht, geht für uns die Welt nicht unter.“ Nationalstürmer Timo Werner verdeutlichte, welcher Wettbewerb in der Prioritätenliste oben steht: „Es wäre schade, wenn es zu Ende ginge. Denn für das Mannschaftsgefüge ist es gut, weil jeder viel Einsatzzeit bekommt. Aber im Großen und Ganzen ist die Bundesliga unser tägliches Geschäft.”

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Timo Werner (RB Leipzig): „Jeder kannte die Konstellation in der Gruppe, wir wollten gewinnen. Aber wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. In den zweiten 45 Minuten haben wir beim Tor dumm verteidigt. Ansonsten alles reingehauen und gekämpft.“ Zur Galerie
Timo Werner (RB Leipzig): „Jeder kannte die Konstellation in der Gruppe, wir wollten gewinnen. Aber wir haben die ersten 20 Minuten komplett verpennt. In den zweiten 45 Minuten haben wir beim Tor dumm verteidigt. Ansonsten alles reingehauen und gekämpft.“ ©

Sein Trainer verwies auf die TSG Hoffenheim und Leipzigs künftigen Coach Julian Nagelsmann – dem das Aus in der Gruppenphase vergangene Saison den Weg zu einer bombastischen Rückrunde geebnet hatte: „Ich glaube nicht, dass sich unsere Chancen auf eine bestmögliche Bundesligasaison durch ein Ausscheiden verringern würden. Wenn sich Hoffenheim letzte Saison nicht in der Winterpause von der Europa League verabschiedet hätte, dann wären sie ganz sicher in nicht in die Champions League gekommen“, sagte Rangnick.

Rangnick reagiert verschnupft

Die Analyse des 60-Jährigen zur zweiten Niederlage gegen den Verein, den er selbst mit aufgebaut hat, ließ sowohl die miserable Passquote (59 Prozent) als auch die kaum vorhandenen Chancen auf eigene Tore außen vor, konzentrierte sich stattdessen auf die Voraussetzungen des Gegners: „Es war klar, wir haben gegen eine europäische Spitzenmannschaft gespielt. Und wir spielen im Sonntag-Sonntag-Rhythmus in der Bundesliga immer wieder gegen Gegner, bei denen du nicht einen Gang zurückschalten kannst. Salzburg spielt in einer Liga, in der sie egal gegen wen gewinnen und das ohne 100 Prozent geben zu müssen. Insofern ist das nicht so ganz überraschend“, sagte Rangnick im doppelten Sinne verschnupft.

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(28) Yvon Mvogo:  ©

Ohne die Kreativzentrale im Mittelfeld gelang RB am Donnerstag in Salzburg nur wenig. „Ob wir das Spiel wegen der Formation verloren haben, kann man schwer einschätzen. Wir haben oft unsauber gespielt, viele Bälle nicht an den Mann gebracht. Der letzte Pass, der Abschluss war nicht so konkret“, monierte Konrad Laimer nach dem Duell gegen seinen Ex-Verein. In zwei Spielen war Salzburg einfach zweimal besser als Leipzig. Nun gilt alle Hoffnung der Genesung von Kevin Kampl, Marcel Sabitzer und Diego Demme. Denn bereits am Sonntag ist der ausgeruhte Tabellenzweite Borussia Mönchengladbach zu Gast.

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kurier.at (Österreich): „Auf Wiedersehen“ hallte es am Donnerstagabend um 20.46 Uhr aus Tausenden Kehlen in der Red-Bull-Arena: Die Salzburger besiegten den ungeliebten ehemaligen Schwesternklub aus Leipzig auch im zweiten Gruppenspiel. Auf das verdiente 3:2 in Deutschland folgte gestern ein ebenso verdientes 1:0 vor 29.520 Zuschauern im EM-Stadion.
 Während die Salzburger aus eigener Kraft den Aufstieg in das Sechzehntelfinale fixieren konnten, müssen die Leipziger nun um diesen bangen. Denn im Parallelspiel in Trondheim siegte Celtic Glasgow bei Rosenborg 1:0 und hat nun drei Punkte Vorsprung auf die Deutschen, die nun auf Hilfe des österreichischen Meisters angewiesen sind. Nur wenn Salzburg am 13. Dezember in Glasgow gewinnt, kann Leipzig noch aufsteigen. Zur Galerie
kurier.at (Österreich): "„Auf Wiedersehen“ hallte es am Donnerstagabend um 20.46 Uhr aus Tausenden Kehlen in der Red-Bull-Arena: Die Salzburger besiegten den ungeliebten ehemaligen Schwesternklub aus Leipzig auch im zweiten Gruppenspiel. Auf das verdiente 3:2 in Deutschland folgte gestern ein ebenso verdientes 1:0 vor 29.520 Zuschauern im EM-Stadion. Während die Salzburger aus eigener Kraft den Aufstieg in das Sechzehntelfinale fixieren konnten, müssen die Leipziger nun um diesen bangen. Denn im Parallelspiel in Trondheim siegte Celtic Glasgow bei Rosenborg 1:0 und hat nun drei Punkte Vorsprung auf die Deutschen, die nun auf Hilfe des österreichischen Meisters angewiesen sind. Nur wenn Salzburg am 13. Dezember in Glasgow gewinnt, kann Leipzig noch aufsteigen." ©

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