28. Oktober 2020 / 23:45 Uhr

"Es war Druck auf dem Kessel": BVB nach Sieg gegen Zenit erleichtert - Favre kritisiert Mannschaft

"Es war Druck auf dem Kessel": BVB nach Sieg gegen Zenit erleichtert - Favre kritisiert Mannschaft

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Erleichterung pur: Erling Haaland feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Zenit St. Petersburg.
Erleichterung pur: Erling Haaland feiert seinen Treffer zum 2:0 gegen Zenit St. Petersburg. © Lukas Schulze/Getty Images
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Borussia Dortmund hat sich in der Champions League mit einem Sieg gegen Zenit St. Petersburg für die Pleite in der Vorwoche bei Lazio Rom rehabilitiert. Nach der Partie gab BVB-Sportdirektor Michael Zorc zu, dass "Druck auf dem Kessel" war. Lucien Favre hingegen lobt seine Mannschaft für die Geduld.

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Lange, sehr lange hat sich Borussia Dortmund die Zähne am russischen Granit ausgebissen. Zenit St. Petersburg parkte im Champions-League-Spiel "zwei Busse vor dem Tor", wie BVB-Trainer Lucien Favre nach der Partie bei Sky sagte. Am Ende gewannen die Schwarz-Gelben aber durchaus verdient mit 2:0. Der Brustlöser war ein Elfmeter von Jadon Sancho (77.), nachdem Thorgan Hazard zuvor zu Fall gebracht wurde. Erling Haaland legte kurz vor dem Schlusspfiff noch nach.

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Durch den Sieg hat sich der BVB nach der Auftaktpleite gegen Lazio Rom erfolgreich in der Champions-League-Gruppenphase zurückgemeldet und davon profitiert, dass im Parallel-Spiel Lazio nicht über ein 1:1 gegen den FC Brügge hinauskam. Die Erleichterung sei groß, sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc hinterher bei Sky. "Es war Druck auf dem Kessel. Nach der Niederlage gegen Lazio waren wir gezwungen zu gewinnen."

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Nun ist der BVB wieder in der Spur, hat die ersten drei Punkte in der "Königsklassen"-Saison geholt - und den Matchplan von Favre gut umgesetzt. "Man muss clever spielen. Es war schwer ein Tor zu machen, wir hatten trotzdem drei große Chancen und hätten ein Tor machen müssen. Wir mussten weiter vernünftig spielen und der Abwehr helfen. Das haben wir gut gemacht", so der Schweizer.

Zenit stand die gesamte Partie über sehr tief und ließ den BVB kaum kombinieren, geschweige denn Tempofußball aufziehen. Durch die fehlenden Räume und die nicht existenten Offensivbemühungen der Russen fehlten auch Umschaltmomente. Am Ende spielte der BVB 827 Pässe gegenüber der 367 Pässe von Zenit. Favre kritisierte, dass nicht mehr daraus gemacht wurde. "Wir müssen mit dem Ball aber mehr sehen, schneller und intelligenter spielen. Wir müssen es besser sehen, die Busse zu destabilisieren", so der Schweizer. Am Ende stünde aber der Sieg - und dies sei das Wichtigste.