02. Juni 2020 / 10:15 Uhr

Druck bei Halle und Magdeburg wird immer größer

Druck bei Halle und Magdeburg wird immer größer

Thomas Bachmann, dpa
Leipziger Volkszeitung
Der 1. FC Magdeburg rutscht in der Tabelle immer mehr in Richtung Abstiegsplätze.
Der 1. FC Magdeburg rutscht in der Tabelle immer mehr in Richtung Abstiegsplätze. © dpa
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Beim Neustart nach der Corona-Pause gelang dem Chemnitzer FC als einziges Ost-Team der 3. Liga ein Sieg. Der Hallesche FC und FC Magdeburg haben dadurch vor ihren Spielen am Dienstag und Mittwoch noch mehr Druck, das Spiel für sich zu entscheiden, um den Abstiegsplätzen zu entkommen.

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Leipzig. Der Abstiegsdruck auf den Halleschen FC und den 1. FC Magdeburg ist nach dem Neustart der 3. Fußball-Liga noch größer geworden. Die beiden Teams aus Sachsen-Anhalt müssen nun dringend punkten. Der Chemnitzer FC kann dagegen einen Befreiungsschlag schaffen.

1. FC Magdeburg: Bei den Würzburger Kickers muss der Zweitliga-Absteiger am Dienstag (19 Uhr/MagentaSport) liefern. Sonst droht dem 1. FC Magdeburg sogar der Absturz auf einen Abstiegsplatz. Es wäre eine weitere negative Wendung in der bisher unglücklichen Amtszeit von Trainer Claus-Dieter Wollitz. Auch beim 0:1 gegen den 1. FC Kaiserslautern – Torschütze ausgerechnet der Ex-Magdeburger André Hainault – war sowohl Pech als auch Unvermögen dabei. Jürgen Gjasula verschoss einen Elfmeter, der Schiedsrichter übersah ein klares Tor für den FCM. Wollitz erneuerte danach seine Kritik an der Fortsetzung der Liga: „Ich hoffe nur, dass bei den 20 Vereinen keine schwere Verletzung oder ein Karriereende herauskommt, denn es ist verantwortungslos, so viele Spiele in so kurzer Zeit zu machen.“

FSV Zwickau: Nach dem starken 2:2 gegen Hansa will der FSV gleich nachlegen. Mit einem Sieg am Dienstag (19 Uhr) bei Viktoria Köln, könnte die Mannschaft von Trainer Joe Enochs an einem direkten Konkurrenten im Abstiegskampf vorbeiziehen. Die Aufholjagd gegen Rostock, als man nach einem 0:2 noch einen Punkt holte, war ein wichtiges Zeichen für die Mannschaft. „Für uns war die Ungewissheit: Sind wir fit? Können wir bestehen? Die Jungs haben eindeutig gezeigt, dass sie zurückkommen und bis zur 90. Minute Gas geben zu können. Wir haben eine sehr gute Mentalität und Moral bewiesen. Das gibt uns Zuversicht für das harte Programm in den nächsten Wochen“, so Enochs.

Hansa Rostock: Das 2:2 beim FSV Zwickau war für Hansa und Trainer Jens Härtel eine herbe Enttäuschung. Deshalb soll am Dienstag gegen Waldhof Mannheim (20.30 Uhr) ein Sieg her, um den Kontakt zu den Aufstiegsplätzen zu halten. Und das Duell mit Mannheim verspricht besonderen Zündstoff. Waldhof war für einen Abbruch der Saison, machte sogar den Tod einer Person im nahen Umfeld eines Spielers öffentlich. Hansa-Boss Robert Marien sprach von einer „lancierten“ Aktion und warf Mannheim indirekt vor, den tragischen Vorfall zu missbrauchen.

Jenaer Abstiegskampf geht gegen Duisburg weiter

Hallescher FC: Debakel und Absturz auf einen Abstiegsplatz. Der Neustart des Halleschen FC lässt die Sorgen vor dem Gang in die Regionalliga noch größer werden. Am Mittwoch (19 Uhr) gegen Braunschweig muss das Team zeigen, dass das 1:4 in Münster keine Spuren hinterlassen hat. Die Fans des HFC haben vor dem Anpfiff eine Demo vor dem Stadion angemeldet. Sie wollen gegen den DFB und Geisterspiele protestieren. Am Fakt, dass gespielt werden muss, wird dies nichts ändern. Und der HFC sollte die Situation schnellstmöglich annehmen.

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Carl Zeiss Jena: Sie kämpfen aufopferungsvoll, doch der Abstieg von Carl Zeiss Jena ist mehr denn je nur eine Frage der Zeit. Nach dem 0:1 gegen Chemnitz in Würzburg geht es am Mittwoch (19 Uhr) in Duisburg weiter. Bis zum Spiel gegen den CFC hatte Jena nur fünf Tage Training. Teammanager René Klingbeil hofft, dass die körperlichen Reserven nicht zu schnell aufgebraucht sind. „Irgendwann werden wir auf dem Zahnfleisch gehen. Ich kann nur hoffen, dass sich kein Spieler ernsthaft verletzt“, sagte der Ex-Profi. Duisburg war ebenfalls mit einer Niederlage gestartet, gab bei 1860 München ein 2:0 noch aus der Hand und verlor 2:3.

Chemnitzer FC: Dem CFC könnte direkt nach der Pause der große Wurf gelingen. Nach dem 1:0 in Würzburg gegen Jena kommt am Mittwoch (20.30 Uhr) der Vorletzte Großaspach nach Chemnitz. Im besten Fall wächst der Vorsprung vor der Abstiegszone auf sieben Punkte. Den Grundstein dafür legte der CFC im Spiel gegen Jena, das Erik Tallig mit einem Sonntagsschuss entschied. „Die drei Punkte sind am Ende sehr wichtig für uns. Die 90 Minuten haben aber gezeigt, dass wir immer an unsere Leistungsgrenze kommen müssen“, sagte Trainer Patrick Glöckner.