18. Juli 2021 / 18:57 Uhr

„Drückend überlegen“, aber Wendezelle spielt nur Remis

„Drückend überlegen“, aber Wendezelle spielt nur Remis

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Nils Schulze (links) und Simon Walkemeyer (rechts) stoppen ihren Hämelerwalder Gegenspieler. Schulze erzielte das erste Tor der Wendezeller.
Nils Schulze (links) und Simon Walkemeyer (rechts) stoppen ihren Hämelerwalder Gegenspieler. Schulze erzielte das erste Tor der Wendezeller. © Isabell Massel
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Während der TSV Wendezelle mit seinem Remis bei den Adlern Hämelerwald haderte, weil das Team zu viele Chancen liegen ließ, kann sich das Unentschieden der Lengeder sehen lassen. Der offene Schlagabtausch des Landesligisten beim MTV Wolfenbüttel endete mit 3:3.

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Eine Testspiel-Niederlage kassierte an diesem Wochenende keines der Peiner Bezirksteams. Vöhrum, der VfB Peine und Vechelde gewannen ihre Spiele gegen Mannschaften aus niedrigeren Klassen. Der SV Lengede brachte Oberligist MTV Wolfenbüttel an den Rande einer Niederlage und Wendezelle spielte bei den Adlern Hämelerwald Remis.

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SV Adler Hämelerwald – TSV Wendezelle 2:2 (1:2). Um am Sonntag den 70. Geburtstag von Fritz Osterloh feiern zu können, spielten die Wendezeller bereits einen Tag früher – und waren dabei „spielerisch drückend überlegen“, wie Trainer Thomas Mainka erklärt. Dennoch endete das Spiel bei den Adlern Hämelerwald mit einem 2:2-Remis. „Die machen nach einem Einwurf und mit einem Foulelfmeter die beiden Tore, während wir eine Vielzahl von Chancen hatten“, hadert der Trainer des Bezirksligisten. Die Erkenntnis aus den 90 Minuten: „Wir lassen hinten teilweise noch zu viel zu und sind vorne zu inkonsequent. Das müssen wir noch abstellen“, sagt Thomas Mainka.

Tore: 0:1 Nils Schulze (12.), 1:1 Philipp Geyer (18.), 1:2 Patrick Woltmann (45.+1), 2:2 Philipp Geyer (62.).

MTV Wolfenbüttel – SV Lengede 3:3 (1:2). Ein sehr offenes Spiel bot sich der SV Lengede mit dem Oberligisten MTV Wolfenbüttel. „Das 3:3 ist sogar vielleicht einen Tucken zu wenig für uns“, sagt SVL-Trainer Kai Olzem, der gute 90 Minuten seiner Mannschaft gesehen hatte. Durch einen frühen Doppelschlag gingen die Lengeder mit 2:0 in Führung, kassierten aber noch vor der Pause einen Treffer. „Wir haben es damit übertrieben, den Ball hinten rausspielen zu wollen. Da gab es drei Ballverluste, einer führte zum Tor“, hadert Olzem. Durch einen unnötigen Standard des Gastgebers folgte nach der Pause der Ausgleich.

Die Lengeder legten durch Yannick Könnecker wieder vor, ehe sie die Chancen zum 4:2 und 5:2 liegen ließen. „Und dann kriegen wir das 3:3. Wäre das ein Punktspiel, dann wäre ich nach den zwei Führungen enttäuscht gewesen. So ist es in Ordnung, wir haben viele neue Erkenntnisse erhalten“, erklärt Olzem.

Tore: 0:1 Vincent Ibé (16.), 0:2 Marcel Burkutean (18.), 1:2 Janosch Bauer (29.), 2:2 Mark Wolf (47.), 2:3 Yannick Könnecker (59.), 3:3 Ludwig Vollbrecht (82.).

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VfB Peine – SSV Plockhorst 3:1 (2:0). „Plockhorst hat das von der ersten bis zur 90. Minute diszipliniert gemacht, stand gut und hat unserer Offensive viel abverlangt“, sagt VfB-Trainer Bünyamin Tosun. „Genau so einen Gegner wollten wir.“ Die Peiner mussten kreativ werden, um zum Erfolg zu kommen. Gleich beim ersten Tor zeigten sie, dass sie diesen Test bestanden haben. „Defrim Bytici hat den Ball gut auf Außen für Kerrim Driesen durchgesteckt, der einen Gegner stehen ließ und Emrullah Kaya in der Mitte bediente“, berichtet Tosun. Die weiteren Treffer erzielte Vorlagengeber Driesen dann selber – unter anderem mit einem strammen Schuss aus 20 Metern in den Winkel. „Ein Sieg ist in der Vorbereitung immer wichtig für die Moral“, freut sich der VfB-Coach.

Tore: 1:0 Emrullah Kaya (45.+2), 2:0, 3:0 Kerrim Driesen (45.+4, 48.), 3:1 Luca Krenz (58.).

TSV Edemissen – Arminia Vechelde 0:3 (0:0). „Über 90 Minuten waren die Vechelder spielstärker“, erklärt der Edemissener Betreuer Frank Samzow. Allerdings habe es sein Team in der ersten Hälfte ordentlich gemacht. „Da hatten aber beide Teams keine zwingenden Chancen“, sagt Samzow. Nach fünf Wechseln in der Pause gerieten die Hausherren etwas aus dem Konzept. Erst traf Vecheldes Nico Grigoleit in der 57. Minute, wenig später legte Stürmer Tim Depner doppelt nach. „Die dürfen normalerweise nicht fallen, da stellen wir uns etwas doof an“, hadert Frank Samzow, der dennoch mit dem ersten Test zufrieden ist.

*Tore: * 0:1 Nico Grigoleit (57.), 0:2, 0:3 Tim Depner (61., 64.).

Herta Equord – Arminia Vöhrum 0:6 (0:3). Nach einigen guten Chancen gingen die Vöhrumer erst in der 37. Minute in Führung – und schenkten den Equordern bis zur Pause noch zwei Tore ein. Trotz vieler guter Einheiten sei bei der Arminia noch etwas Sand im Getriebe, erklärt Coach Nils Könnecker, dem bis zur 60. Minute die Bewegung seiner Spieler gut gefallen hat. „Dann sind die Beine etwas schwerer geworden. Es ist wichtig, dass wir wieder richtig ins Tempo reinkommen“, erklärt Vöhrums Trainer, der „nicht unzufrieden“ mit dem Auftritt seines Teams war.

Tore: 0:1 Marvin Janke (37.), 0:2 Marko Milicevic (43.), 0:3 Marvin Janke (45.+1), 0:4 Niklas Schmerse (73.), 0:5 Mirko Warmbold (84.), 0:6 Marko Milicevic (88.).