22. November 2021 / 13:09 Uhr

DSC-Volleyball-Damen ringen Erfurt mühsam nieder: „Wir waren im Kopf total langsam“

DSC-Volleyball-Damen ringen Erfurt mühsam nieder: „Wir waren im Kopf total langsam“

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Maja Storck vom Dresdner SC findet am Netz die Lücke zwischen Jazmine White (links) und Corina Glaab. Rechts schaut Jennifer Janiska zu.
Maja Storck vom Dresdner SC findet am Netz die Lücke zwischen Jazmine White (links) und Corina Glaab. Rechts schaut Jennifer Janiska zu. © Steffen Manig
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Im vorerst letzten Heimspiel vor Fans haben die Volleyballerinnen des DSC einige Mühe, gegen Schwarz-Weiß Erfurt ins Spiel zu finden, doch gewinnen die Begegnung letztendlich mit 3:1 Sätzen. „Wir waren körperlich und im Kopf total langsam“, räumt Coach Alexander Waibl ein.

Dresden. Noch einmal genossen die DSC-Volleyballerinnen am Sonnabend die Ovationen der 800 Zuschauern in der Margon-Arena. Die hatten sie sich nach dem hart erkämpften 3:1 (20:25, 25:17, 25:12, 28:26) gegen Schwarz-Weiß Erfurt redlich verdient. Und zugleich war es schon wieder ein kleiner Abschied von den Fans. Wenn jetzt die neuen Corona-Regeln in Sachsen greifen, wird es in allen Mannschaftssportarten erneut Geisterspiele geben.

„Wir müssen alle zusammenstehen“

Die DSC-Damen müssen auf jeden Fall ihr erstes Champions-League-Heimspiel gegen Königsberg am 8. Dezember und die Liga-Partie gegen Münster am 11. Dezember ohne Zuschauer bestreiten. Wie es danach weitergeht, bleibt offen. „Die Mannschaft hat das schon sehr getroffen“, räumte Trainer Alexander Waibl ein. „Wir sind dann die einzige Mannschaft in der Bundesliga, die ohne Fans spielt. Das ist nichts, was man als Sportler gut finden muss. Für uns ist das schon sehr enttäuschend“, fügte der 53-Jährige hinzu. Zuvor hatte Vorstandschef Jörg Dittrich schon in der Satzpause darum geworben, nicht aufeinander zu schimpfen, sondern „wir müssen alle zusammenstehen“, so sein Appell, dem er die Bitte um Unterstützung hinterherschickte. „Helfen Sie uns und schauen Sie die Spiele beim Pay-TV Sport1 extra.“

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Die DSC-Spielerinnen müssen aber zunächst in dieser Woche noch nicht auf Zuschauer verzichten, denn am Dienstag beim ersten Gruppenspiel in der Champions League im polnischen Rzeszow sind ebenso Fans zugelassen wie am Sonnabend dann beim Pokal-Viertelfinale in der Suhler Wolfsgrube. Um für diese Herausforderungen gerüstet zu sein, hatte der DSC-Coach seine Damen vor der Partie gegen Erfurt noch einmal einer harten Trainingsbelastung unterzogen. Das machte sich zu Beginn des Spiels bemerkbar. Die Gastgeberinnen fanden zunächst überhaupt keinen Rhythmus gegen die gut eingestellten Thüringerinnen. „Wir waren körperlich und auch im Kopf total langsam“, gab Waibl später zu. Da halfen auch mehrere Wechsel nicht. Aber offenbar seine Ansprache in der Satzpause. Denn im zweiten Durchgang fingen sich seine Schützlinge und zeigten ihr wahres Können. Der Satzausgleich sorgte für Sicherheit in den DSC-Reihen.

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Im vierten Satz viel Gegenwehr

Im dritten Abschnitt setzten sie sich schnell mit 5:1 ab. Mit druckvollen Aufgaben (Maja Storck), einer stabilen Annahme und Blockabwehr zog der deutsche Meister nun sein Spiel durch. Diagonalangreiferin Storck kam im Angriff immer besser in Fahrt und punktete zuverlässig. Die Gäste aus Erfurt, die von Konstantin Bitter und seiner Lebensgefährtin Lenka Dürr an der Seitenlinie betreut wurden, hatten gegen die geballte Power der DSC-Damen nur noch wenig entgegenzusetzen.

Doch im vierten Abschnitt lieferten die Schwarz-Weiß-Damen um die Ex-Dresdnerinnen Michelle Petter, Rica Maase und Lena Liegert wieder mehr Gegenwehr. Nach einer 21:16-Führung des DSC schaffte Erfurt den 22:22-Ausgleich, hatte dann sogar zwei Satzbälle. Am Ende aber verwandelte Linda Bock nach 112 Minuten den zweiten Matchball. „Es sind am Ende drei wichtige Punkte, nur das zählt“, konstatierte Waibl zufrieden