04. November 2020 / 18:04 Uhr

DTTB legt sich fest: Keine Rückrunde für Engelbostel, Gümmer und Hemmingen 

DTTB legt sich fest: Keine Rückrunde für Engelbostel, Gümmer und Hemmingen 

Ole Rottmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Serdal Ceylan durfte am Wochenende mit seiner Mannschaft zum ersten Mal in dieser Saison jubeln.
Spielen keine Rückrunde mehr: Serdal Ceylan und der SC Hemmingen-Westerfeld. © Uwe Serreck
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Hannovers Tischtennis-Regional- und Oberligisten fallen in den Zuständigkeitsbereich des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB). Im Gegensatz zu den Teams des Niedersächsischen Verbandes (TTVN) wissen der MTV Engelbostel-Schulenburg, der TuS Gümmer sowie der SC Hemmingen-Westerfeld inzwischen, dass die ursprünglich geplante Doppelrunde für eine einfache Serie geopfert wird. Wir haben uns mal bei den Verantwortlichen umgehört.

Die Teams in Regional- und Oberliga stecken genau dazwischen. Aber eingekeilt vom Profibereich (oder zumindest dem als profiähnlich angesehenen) aus 1. bis 3. Bundesliga sowie den Spielklassen, die der Tischtennis-Verband Niedersachsen (TTVN) verantwortet, wissen die Frauen des MTV Engelbostel-Schulenburg (Erstvertretung und Reserve) und vom TuS Gümmer sowie die Männer des SC Hemmingen-Westerfeld zumindest schon genauer, was ihnen nach Ende der Corona-Zwangspause blüht.

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Denn im Gegensatz zu den TTVN-Teams, die gemäß einer Verlautbarung auf der Internetseite des niedersächsischen Dachverbandes wohl erst im Dezember mit Details rechnen können, wie es mit der unterbrochenen Saison weitergehen soll, und denen aus den drei höchsten deutschen Ligen, die ihrerseits ebenfalls noch auf Nachrichten aus Frankfurt warten, gab es für die beiden Sandwich-Spielklassen bereits weiterführende Informationen: Die ursprünglich geplante Doppelrunde wird für eine einfache Serie geopfert. Jedes Duell gibt es somit nur einmal in dieser Saison.

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Ohne Training in die Vollen?

Nur wer bislang noch nicht gegeneinander gespielt hat, sieht sich bis zu den Sommerferien noch einmal in einer der Hallen. „Nach Abschluss der Hauptrunde in Form der einfachen Runde erfolgt die Tabellenwertung. Die jeweiligen Auf- und Abstiegsregelungen sind dann vollumfänglich anzuwenden“, schreibt der DTTB auf seiner Internetseite.

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„Vermutlich ist das noch die beste Lösung in einer schlechten Gesamtsituation“, zeigt Burghard Oestreich Verständnis. Der Trainer des SC Hemmingen-Westerfeld geht momentan sogar davon aus, dass seine Mannschaft am 5. und 6. Dezember zu ihren nächsten Oberligapartien antreten muss. Im Moment gäbe es ja keine Verfügung über eine längere Aussetzung des Spielbetriebs als bis Ende November, merkt er an. Dass man dann ohne Training direkt in den Wettkampf müsse, würde ja den anderen Teams ähnlich ergehen. „Es sei denn, jemand hat einen Hobbykeller“, sagt Oestreich lachend.

Wahrscheinlicher ist aber, dass die Pause – ähnlich wie auf niedersächsischer Ebene – bis Jahresende ausgeweitet wird und die nächsten Partien erst 2021 anstehen. Dann übrigens theoretisch mit Neuzugängen, die zum 1. Januar von den Klubs für den (kümmerlichen) Rest der Saison verpflichtet werden können. Diese Möglichkeit hätte Stephan Hartung lieber unterbunden gesehen. „Wobei ich eh nicht weiß, wie viele davon jetzt Gebrauch machen“, sagt der Engelbosteler Trainer.

"Jetzt können wir unseren schlechten Start wohl nicht mehr korrigieren"

Selbst wenn die MTV-Frauenteams gut gestartet sind und daher eher zu den Profiteuren des Rückrundenwegfalls zählen, hätte er sich anderes gewünscht. „Der Stanley Cup im Eishockey war diesmal ja auch erst Ende September zu Ende“, sagt Hartung. Noch etwas abzuwarten, wäre sinnvoll gewesen, findet er. Zumal: „Im Sommer gehen die Infektionszahlen bestimmt wieder runter – dann hätte man also gut spielen können.“

Bilder zum Spiel der Tischtennis-Oberliga zwischen dem SC Hemmingen-Westerfeld und dem RSV Braunschweig.

Bilder zum Spiel der Tischtennis Oberliga zwischen dem SC Hemmingen Westerfeld und dem RSV Braunschweig. Zur Galerie
Bilder zum Spiel der Tischtennis Oberliga zwischen dem SC Hemmingen Westerfeld und dem RSV Braunschweig. © Uwe Serreck

Beim TuS Gümmer ist Kapitänin Anke Donges pragmatisch. „Jetzt können wir unseren schlechten Start wohl nicht mehr korrigieren“, sagt sie. „Aber dann ist es eben so. Tischtennis steht im Moment nicht unbedingt an erster Stelle.“