30. Januar 2019 / 10:30 Uhr

"Du brauchst halt Leute, die Tore schießen können": Der VfL Wolfsburg hat Probleme beim Torabschluss

"Du brauchst halt Leute, die Tore schießen können": Der VfL Wolfsburg hat Probleme beim Torabschluss

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Der VfL Wolfsburg hat in der Rückrunde erst ein Tor erzielt - im Training wurde daran gearbeitet. Von links: Wout Weghorst beim Abschluss und Robin Knoche.
Der VfL Wolfsburg hat in der Rückrunde erst ein Tor erzielt - im Training wurde daran gearbeitet. Von links: Wout Weghorst beim Abschluss und Robin Knoche. © imago/regios24
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Der VfL Wolfsburg durfte in dieser Bundesliga-Rückrunde erst ein Tor bejubeln - bei der 1:2-Niederlage auf Schalke. Gegen Leverkusen folgte eine 0:3-Klatsche. Chancenlos waren die Wölfe aber keinesfalls, sie nutzten ihre Möglichkeiten einfach nicht. Die Verletzungen von Ginczek und Mehmedi erschweren die Situation. Trainer Bruno Labbadia ließ am Dienstag deshalb vor allem eines trainieren - Torabschlüsse.

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Erst ein 2:1 gegen Schalke, dann ein 3:1 in Leverkusen – der VfL hatte beim Start in diese Fußball-Bundesliga-Saison viel Torgefahr auf dem Platz. Ein halbes Jahr später muss Wolfsburgs Trainer Bruno Labbadia, einst ein Top-Torjäger in der Liga, im Sturm improvisieren. Bei der intensiven Übungseinheit am Dienstagvormittag ließ Labbadia vor allem eines üben – Torabschlüsse.

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Ginczek und Mehmedi fallen aus

Denn beim Start ins neue Jahr gab’s in zwei Spielen erst ein Tor, dabei hatten die Wolfsburger beim 1:2 auf Schalke dicke Möglichkeiten – die wurden jedoch leichtfertig vergeben. Auch beim 0:3 gegen Bayer waren Chancen zur Führung da, aber sie blieben erneut ungenutzt. „Du brauchst halt Leute, die Tore schießen können“, sagt Labbadia. Aber: Torgefährliche Spieler wie Daniel Ginczek (Bänderverletzung im Fuß) und Admir Mehmedi (Adduktoren-Zerrung) fehlen zurzeit.

„Wir haben momentan nicht die Stürmer-Auswahl“, weiß der Coach. Ein Problem, das auch bei anderen Teams für Kopfzerbrechen sorgen würde, sagte Labbadia und kam auf den englischen Top-Klub Tottenham Hotspur zu sprechen: „Da sind derzeit Harry Kane und Delle Alli verletzt, dazu ist Heung-Min Son bei der Asien-Meisterschaft – und sofort fliegen sie aus zwei Pokal-Wettbewerben raus...“



Bilder zum Spiel: Die"Wölfe" gegen Bayer Leverkusen

Kai Havertz tritt den Foulelfmeter - und es steht 1:0 für Bayer Leverkusen.  Zur Galerie
Kai Havertz tritt den Foulelfmeter - und es steht 1:0 für Bayer Leverkusen.  ©

VfL muss kaltschnäuziger werden

Der VfL wiederum ist auch im neuen Jahr noch in zwei Wettbewerben unterwegs, mit der Partie am Samstag in Berlin (Liga) startet eine englische Woche, am Mittwoch steht das Pokal-Viertelfinale in Leipzig an, am übernächsten Samstag geht’s dann mit der Bundesliga-Partie in Freiburg weiter.

Damit diese Woche erfolgreich wird, muss der VfL vorn – trotz der personellen Probleme im Angriff – kaltschnäuziger und zielstrebiger werden.

Weghorst, Steffen, Brekalo und Klaus im Blickpunkt

An dieser Zielstrebigkeit lässt Labbadia immer wieder arbeiten, am Dienstag war es wieder einmal so weit. Da gab’s viele Umschalt-Situationen im Training, da gab’s viele Überzahl-Situationen, die erfolgreich zu Ende gebracht werden sollten.

Im Blickpunkt: Sturm-Riese Wout Weghorst (sechs Saisontreffer) sowie die offensiven Flügel Renato Steffen, Josip Brekalo und Felix Klaus, die nun in die Bresche springen müssen. Der Trainer: „Die Mannschaft hat in der ersten Halbzeit gegen Bayer unseren Plan top umgesetzt – das Einzige, was wir nicht hatten, war der Punch.“

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"Die Bereitschaft ist komplett da"

Gegen Leverkusen hatte Labbadia auf ein 4-4-2 mit Mittelfeld-Raute gesetzt, am Samstag in Berlin könnte es ein 4-3-3 mit schnellen Außen sein – Steffen auf der rechten Seite, Brekalo auf der linken. Beide suchten im Training entweder selbst den Abschluss oder aber suchten vorn Weghorst.

Der Coach lobte trotz der fehlenden Torgefährlichkeit das Engagement des Teams: „Die Bereitschaft ist komplett da. Das war in der Einheit zu sehen. Wir müssen wieder sauberer spielen und die richtigen Entscheidungen treffen.“