13. Oktober 2020 / 11:16 Uhr

Durch Sieg gegen Schenkenberg II: FSV Oschatz steht im Viertelfinale

Durch Sieg gegen Schenkenberg II: FSV Oschatz steht im Viertelfinale

Rainer Schwurack
Leipziger Volkszeitung
Peter Gärtner erzielt die ersten beiden Treffer für die Oschatzer in Schenkenberg.
Peter Gärtner erzielt die ersten beiden Treffer für die Oschatzer in Schenkenberg. © Marie Bertermann
Anzeige

Ein mühevoller 3:2-Erfolg bei der Reserve von Concordia Schenkenberg reicht zum Einzug in die nächste Runde des Kreispokals.

Schenkenberg/Oschatz. Innerhalb einer Woche musste der FSV Oschatz zum zweiten Mal nach Schenkenberg reisen und nun bei der Kreisklasse-Reserve der Concorden im Pokal-Achtelfinale bestehen. Es war Wiedergutmachung angesagt nach der 0:5-Schlappe beim Nordsachsenliga-Team der Schenkenberger, die den Döllnitzstädtern mit einem mühevollen 3:2 (1:0)-Pflichtsieg auch gelang.

Anzeige

Trainer Steffen Wiesner setzte einige Akteure aus der zweiten Garnitur des FSV ein, um diesen eine zusätzliche Chance zu geben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen. Leider gab es da keine großen Lichtblicke. Dennoch waren die Oschatzer von Beginn an spielbestimmend, Schenkenberg stand tief in der eigenen Abwehr und lauerte auf Konter. FSV-Torhüter Florian Däbritz musste zunächst aber kaum ernsthaft eingreifen. Trotzdem dauerte es bis zur 25. Minute, bis Goalgetter Peter Gärtner, der mit Jan Röhner die Sturmspitze bildete, zur Gäste-Führung einschob. Mit dem 0:1 ging es auch in die Pause.

Mehr zum Kreis Nordsachsen

Der Gastgeber gab sich im zweiten Abschnitt aber keineswegs geschlagen, ging mit einer härteren Gangart zu Werke. Nach einem Schenkenberg Handspiel in der 52. Minute konnte Peter Gärtner per Elfmeter auf 0:2 erhöhen.Wer jetzt auf Oschatzer Seite dachte, es kommt mehr Sicherheit ins Spiel, sah sich getäuscht. Unerklärliche Abspielfehler häuften sich, dennoch erhöhte Jan Röhner in der 65. Minute auf 0:3, vorausgegangen war ein energisches Dribbling in den gegnerischen Strafraum von Debütant Sulayman Bojang, der zudem präzise flankte.

Anzeige

„Viele positive Erkenntnisse“

Zwei Schnitzer in der Oschatzer Deckung brachten den Gastgeber wieder ins Spiel. In der 70. und 78. Minute konnte Marcus Linde auf 2:3 verkürzen. Schenkenberg wurde nun von den Zuschauern frenetisch angefeuert, so kam noch einmal richtige Pokalstimmung auf, zumal die Gäste ab der 82. Minute mit einem Mann weniger spielen mussten – Jan Röhner hatte sich bei einem Zweikampf schwer an der Schulter verletzt und das Wechselkontingent war schon ausgeschöpft.

Wegen zahlreicher Unterbrechungen kamen noch fünf Nachspielminuten hinzu, die der FSV mit etwas Glück überstand und nach vielen Jahren endlich wieder einmal das Viertelfinale im Kreispokal erreichte. Nun hoffen die Oschatzer auf ein Heimspiel gegen einen attraktiven Kontrahenten.

„Viele positive Erkenntnisse hat mir dieses Spiel nicht gebracht“, sagte Trainer Steffen Wiesner, „ich wollte einige Positionen testen und einigen Stammkräften vor den nächsten Punktspielen eine Ruhepause gönnen“. Zufrieden war der Coach keineswegs: „Leider hat sich unsere Verletztenliste noch erweitert. Und Spieler die sich eigentlich beweisen sollten, haben letztlich nicht überzeugt.“

FSV Oschatz: Däbritz; Reichert, Födisch, Bojang, Kretzschmar, Krause (70. Pöhlmann), Frenkel (70. Naumann), Toska, Denis Baranowski, Röhner, Gärtner (70.Mandel). Tore: 0:1, 0:2 Gärtner (25., 52./Handelfmeter), 0:3 Röhner (65.), 1:3, 2:3 Linde (70., 78.). SR: Patrick Thoß. Z: 50.