23. August 2020 / 16:32 Uhr

Durchatmen in Probstheida: Lok Leipzig feiert wichtigen 2:1-Heimerfolg

Durchatmen in Probstheida: Lok Leipzig feiert wichtigen 2:1-Heimerfolg

Anton Kämpf
Leipziger Volkszeitung
Leipzig, 23.08.2020, Bruno-Plache-Stadion, Fussball, Regionalliga NO , 
1. FC Lokomotive Leipzig vs. Berliner AK , 
Tor für Leipzig zum 1:1. Im Bild v.l.: Torschütze Djamal Ziane (13, Lok) holt den Ball aus dem Netz. TorwartPascal Kühn / Kuehn (1, Berlin) und Ugur Tezel (14, Berlin) am Boden. , 
Foto: PICTURE POINT / Roger Petzsche , 
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Lok Leipzigs Djamal Ziane war gegen den Berliner AK der Mann des Tages. Der Stürmer erzielte beide Treffer, folg jedoch auch wegen einer Disziplinlosigkeit zehn Minuten vor Spielschluss mit Gelb-Rot vom Feld. © Picture Point
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Die Elf von Almedin Civa hat durch den 2:1-Erfolg gegen den Berliner AK einen kompletten Fehlstart verhindert. Djamal Ziane erzielte beide Leipziger Treffer, flog jedoch auch wegen einer Undiszipliniertheit mit Gelb-Rot vom Platz. 

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Leipzig. Doppel hält besser, weiß Djamal Ziane und knipst mit zwei Buden den 1. FC Lok Leipzig nach zwischenzeitlichen Rückstand nach Eigentor von Keeper Jannes Tasche zum 2:1-Sieg gegen den Berliner AK. Ein etwas anderer Doppelpack gelingt dem Leipziger Stürmer, dessen Einsatz unter der Woche noch auf der Kippe stand, außerdem bei den gelben Kartons. In der 80. Minute muss er nach Gelb-Rot vom Platz und muss während der zweiten Welle der Berliner draußen zittern. Ein Tor gelingt den Gästen aus Berlin nicht mehr und so verhindern vor 1000 Fans im Bruno-Plache-Stadion die Probstheidaer einen Fehlstart und können vor dem Topspiel gegen Carl Zeiss Jena nächste Woche etwas durchatmen.

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DURCHKLICKEN: Die Bilder zum 2:1 von Lok Leipzig gegen den BAK

Der 1. FC Lok Leipzig ist zurück in der Erfolgsspur: Gegen den Berliner AK feierte die Civa-Elf einen verdienten 2:1-Heimsieg. Zur Galerie
Der 1. FC Lok Leipzig ist zurück in der Erfolgsspur: Gegen den Berliner AK feierte die Civa-Elf einen verdienten 2:1-Heimsieg. ©

Klar ist: Fußball braucht Zuschauer. Das Nicht-Geisterspiel mit Hygiene-Konzept ist ein Segen, Fangesänge ohne Knopfdruck unnachahmlich. Für Trainer Almedin Civa, der im Vergleich zur Hertha-Niederlage mit Ziane statt Tom Nattermann in der Spitze nur einmal umstellt, und die in der ersten Elf startenden Verteidiger Mike Eglseder und Damir Mehmedovic sowie Mittelfeldtechniker Farid Abderrahmane ist es zudem die Premiere an der Connewitzer Straße.

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Die Zeichen stehen gut für die Gastgeber aus der Messestadt, denn neben den anfeuernden Heimfans spielt Lok nach 30 Minuten in Überzahl. BAK-Kapitän Shawn Ned Ali Kauter sieht seine zweite gelbe Karte und muss vom Platz. Einen Leistungsabfall bei den nunmehr zehn Berlinern ist jedoch nicht zu erkennen, im Gegenteil: die Hauptstädter werden bissiger und griffiger. Doch die BAK-Führung in der 40. Minute ist ein Geschenk der Sachsen. Eine freche Flanke vom Lümmel Lukas Lämmel tropft vom Pfosten auf Torwart Tasche, der 21-jährige scheint überrascht und lässt den Ball unglücklich in den eigenen Kasten fallen.

In der zweiten Hälfte kommt es schließlich zur großen Ziane-Show. In der 56. Minute bedient Sascha Pfeffer per gefühlvollen Chip den Deutsch-Algerier - dessen wuchtiger Kopfball schlägt unhaltbar im Gästetor ein. Nur acht Minuten später setzt sich der dienstälteste Lok-Profi im Sprintduell durch und schiebt alleine vorm Berliner Schlussmann Pascal Kühn zum Endstand ein.