15. Oktober 2020 / 23:52 Uhr

Düren hadert nach Pokal-Aus gegen Bayern mit verpasstem Tor: "Trotzdem ein super Ergebnis für uns"

Düren hadert nach Pokal-Aus gegen Bayern mit verpasstem Tor: "Trotzdem ein super Ergebnis für uns"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Der 1. FC Düren hat sich in München wacker geschlagen.
Der 1. FC Düren hat sich in München wacker geschlagen. © imago images/Passion2Press
Anzeige

Mit einer 0:3-Niederlage bei Triple-Sieger FC Bayern hat sich Fünftligist 1. FC Düren in der ersten Pokal-Runde gut geschlagen. Während es von den Gastgebern großes Lob gab, haderten Spieler und Trainer der Dürener damit, dass ein Tor verpasst wurde. Zufrieden war man trotzdem.

Anzeige

Ziel erreicht! "Wir wollen auf jeden Fall besser abschneiden als Schalke 04 oder der FC Barcelona" – mit dieser Devise war der 1. FC Düren in die Pokal-Partie gegen den FC Bayern gegangen. Und das 0:3 (0:2) in der Allianz-Arena war in der Tat eine weniger schmerzvolle Niederlage als das 2:8 des FC Barcelona in München in der vergangenen Saison oder das 0:8 des FC Schalke am 1. Spieltag dieser Bundesliga-Saison. Mehr noch: In der ersten Halbzeit spielte der Fünftligist zeitweise gar auf Augenhöhe mit dem – ehrlicherweise ersatzgeschwächten – Triple-Sieger. Nach der Partie reagierten die Spieler und Verantwortlichen des Mittelrhein-Ligisten daher auch zwischen Zufriedenheit und Enttäuschung.

Müller: "Mit einem Fünftligisten hatte das nichts zu tun"

"Ich bin super zufrieden mit der Mannschaft. Stolz, dass wir hier waren", sagte Kapitän Philipp Simon etwa bei Sky. Seine Mannschaft müsse sich zwar ärgern, aus den eigenen Chancen nicht wenigstens ein Tor gemacht zu haben. Aber: "3:0 ist, glaube ich, trotzdem ein super Ergebnis für uns." Dass der erst 2017 gegründete Verein eine beachtliche Leistung hingelegt hat, wurde auch durch die Reaktionen der Münchener deutlich: "Wie schon angesprochen, wir waren auch ein bisschen überrascht. Sie haben tatsächlich auch unsere Spielweise ein bisschen kopiert", sagte Bayern-Star Thomas Müller. "Mit einem Fünftligisten hatte das von der 1. bis zur 90. Minute nichts zu tun."

Mehr vom SPORTBUZZER

Auch Bayern-Trainer Hansi Flick zollte den Dürenern Respekt: "Sie haben das sehr gut gemacht. Gleich mit der ersten Aktion haben sie gezeigt, was sie wollen." In der Tat gehörte die erste Chance im Spiel nämlich den Gästen: Stürmer Marc Brasnic kam nach nicht mal einer Minute frei vor dem Tor zum Kopfball, setzte diesen aber zu zentral auf FCB-Keeper Alexander Nübel. Und auch wenn es mit dem Tor am Ende nicht klappte – zufrieden waren die Dürener doch mit ihrem Auftritt und können sich nun wieder ihrem eigentlichen Saison-Ziel widmen: Dem Aufstieg in die Regionalliga. "Ich glaube wir sind alle froh, dass es erstmal vorbei ist. Das ist ja kein Alltag für uns, der ganze Medienrummel", konstatierte Trainer Giuseppe Brunetto.