28. Februar 2019 / 07:22 Uhr

"Dürfen nicht verlieren": Hoffnung? Gegen VfB Stuttgart trifft sogar Bobby Wood

"Dürfen nicht verlieren": Hoffnung? Gegen VfB Stuttgart trifft sogar Bobby Wood

Tobias Manzke
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Bilder aus dem Hinspiel: Als Hannover 96 den VfB Stuttgart empfing, knipste US-Stürmer Bobby Wood zwei Mal. 
Bilder aus dem Hinspiel: Als Hannover 96 den VfB Stuttgart empfing, knipste US-Stürmer Bobby Wood zwei Mal.  © Getty Images/Lobback
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Dieses Spiel entscheidet über das Schicksal von Hannover 96: Wenn die Roten am Sonntag gegen den VfB Stuttgart antreten, muss ein Sieg her. Das Hinspiel zeigte, dass der Gegner schlagbar ist - selbst Bobby Wood traf. 

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Es ist nicht das entscheidende Spiel für den Rest der Saison, aber schon ein eminent wichtiges für den weiteren Verlauf: Verliert Hannover 96 am Sonntag in Stuttgart, ist der VfB schon fünf Punkte weg.

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"Wir sollten und dürfen nicht verlieren"

„Es ist eine Drucksituation für beide Mannschaften. Wir sollten und dürfen nicht verlieren“, warnt Manager Horst Heldt vor der Partie. Sonst wird es langsam finster für 96 im Tabellenkeller. Das sieht auch der Trainer so. „Wenn man sich die Tabellensituation anguckt, kann sich jeder seinen Reim machen“, meint Thomas Doll. Dort liegt der VfB mit aktuell 16 Punkten auf Platz 16, 96 mit zwei Punkten weniger auf Platz 17.

Statistik spricht für Niedersachsen

Was vor dem wichtigen Kellerhit Mut macht: Der VfB liegt 96. Zumindest in der jüngsten Vergangenheit. In den vergangenen sechs Duellen mit den Stuttgartern gab es vier Siege und zwei Unentschieden. Darunter unter anderem die beiden Siege in der 2. Liga, die am Ende extrem wichtig für die Rückkehr in die Bundesliga waren. 2:1 siegte 96 damals beim VfB und gewann das Heimspiel in der Rückrunde 1:0.

Head to Head: Der Einzelvergleich zwischen VfB Stuttgart und Hannover 96

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Spielervergleich. ©

Selbst Wood trifft gegen die Schwaben

In der Hinrunde gewann Hannover 3:1 in der HDI-Arena – es war der erste Sieg der Saison. Doppeltorschütze war damals Bobby Wood. Schaut man sich die letzten Wochen des 96-Stürmers an, kann man kaum glauben, dass dem US-Boy ein solches Kunststück am Sonntag noch mal gelingt ...

Immerhin: Auswärts gab es in den letzten drei Partien in Stuttgart sieben von neun möglichen Punkten. Eine starke Bilanz. Und diesmal ...? Bloß keine Niederlage! „Bei einem Sieg oder einem Unentschieden bleiben wir im Spiel“, sagt Heldt. Was der Manager damit meint: Bei einer Niederlage und dann fünf Punkten Rückstand wird die Aufholjagd ein gewaltiger Kraftakt.

Not gegen Elend

Die Vorzeichen deuten für den Sonntagnachmittag nicht auf ein Feuerwerk der Fußballkunst hin. 96 hat in dieser Saison schon 50 Gegentore kassiert, der VfB ist noch schlechter und hat sich sogar noch eines mehr gefangen. Beide Offensivreihen haben bei ihren Auftritten nicht für Angst und Schrecken in der Liga gesorgt. 20 Saisontore stehen bei Hannover zu Buche, beim dem VfB sind es 19 Treffer. Not gegen Elend also.

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Genki Haraguchi springt akrobatisch in die Luft. Zur Galerie
Genki Haraguchi springt akrobatisch in die Luft. ©

"Wer absteigt, wird im Kopf entschieden"

Am Ende wird sich der durchsetzen, der im Kopf klarer ist. Das glaubt der 96-Manager. „Diese Partie wird nur im Kopf entschieden, wer absteigt, wird im Kopf entschieden. Am Ende wird die Psyche den Ausschlag geben“, so Heldt.

Stuttgarts Selbstvertrauen wächst

Und da wirkt 96 zurzeit weniger gefestigt als der kommende Gegner. Gegen Frankfurt gingen nach dem ersten Gegentor die Köpfe runter, der Glaube an eine Wende war nicht vorhanden oder spürbar. „So sah das aus in der zweiten Halbzeit“, musste auch Doll nach dem Auftritt seiner Profis zugeben. Stuttgart holte zuletzt ein 1:1 in Bremen und zeigte einen ordentlichen Auftritt. „Wenn wir so weiterarbeiten wie zuletzt, dann werden wir das Glück zurückholen“, sagt VfB-Trainer Markus Weinzierl.

Doll fordert ein anderes Gesicht

Doll muss seine Profis in der Woche nach dem zweiten 0:3 in Folge (Hoffenheim und Frankfurt) aufrichten. Keine einfache Aufgabe für den Trainer, da immer die passenden Worte an die Spieler zu finden. „Wir müssen jetzt Ideen entwickeln, wie wir uns wieder aufraffen“, erklärt Heldt. Dazu zählt vor allem ein anderes Auftreten. „Wir müssen in Stuttgart wieder ein anderes Gesicht zeigen, damit wir auch mal wieder die Chance haben, ein Fußballspiel zu gewinnen“, so Doll.