24. März 2020 / 14:11 Uhr

Duschen nach dem Sport – komplizierter als man denkt

Duschen nach dem Sport – komplizierter als man denkt

Nico-Lars Freudenberg
SPORTBUZZER-Nutzer
Mann duscht nach dem Sport USER-BEITRAG
Mann duscht nach dem Sport © Olichel / pixabay (https://pixabay.com/users/Olichel-529835/)
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Direkt nach dem Sport duschen oder besser etwas warten? Kalt, warm oder wechselwarm? Mit Seife, Duschgel oder ohne?

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Es ist eine der beliebtesten Freizeitbetätigungen der Welt: Sport. Sinnvoller Zeitvertreib, der Körper wird aktiver, die Muskeln gestärkt und der Geist beschäftigt. Aber genau so wichtig, wie der Sport für den Körper ist, ist die Hygiene danach.

Viele machen es sich dabei sehr einfach und schleppen Ihren erschöpften Körper sofort unter die Dusche, allerdings gibt es eine Menge an Dingen, die man dabei falsch machen kann. Einige von ihnen können sogar für selbsternannte Fitnessjunkies noch immer für Überraschung sorgen.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um nach dem Sport zu duschen?

Ein Fehler, den selbst die erfahrensten Sportler machen, ist es direkt vom Laufband unter die Dusche zu hüpfen. Der Körper hat dabei allerdings keine Zeit, um herunterzukommen. Dadurch kann der Kreislauf sich nicht normalisieren, und die Schweißproduktion kann nicht gesenkt werden. Das kann darin resultieren, dass man selbst Minuten nach dem Duschgang noch nachschwitzt.
Also besser in Zukunft ein geordnetes Cool-Down-Programm befolgen. Ein paar Dehnübungen, nach dem Lauf eine kurze Strecke gehen oder auch eine einfache Interaktion mit anderen, die ihr Training gerade beendet haben reicht schon aus und man kann sich ins erfrischende Nass stürzen.


Kann man zu viel und zu oft Shampoo benutzen?

Es ist festgefahrene Routine, wie das Amen in der Kirche. Man geht unter die Dusche, benetzt den Körper mit Wasser und schmiert sich von oben bis unten mit Pflegeprodukten wie Shampoo, Seife oder Duschgel ein. Dies ist allerdings insbesondere bei Menschen, die täglich Sport treiben und danach duschen problematisch. Zwar ist es wichtig, sich den Schweiß vom Körper zu waschen, da an ihm besonders viel Schmutz hängen bleibt, aber zu viel Cremes zerstören die Haut und trocknen Haare aus.

Hilfreich kann es daher sein, sich gründlich nur mit Wasser abzuduschen oder ein Duschgel mit dem gleichen pH-Wert der Haut zu benutzen und sich danach komplett abzutrocknen. Übrigens: genauso wichtig wie die richtige Reinigung der Haut, ist die richtige Reinigung der Dusche und des Bades!

Warmduscher oder Ice-Ice-Baby?

Mal ist es zu warm, dann wieder einen Tick zu kalt. Manche verbringen Minuten damit die Dusche auf die exakt richtige Temperatur einzustellen. Aber was ist eigentlich die exakt richtige Temperatur? Für das Duschen nach dem Sport gilt: Die goldene Mitte finden! Während zu heißes Wasser – genau wie Duschgels und Lotionen – die Fettschicht der Haut angreift und austrocknet, kann kaltes Wasser zwar zum Trainingserfolg beitragen, da es die Gefäße und Venen schließt und trainiert. Allerdings regt es auch den Körper dazu an, die niedrige Temperatur ausgleichen zu wollen, was zum Nachschwitzen führt.

Fazit

Das richtige Duschen nach dem Sport gelingt, wenn man sich an folgende Grundsätze hält:

1. Nach dem Sport zunächst den Körper herunterfahren lassen. Ein leichtes Cool-Down-Programm ist dafür mehr als ausreichend.
2. Der häufigen Versuchung des Shampoos widerstehen. Stattdessen Wasser oder pH-neutrales Duschgel benutzen und gründlich abtrocknen.
3. Weder Warmduscher noch Eiskönigin sein. Dusche lauwarm einstellen und dem Körper die Entspannung gönnen.

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