21. November 2020 / 07:01 Uhr

Dynamo-Coach Kauczinski warnt vor Hansas Kompaktheit

Dynamo-Coach Kauczinski warnt vor Hansas Kompaktheit

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Coach Markus Kauczinski warnt vor einer kompakten und taktisch gut eingestellten Rostocker Mannschaft
Dynamo-Coach Markus Kauczinski warnt vor einer kompakten und taktisch gut eingestellten Rostocker Mannschaft © Picture Point
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Die Dynamo Dresden erwartet am Samstag beim Ostklassiker in Rostock ein Geduldsspiel. Personell kann der Übungsleiter der Schwarz-Gelben dabei nicht auf seinen gesamten Kader zurückgreifen: Marvin Stefaniak und Kapitän Sebastian Mai drohen auszufallen. 

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Dresden. Dass man beim Spiel Hansa Rostock gegen Dynamo Dresden oft von einem Derby spricht, das wunderte Markus Kauczinski am Anfang schon etwas, weil beide Städte rund 400 Kilometer auseinander liegen. Der Zugereiste fragte deshalb nach und ist jetzt schlauer: „Ich habe mir das erklären lassen und verstehe das jetzt auch, dass das so ein Ostklassiker ist. Dementsprechend freuen wir uns drauf und wissen auch um die Bedeutung, die das für die Leute hier hat.“

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Der gebürtige Gelsenkirchener möchte aber nicht nur um des Prestiges willen die heutige Neuauflage des alten DDR-Oberliga-Duells (Anstoß 14 Uhr/NDR live) bei den Hanseaten unbedingt gewinnen. Dem lange in Karlsruhe, später beim FC Ingolstadt und beim FC St. Pauli tätigen Coach ist klar, dass seine Dynamos die momentan noch punktgleichen Rostocker in der Tabelle nicht davonziehen lassen dürfen. Sie sind für ihn ein ernstzunehmender Konkurrent im Kampf um die Rückkehr in die 2. Bundesliga: „Ich weiß, dass Rostock das Zeug für den Aufstieg hat.“

Hansa ist eine taktisch reife und geduldig spielende Mannschaft

Für den Dresdner Trainer sind die Mecklenburger eine Mannschaft mit einem sehr ausbalanciertem, taktisch-reifem Kader, bei dessen Spielweise die Handschrift seines geschätzten Kollegen Jens Härtel durchaus zu erkennen sei: „Sie sind sehr kompakt, sehr konstant.“ Der Ex-Bundesligist von der Warnow agiere auf dem Platz sehr geduldig, kompakt über die gesamte Spielzeit hinweg, sei eine Truppe, die auf ihre Chance wartet. „Das macht sie so schwierig zu bespielen“, glaubt Kauczinski.

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Wie er die meist mit einer Dreier-Abwehrkette spielenden Nordlichter bekämpfen, mit welchem System er deren Spiel durchkreuzen will, das verriet der Dresdner Coach vor der Abreise an die Ostsee natürlich nicht. Zwar funktionierte sein 3-5-2 beim 2:1-Heimsieg gegen 1860 München sehr gut, doch noch gibt es Fragezeichen hinter Spielern, die darin zuletzt wichtige Säulen bildeten. So ist der Einsatz von Spielmacher Marvin Stefaniak (Muskelverhärtung im Oberschenkel) und auch der von Kapitän Sebastian Mai (Erkältung) nicht sicher.

Ehlers könnt in die Startelf rücken

Sollte Mai nicht fit genug sein, dann könnte Kevin Ehlers ihn im Abwehrverbund ersetzen. Der U20-Nationalspieler, der in dieser Woche die Fritz-Walter-Medaille vom Deutschen Fußball-Bund überreicht bekam, wäre in der Innenverteidigung eine echte Alternative für den Spielführer. Dort fühlt er sich zu Hause, dort ist nicht so sehr Schnelligkeit gefragt wie auf der Position des Rechtsverteidigers, die er wegen der Ausfälle von Robin Becker und Max Kulke auch schon besetzen musste. Der 19-Jährige ist auf jeden Fall doppelt motiviert, in Rostock ein gutes Spiel zu machen, denn Vater Uwe ist Co-Trainer unter Jens Härtel und hat Dynamo allein seines Sohnes wegen oft beobachtet. Seine Schwächen möchte Kevin, der laut transfermarkt.de derzeit mit 1,5 Millionen Euro Marktwert der teuerste Dynamo-Spieler ist, da heute keinesfalls zeigen, seine Qualitäten indes sehr wohl.