30. Juli 2020 / 15:42 Uhr

Eigener Nachwuchs voran: Dynamo Dresden befördert Maximilian Großer zum Profi

Eigener Nachwuchs voran: Dynamo Dresden befördert Maximilian Großer zum Profi

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
<b>Maximilian Großer:</b> kommt aus der eigenen Jugend (Vertrag bis 30.06.2021)
Gehört von nun an zum Profikader der SG Dynamo Dresden: Maximilian Große. © Steffen Manig
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Ein weiteres Talent aus der Dresdner Kaderschmiede hat einen Vertrag beim Drittligisten unterschrieben. Dabei hat der 19-Jährige sogar schon ein bisschen Zweitliga-Erfahrung.

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Dresden. Sportlich ist am letzten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga alles längst entschieden. Dynamo Dresden steht als Absteiger fest und fängt sich nach einer guten Leistung in der Schlussviertelstunde vom VfL Osnabrück zwei Gegentore ein. Und doch gibt es noch einen großen Moment für einen jungen Sportler: Die Nachspielzeit läuft schon, als Maximilian Großer den Rasen betritt. Beim Spielstand von 2:2 eingewechselt für den Schweden Linus Wahlqvist, kommt das Dresdner Eigengewächs noch zu seinem Debüt in Dynamos Profimannschaft.

Wegen des Zuschauerausschlusses aufgrund der Corona-Pandemie können Familie und Freunde des Talents nicht live im Rudolf-Harbig-Stadion dabei sein bei dem einminütigen Kurzauftritt, der der Lohn für starke Trainingsleistungen ist, aber auch schon ein Fingerzeig von Trainer Markus Kauczinski im Hinblick auf die bevorstehende Drittligasaison: Großer ist einer, mit dem die Schwarz-Gelben weiter planen.

„Ich bin sehr stolz über die Möglichkeit“

Das bestätigte sich am Donnerstag, als der Verein genau eine Woche nach Großers 19. Geburtstag bekanntgab, dass der Youngster seinen ersten Profivertrag unterschrieben hat. Der Kontrakt gilt ein Jahr bis zum 30. Juni 2021. Maximilian Großer übernimmt das Trikot mit der Rückennummer 17 von René Klingenburg, dessen Vertrag auslief.

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Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader von Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Zugänge zur Saison 2020/21 stehen bereits fest. ©

„Ich bin sehr stolz über die Möglichkeit, mich bei Dynamo weiter entwickeln zu dürfen, möchte in jedem Training und Spiel dazulernen und werde mich voll reinhängen, um mich zu stets verbessern“, sagte Maximilian Großer, dessen Vergangenheit im Dresdner Dress lang ist. Als Sechsjähriger hatte er sich 2007 den Dynamos angeschlossen und seitdem alle Jugendmannschaften der Sportgemeinschaft durchlaufen. In der B-Jugend, die in der U17-Bundesliga Nord/Nordost spielt, war er 2017/18 eine feste Größe auf der Sechser-Position, absolvierte alle Punktspiele und traf dreimal.

Der vierte im Bunde

In seinem ersten A-Jugend-Jahr gelangen ihm 2018/19 zwei Tore in der U19-Bundesliga, jedoch musste er im Februar und März 2019 wegen eines Zehenbruchs sechs Partien aussetzen. Dennoch machte er mit seinen Leistungen Dynamos damaligen Cheftrainer Cristian Fiel auf sich aufmerksam, der den damals erst 17-Jährigen im Juli 2019 kurzerhand ins Trainingslager der Profis ins österreichische Längenfeld nachholen ließ.

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Auch in der abgelaufenen Spielzeit gehörte Großer zum Stammpersonal in Dynamos U19-Mannschaft, wo er vor allem im defensiven Mittelfeld und als Innenverteidiger von den 22 möglichen Pflichtspielen 21 über die volle Distanz absolvierte und dreimal traf. Ein weiteres Tor gelang ihm im DFB-Pokal der Junioren. „Maximilian Großer gehörte in der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern in Dynamos U19 und trainierte teilweise bereits bei den Profis mit. Wir wollen den guten fußballerischen Ausbildungsprozess bei Max auch im nächsten Jahr gemeinsam fortführen“, erklärte Sport-Geschäftsführer Ralf Becker.

Damit ist er nach den beiden Stürmern Ransford-Yeboah Königsdörffer und Simon Gollnack, die bereits im Februar ihre Profiverträge unterschrieben, und Nachwuchstorwart Stefan Kiefer, dessen Beförderung Dynamo vor drei Wochen bekanntgab, der vierte Spieler aus der eigenen U19, der in diesem Jahr den Sprung zu den Dresdner Profis schaffte. Vielleicht kann er sich dort sogar in der Stammelf durchsetzen. Der nur ein halbes Jahr ältere Kevin Ehlers hat es zuletzt vorgemacht.