09. August 2019 / 16:05 Uhr

Dynamo Dresden bleibt seiner Spielidee auch im DFB-Pokal treu

Dynamo Dresden bleibt seiner Spielidee auch im DFB-Pokal treu

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Cristian Fiel hofft, dass seine technisch-versierte Mannschaft den Dassendorfer Abwehrriegel mit spielerischen Mitteln knackt.
Trainer Cristian Fiel hofft, dass seine technisch-versierte Mannschaft den Dassendorfer Abwehrriegel mit spielerischen Mitteln knackt. © Jochen Leimert
Anzeige

Trainer Cristian Fiel möchte die TuS Dassendorf in Zwickau mit schnellem Kurzpassspiel aus dem Wettbewerb werfen.

Anzeige
Anzeige

Dresden. Wenn Dynamo Dresden am Sonnabend (15.30 Uhr) im DFB-Pokal auf die TuS Dassendorf trifft, dann steht für die Mannschaft und Trainer Cristian Fiel viel auf dem Spiel. Ein erneutes Erstrunden-Aus nach der Vorjahrespleite gegen Rödinghausen (2:3 n. Verl.) wäre nicht nur wirtschaftlich ein schwerer Schlag, es würde den Druck auf die in der Liga nach zwei Spielen punktlose Truppe immens erhöhen.

Dynamo Dresdens Coach Fiel vor dem Pokalspiel gegen Dassendorf

Fiel ist zwar noch nicht lange Trainer, aber schon lange genug im Fußballgeschäft dabei, um zu wissen, dass die Mannschaft und er jetzt liefern müssen: „Es geht darum, die zweite Runde zu erreichen. Das ist unser Fokus, unser Hauptaugenmerk.“ An die Liga will er momentan nicht denken: „Jetzt zählt nur Dassendorf!“ Dass der Hamburger Landespokalsieger als krasser Außenseiter, aber nicht chancenlos in das Kräftemessen in Zwickau geht, das muss Fiel keinem seiner Spieler mehr ins Gedächtnis rufen. Überraschungen seien im Pokal immer möglich: „Deswegen ist der Pokal ein besonderer Wettbewerb. Wir wissen, was auf uns zukommt.“

Fiel bleibt seiner Linie treu

Die Mannschaft des Gastgebers, der wegen seines kleinen Stadions einer Verlegung nach Zwickau zustimmte, suche in ihrer Liga den Weg nach vorn und verfüge über gute Einzelspieler, erklärte Fiel. Selbst ein in die Jahre gekommener Profi wie Marcel von Walsleben-Schied (früher u.a. Hansa Rostock, Holstein Kiel) sei auch mit 36 noch zu beachten: „Der hat ein Fußballerherz. Der weiß auch, dass das ein Pokalspiel gegen einen höherklassigen Gegner und somit etwas Besonderes ist. Deshalb kann er sehr gefährlich sein – wie alle Anderen auch.“

DURCHKLICKEN: Das sind Dynamos Zu- und Abgänge

Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. Zur Galerie
Der Kader der SG Dynamo Dresden bleibt (natürlich) nicht unverändert. Folgende Neuverpflichtungen zur Saison 2019/20 stehen bereits fest. ©

Dynamos Spiel bis ins Detail auf die Blau-Weißen abzustimmen oder gar anders aufzuziehen als zuletzt, das kommt für Fiel aber nicht in Frage. Der Spanier versicherte, seiner Linie treu zu bleiben: „Mir gibt die Mannschaft das Gefühl, dass sie genau diese Art Fußball zu spielen will, dass ich die Spieler dafür habe. Von mir gibt es überhaupt keine Zweifel, was nicht bedeutet, dass wir jetzt anfangen sollten, weiterzukommen und Spiele zu gewinnen.“

„Wir haben Qualität mit Ball"

Ob er in Zwickau rotieren und Spieler, die zuletzt wenig oder gar nicht zum Einsatz kamen, auflaufen lässt, das verriet „Fielo“ nicht: „Ich werde versuchen, die 20 richtigen für das Pokalspiel zu finden“, sagte er nur. Lediglich auf der Torwartposition legte sich der Trainer fest: Der bislang noch nicht durchweg überzeugende Neuzugang Kevin Broll bleibe seine Nummer eins, werde eine weitere Bewährungschance erhalten. Allerdings soll diesmal nicht Tim Boss wie in den ersten beiden Punktspielen, sondern Patrick Wiegers als Ersatztorwart auf der Bank sitzen. Somit hält Fiel sein Versprechen, keinen der drei Torhüter länger auf der Tribüne schmoren zu lassen.

Mehr zur SG Dynamo Dresden

Gegen ein frühes Führungstor hätte der Coach nichts einzuwenden, aber an eine rasche Entscheidung glaubt er nicht. Auch Mittelfeldspieler Sascha Horvath vermutet, dass die TuS-Kicker Dynamo erst einmal kommen lassen werden: „Wir wissen, dass es richtig schwer wird, sie sich wahrscheinlich hinten reinstellen, aber ich glaube, wir haben so viel Qualität mit Ball, dass wir da hinten mal eine Lücke finden werden.“

Die aktuellen TOP-THEMEN
Sport aus Dresden
Sport aus aller Welt