11. Mai 2019 / 08:19 Uhr

Dynamo Dresden: Coach Cristian Fiel lässt nicht locker

Dynamo Dresden: Coach Cristian Fiel lässt nicht locker

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Cheftrainer Cristian Fiel gibt Anweisungen auf dem Trainingsplatz.
Cristian Fiel fordert vollen Einsatz. © Steffen Manig
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Der Trainer der SG Dynamo Dresden wünscht sich auch beim letzten Auswärtsspiel der Saison in Kiel Spieler, die das Beste aus sich herausholen.

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Dresden. Seine Mannschaft hat den Klassenerhalt am vergangenen Spieltag mit einem 2:1-Sieg gegen den FC St. Pauli geschafft, aber bei Dynamo-Trainer Cristian Fiel ist die Luft längst noch nicht raus. Der 39-Jährige gab sich vor dem letzten Auswärtsspiel am Sonntag (15.30 Uhr) in Kiel gewohnt kämpferisch. Der Spanier will bis zuletzt das Maximum aus seiner Mannschaft herausholen. „Wenn der Schiedsrichter anpfeift, dann will ich dieses Spiel gewinnen“, so Fiel.

Chance für Bankdrücker

Locker auslaufen – das ist seine Sache nicht. Sollten seine Spieler die Aufgabe bei den Kielern auf die leichte Schulter nehmen, dann bekämen sie Probleme mit ihm, so der Coach: „Das würde ich ihnen schon übel nehmen.“ Für ihn zählt bis zum letzten Spieltag Professionalität und die Liebe zum Fußball: „Diese Einstellung, hey, wir sind gerettet, wir spielen einfach mal – damit kann ich nichts anfangen.“ Noch gebe es Prämien für jeden Spieler zu gewinnen und mit jedem besseren Tabellenplatz auch mehr TV-Geld für den Verein. Dass man sich von den Fans anständig verabschieden muss, sei für ihn gleichermaßen selbstverständlich.

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Dynamo Dresden - Holstein Kiel 0:2 ©
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Weil er im Holstein-Stadion nicht die gleiche Startelf wie gegen die Hamburger Kiezkicker aufbieten kann, bietet sich für den einen oder anderen Bankdrücker mit ungeklärter Zukunft die Chance, sich noch einmal bei Dynamo oder eben bei potenziellen Interessenten aus der Ferne zu empfehlen. Besonders im Angriff muss Fiel umbauen, denn mit Moussa Koné (5. Gelbe) und Erich Berko (Außenbandanriss im Sprunggelenk) fallen zwei Stürmer aus. Auch auf der Sechs ist ein Wechsel fällig, da Dzenis Burnic wie Koné wegen der fünften Gelben zuschauen muss.

Theoretisch könnte dort Marco Hartmann mal wieder spielen, dessen Lieblingsposition vor der Abwehr angesiedelt ist. Der Eichsfelder ist auch wieder voll im Training, doch Fiel will lieber nichts riskieren, den Kapitän schonen: „Was ich mir vorgenommen habe, ist, ihn nicht zu früh einzusetzen, damit er nicht wieder ausfällt.“ So wird wohl Jannis Nikolaou wieder auf der Sechs spielen, vielleicht sogar mal mit Unterstützung durch Justin Löwe oder durch Rico Benatelli, der in Kiel sicher von seinem künftigen Arbeitgeber aus St. Pauli beobachtet wird und sich im Norden gut präsentieren will.

Mehr zum Spiel

Liverpool nacheifern

Lauf- und einsatzstarke Spieler braucht es bei den „Störchen“ allemal, denn der Tabellensiebente verfügt über eine starke Offensive. 57 Tore haben die Nordlichter geschossen, nur Köln und Paderborn haben öfter getroffen. Um nicht wie im Hinspiel zu verlieren – in Dresden gab es ein 0:2 aus Dynamo-Sicht –, „musst du gut gegen den Ball arbeiten, sonst kann dir schnell schwindlig werden“, ist Fiel überzeugt.

Er hofft, dass seine Jungs auch bei einem Rückstand an sich glauben, ein wenig den „Mentalitätsmonstern“ aus Liverpool nacheifern. Die EC-Spiele in dieser Woche hätten gezeigt: „Wer in diesem Sport aufgibt, der ist einfach gestört. Wer im Fußball aufgibt, macht einen Riesenfehler.“

Dass die eine Chance immer noch kommen kann, das hat zuletzt auch SGD-Ersatztorwart Patrick Wiegers erfahren. Der Bayer sitzt mit im Bus nach Kiel – gemeinsam mit Tim Boss. Markus Schubert darf indes zu Hause bleiben: „Ich glaube, er ist ganz erleichtert“, sagte Fiel.

Es pfeift Michael Bacher (28/Amerang).

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