12. Februar 2020 / 14:16 Uhr

Kauczinski vor St. Pauli-Rückkehr: „Habe meinen Frieden gemacht“

Kauczinski vor St. Pauli-Rückkehr: „Habe meinen Frieden gemacht“

dpa
29.01.2020, Sachsen, Dresden: Fußball: 2. Bundesliga, SG Dynamo Dresden - Karlsruher SC, 19. Spieltag, im Rudolf-Harbig-Stadion. Dynamos Trainer Markus Kauczinski vor Beginn des Spiels im Stadion. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gemäß den Vorgaben der DFL Deutsche Fußball Liga bzw. des DFB Deutscher Fußball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder videoähnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Der ehemalige St. Pauli-Coach und gegenwärtige Trainer der SG Dynamo Dresden muss mit seiner Mannschaft gegen die Hanseaten punkten. © dpa
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Nach dem Karlsruher SC steht für Markus Kauczinski das nächste Wiedersehen an. Doch der Trainer von Dynamo Dresden lässt vor dem Spiel beim FC St. Pauli keine Emotionen zu.

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Dresden (dpa) - 488 Tage lang war Markus Kauczinski Trainer des FC St. Pauli. Als er im April 2019 beurlaubt wurde, lag der Kiezclub auf Platz sechs - und dennoch hatten sich Fans und Vereinsführung gegen den heutigen Trainer von Dynamo Dresden gewandt. So verwundert es wenig, dass sich Kauczinski vor der Rückkehr und dem Spiel am Freitag (18.30 Uhr/Sky) relativ emotionslos zeigt. „Es ist nicht lange her, da haben wir über meine Rückkehr nach Karlsruhe geredet. Die Antwort fällt nicht anders aus: Ich bin hier Trainer mit Leib und Seele. Das macht mir Spaß und ich bin nur in der Vorbereitung auf das Spiel“, sagte Kauczinski vor dem Keller-Duell der 2. Fußball-Bundesliga.

Eine Serie von vier sieglosen Spielen hatte den 49-Jährigen in Hamburg den Job gekostet. Vier Punkte hatte er zu diesem Zeitpunkt Rückstand auf den Relegationsplatz. Den Aufstieg hatte man Kauczinski jedoch nicht mehr zugetraut, obwohl er vom Punkteschnitt einer der erfolgreichsten FCSP-Trainer der vergangenen Jahre war. „Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit. Doch jede Zeit hat ihr Ende, ich habe meinen Frieden damit gemacht“, sagte Kauczinski. „Natürlich wird niemand gern freigestellt. Das war nicht schön, aber wenn man den Beruf des Trainers ausübt, weiß man, was es bedeuten kann.“

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Beide Teams auf Wiedergutmachung aus

Der Fußballlehrer hatte St. Pauli im Dezember 2017 auf Platz 14 liegend übernommen und in sichere Gefilde geführt. Dennoch war er dort als Typ offenbar nie angekommen, weshalb seine Demission für viele Beobachter nicht überraschend gekommen war. Rein sportlich ist seine Mission in Dresden weitaus schwieriger als damals auf St. Pauli. Durch die Heimniederlage gegen Darmstadt hat diese zudem nach zuvor zwei ungeschlagenen Spielen erstmals einen Rückschlag erlitten.

St. Pauli ist ein heimstarkes Team, hat zu Hause sehr viele Punkte geholt. Mit den Fans im Rücken gibt es immer viel Kampf“, sagte Kauczinski über seinen Ex-Club. Er weiß, dass St. Pauli nach der Niederlage vom Montag bei Holstein Kiel Wiedergutmachung leisten muss. „Aber ihre Situation bewerte ich nicht. Wir haben genug vor der eigenen Haustür zu kehren.“

In dem Duell muss Kauczinski weiterhin auf Marco Hartmann (Infekt) und Kevin Ehlers (Sprunggelenk) verzichten. Zudem fehlen auch Patrick Ebert (Gelbsperre) und Simon Makienok (Rotsperre). Möglichen Ersatz für Ebert sieht Kauczinski in Baris Atik und dem im Winter verpflichteten Godsway Donyoh.

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