23. Februar 2021 / 13:25 Uhr

Dynamo Dresden empfängt Bayern München II mit neuer Startelf

Dynamo Dresden empfängt Bayern München II mit neuer Startelf

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Kapitän Sebastian Mai (links neben Marvin Stefaniak) kann auf seine Rückkehr in die Startelf hoffen.
Kapitän Sebastian Mai (links neben Marvin Stefaniak) kann auf seine Rückkehr in die Startelf hoffen. © Jochen Leimert
Anzeige

Die Sportgemeinschaft aus Dresden will sich am Mittwochabend ab 19 Uhr für die 0:3-Hinspielklatsche revanchieren.

Anzeige

Dresden. Die Situation im Lazarett ist unverändert, neue Ausfälle gibt es keine, dennoch wird Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden am Mittwochabend (19 Uhr) im Rudolf-Harbig-Stadion gegen die Reserve von Rekordmeister Bayern München nicht mit der gleichen Startelf auflaufen, die am vergangenen Sonnabend 2:0 in Zwickau gewonnen hat. Trainer Markus Kauczinski legte sich bereits am Dienstagmittag fest: “Ich kann jetzt schon sagen, dass es Veränderungen geben wird.” Der 51-Jährige ließ naturgemäß offen, welche das sein werden, doch einiges spricht dafür, dass Kapitän Sebastian Mai nach abgesessener Rotsperre (3 Spiele) wieder in die Anfangsformation zurückkehrt.

Anzeige

Kauczinski, der seiner Mannschaft inmitten der Englischen Woche noch keinen für den Derbysieg an seinem Geburtstag ausgegeben hat (“Da war keine Zeit dafür, der Fokus liegt auf den Spielen.”), muss zum einen die Kräfte verteilen, damit Dynamo auch am Sonnabend im Spitzenspiel gegen Verfolger FC Ingolstadt frisch genug ist. Zum anderen hat der Trainer dem Spielführer dessen Tätlichkeit beim Spiel in Mannheim (0:1) vergeben. Beide hätten sich ausgesprochen, die Sache aus der Welt geräumt: “Er wusste selbst, dass er der Mannschaft einen Bärendienst erwiesen hat. Er hat sich dafür entschuldigt. Das war eine Dummheit, die uns einen Punkt gekostet hat.” Mai habe seinen Fehler eingesehen, Besserung gelobt, daher sei das erledigt: “Das passiert, da macht man einen Haken dran - dann ist das vergessen”, so Kauczinski.

Mehr zur SGD

Der Coach war zwar sehr zufrieden mit dem, was Tim Knipping, Kevin Ehlers und Leroy Kwadwo zuletzt in der Abwehr-Dreierkette zeigten (“Die Drei da hinten haben sich zusammengerauft.”), doch Mai habe “Qualität und Präsenz, die uns helfen kann”. Bei Standards könne Dynamo auf seine Wucht zählen, denn der Kapitän ist bei ruhenden Bällen immer für ein Tor gut. Außerdem bringt er Erfahrung ein, die durch den noch anhaltenden Ausfall von Yannick Stark (Schulterprobleme) verloren gegangen ist. Vielleicht stellt der Trainer ja auch auf eine Viererkette um, in der Mai in die Innenverteidigung rutschen könnte. “Alles ist möglich”, räumte Kauczinski auf der virtuellen Pressekonferenz ein.

Personelle Wechsel sind aber auch auf der rechten Seite oder im Sturm nicht ausgeschlossen. Vorn liefern sich Pascal Sohm, Christoph Daferner und Philipp Hosiner einen engen Dreikampf. “Die Drei sind auf Augenhöhe, Luka Stor ist ein bisschen dahinter”, sagte Kauczinski. Hosiner (acht Saisontreffer) wäre nach zuletzt zwei Spielen Abstinenz in der Startelf mal wieder dran. Auch auf der rechten Seite liefern sich Ransford-Yeboah Königsdörffer und Niklas Kreuzer ein Kopf-an-Kopf-Rennen: “Niklas hat vorgelegt, Ransford gezeigt, dass er dem nicht nachsteht”, erklärte Kauczinski.


Der Coach bekräftigte, wie froh er ist, Alternativen zu haben, denn die kurzfristige Ansetzung des Nachholspiels gegen die Bayern-Bubis zweieinhalb Tage vor dem Topspiel gegen die “Schanzer” vom FC Ingolstadt störte ihn schon sehr. “Zweieinhalb Tage sind sehr wenig Zeit, da zählt jede Stunde”, so Kauczinski und denkt dabei an das Thema Regeneration. Man sei bei Dynamo “nicht glücklich” über die Terminierung durch den Deutschen Fußball-Bund. Nichtsdestotrotz hadere man nicht ewig, nehme die Situation, wie sie ist. Das Ziel für beide Spiele ist klar: Wie gegen Zwickau will man sich auch gegen die beiden bayerischen Teams für die Hinspielniederlagen revanchieren: “Wir wollen dort anknüpfen, wo wir in Zwickau begonnen haben.”