28. August 2021 / 10:02 Uhr

Dynamo Dresden empfängt laufstarke Paderborner - Coach Schmidt: „Sind vorbereitet“

Dynamo Dresden empfängt laufstarke Paderborner - Coach Schmidt: „Sind vorbereitet“

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
v.l.: die Trainer Lukas Kwasniok Paderborn und Trainer Alexander Schmidt Dresden, 06.08.2021, Fussball, GER, Saison 2021/2022, DFB-Pokal, 1. Runde, Pokal, DFB, Rudolf-Harbig-Stadion Dresden, SG Dynamo Dresden - SC Paderborn 07, DFB AND DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and/or QUASI-VIDEO, *** v l the coach Lukas Kwasniok Paderborn and coach Alexander Schmidt Dresden , 06 08 2021, Football, GER, Season 2021 2022, DFB Pokal, 1 Round, Pokal, DFB, Rudolf Harbig Stadion Dresden, SG Dynamo Dresden SC Paderborn 07, DFB AND DFL REGULATIONS PROHIBIT ANY USE OF PHOTOGRAPHS as IMAGE SEQUENCES and or QUASI VIDEO,
Dynamo-Coach Alexander Schmidt (r.) weiß, dass Lukas Kwasniok bei aller Kameradschaft unter Kollegen alles daran setzen wird, am Sonntag erfolgreich Revanche für die Pokalniederlage der Paderborner in Dresden zu nehmen. © IMAGO/Lutz Hentschel
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Dynamo-Trainer Alexander Schmidt ist am Sonntag beim Wiedersehen mit dem SC Paderborn auf taktische Änderungen gefasst. Im Beisein seiner Familie wird Marco Hartmann im Stadion verabschiedet werden.

Radeberg. Wer hätte vor Saisonbeginn gedacht, dass die Partie Dynamo Dresden gegen dem SC Paderborn am 5. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga ein Topspiel sein würde? Dass da zwei ungeschlagene Mannschaften aufeinandertreffen würden? Kaum einer. Aber genauso kommt es am Sonntag (13.30 Uhr), wenn die Sachsen die Ostwestfalen im Harbig-Stadion erwarten.

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Besondere Spannung verspricht die Begegnung auch aufgrund der Tatsache, dass sich beide Teams erst vor drei Wochen an gleicher Stelle gegenüberstanden und sich einen bis in die Schlussphase hinein offenen Schlagabtausch im DFB-Pokal lieferten, ehe Dynamo mit einem 2:1-Erfolg den Platz verließ. Beide Mannschaften kennen sich also bestens, haben im ersten Vergleich Stärken und Schwächen des Gegners ausloten können. Langweilig findet Dynamo-Trainer Alexander Schmidt die Neuauflage keineswegs und er glaubt, dass es auch seinen Spielern so geht: „Wir freuen uns sehr auf das Spiel, hoffen, dass es einen ähnlichen Ausgang nimmt wie das im Pokal.“

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Die SG Dynamo Dresden setzt sich in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den SC Paderborn mit 2:1 durch. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden setzt sich in der 1. DFB-Pokalrunde gegen den SC Paderborn mit 2:1 durch. ©

Der 52-Jährige weiß, dass er nicht einfach davon ausgehen kann, dass sein Kollege Lukas Kwasniok die Ostwestfalen genauso wie im Pokal einstellen und auf den Dresdner Rasen schicken wird. Schmidt erklärte am Freitag bei der Spieltagspressekonferenz, die diesmal im Anschluss an die Vorstellung des neuen Sponsors und Bierpartners in der Exportbierbrauerei in Radeberg stattfand: „Der Trainer ist bekannt dafür, dass er sehr flexibel agieren lässt, auch bei erfolgreichen Spielen mal umstellt.“

So habe Kwasniok die Paderborner vorige Woche beim 3:1 gegen den FC Pauli mit einer Dreier-Abwehrkette spielen lassen. Das hatte er zuvor nur in Dresden getan, in der Liga immer auf eine Viererkette gesetzt. Wie Kwasniok es diesmal hält, das wissen nur seine Mannschaft und er. Doch Schmidt verspricht: „Wir sind auf alles vorbereitet.“

Lange Kerls

Dazu gehört auch, dass der SC Paderborn mit viel Selbstvertrauen erwartet wird. Schmidt ist sich sicher: „Der Gegner kommt mit breiter Brust, hat 7:2 Tore auf dem Konto und zwei Siege gegen Werder Bremen und St. Pauli geschafft, gegen namhafte Gegner.“ Der Augsburger rechnet erneut mit einem offenen Schlagabtausch: „Paderborn ist ähnlich wie wir eine sehr intensiv agierende, laufstarke Mannschaft – mit viel Tiefgang, mit schnellen, torgefährlichen Spielern. Bei Standards müssen wir auf der Hut sein: Paderborns Spieler haben eine gute Körpergröße.“

Lange Kerls hat aber auch Dynamo, doch mit Tim Knipping (1,90 Meter) fällt ein ganz wichtiger aus. Nicht nur, weil Knipping so kopfballstark ist, schmerzt sein Fehlen: „Das tut uns weh. Er war einer unserer absoluten Leader“, so Schmidt. Man habe aber Leute, die den am Mittwoch in Köln am rechten Kreuzband operierten Knipping „einigermaßen“ ersetzen können, „ganz werden wir ihn nicht ersetzen können – das ist jedem bewusst, wenn man gesehen hat, wie er in den ersten Spielen gespielt hat“. Er glaube aber, dass die Mannschaft gut mit der Situation umgehen kann „und wir nicht in eine Negativspirale hineindriften“, stellte Schmidt klar.


Offen ist noch, ob Sebastian Mai Knippings Posten wie in Rostock einnehmen kann. Der Kapitän hatte unter der Woche Knieprobleme. Nicht mehr einspringen kann Marco Hartmann, der nach acht Jahren in Dresden keinen neuen Vertrag mehr erhielt. Der 33-Jährige wird aber am Sonntag im Beisein seiner Familie im Stadion verabschiedet.