18. Dezember 2021 / 15:30 Uhr

Dynamo Dresden enttäuscht beim Tabellenletzten auf ganzer Linie

Dynamo Dresden enttäuscht beim Tabellenletzten auf ganzer Linie

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
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Die SG Dynamo Dresden verabschiedet sich mit einer klaren 0:3-Niederlage gegen den FC Ingolstadt in die kurze Weihnachtspause. © dpa
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Die Sachsen verlieren das Aufsteigerduell beim FC Ingolstadt mit 0:3 (0:2) und bleiben dabei ohne eine echte Torchance.

Ingolstadt/Dresden. Die vorweihnachtliche Reise nach Bayern hat Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden nichts außer Frust eingebracht. Die Mannschaft von Trainer Alexander Schmidt präsentierte sich im letzten Spiel des Jahres in schwacher Verfassung und verlor im Audi-Sportpark beim Tabellenletzten FC Ingolstadt klar mit 0:3 (0:2). Die Sachsen verschliefen vor coronabedingt leeren Rängen die Anfangsphase völlig und zeigten sich nach dem frühen Rückstand ideen- und harmlos. So konnten sie nicht wie beabsichtigt ihr Punktekonto vorm Fest auf 25 Zähler aufstocken. In der Tabelle blieben sie aber auf Rang elf. Der FCI ist zwar weiter Letzter, hat nach dem ersten Heimsieg aber wieder Hoffnung, im neuen Jahr den Anschluss an die Konkurrenz herzustellen.

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Dynamo wird kalt erwischt

Nach drei Siegen in den letzten vier Spielen hatte Schmidt wenig Grund, die Startelf zu ändern. Er nahm nur einen Wechsel vor, brachte Kevin Ehlers für Luca Herrmann und verstärkte die Abwehr auf Kosten des Mittelfeldes. Sein Plan war es, mit einer Fünferkette hinten dicht zu machen, Ehlers auf Ingolstadts Kapitän Stefan Kutschke anzusetzen. Doch allen Warnungen, erst einmal ohne Gegentor zu bleiben, zum Trotz klingelte es schon nach 50 Sekunden im Dresdner Kasten: Ein Freistoß von Maximilian Beister segelte – leicht abgefälscht von Brandon Borrello – in den Strafraum, Kutschke verpasste, aber Nico Antonitsch drückte den Ball am zweiten Pfosten über die Linie.

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Kein versöhnlicher Jahresabschluss für Schwarz-Gelb: Die SG Dynamo Dresden unterlag nach einer schwachen Vorstellung beim FC Ingolstadt mit 0:3. Zur Galerie
Kein versöhnlicher Jahresabschluss für Schwarz-Gelb: Die SG Dynamo Dresden unterlag nach einer schwachen Vorstellung beim FC Ingolstadt mit 0:3. ©

Und es sollten noch schlimmer für die Gäste kommen, als Ingolstadts Marcel Gaus von der Grundlinie auf Kutschke flankte und der Ex-Dynamo zum Kopfball kam. Der Mittelstürmer der „Schanzer“ traf dabei aus Nahdistanz Ehlers, von dessen Körper die Kugel ins Netz sprang (17.). Ein Eigentor, das Dynamos Matchplan erst recht zerstörte. Schmidt reagierte, nahm wenig später Robin Becker vom Feld, brachte Herrmann und stellte auf ein 4-3-3 um. Zwar hatten die Sachsen nun mehr Ballbesitz, doch Offensivaktionen gelangen ihnen nicht. Ingolstadt zog sich weit zurück, verteidigte den Vorsprung. Selbst Kutschke ging oft mit an den Strafraum zurück, half den Kollegen bei der Abwehrarbeit. Nach vorn ging da auch nur wenig bei den Hausherren, aber sie hatten immerhin vorm Seitenwechsel noch eine gute Chance, als Kutschke von links auf Beister in der Mitte flankte, der Ex-Hamburger den Ball aber über die Latte setzte (44.).


Coach Schmidt wechselt zur Halbzeit doppelt - Ertrag bleibt aus

In der Pause wechselte Gästecoach Schmidt erneut, holte Morris Schröter und Brandon Borrello vom Platz, schickte Patrick Weihrauch und Heinz Mörschel neu auf das Grün. Dynamo agierte nun etwas mutiger, doch es fiel den in den weißen Auswärtstrikots spielenden Dresdnern schwer, das Abwehrbollwerk der „Schanzer“ zu knacken. Den Gästen fehlte es einfach an Präzision im Passspiel, um die wenigen Lücken in den Reihen der defensiv gut eingestellten Ingolstädter zu nutzen. Herrmann versuchte es einmal, Christoph Daferner durch die Mitte zu bedienen, doch der Ball in den Strafraum kam nicht an (65.). Schusschancen erarbeiteten sich die SGD-Profis keine, erst in der 70. Minute konnte Michael Akoto mal abdrücken, wurde aber prompt geblockt.

In der 79. Minute wechselte Schmidt noch einmal, brachte Jong-Min Seo für den wenig wirkungsvollen Ransford-Yeboah Königsdörffer, doch Dynamo konnte die Ingolstädter nicht mehr in Verlegenheit bringen. Bei denen spielte seit Minute 64 Ex-Dynamo Patrick Schmidt mit, doch die nächste Chance hatte ein anderer Joker: Der gerade für Kutschke eingewechselte Dennis Eckert Ayensa scheiterte nach einem weiten Pass von Rico Preißinger an Kevin Broll (82.). In der 85. Minute lag der Ball aber im Dresdner Tor. Der Treffer von Filip Bilbija, nach einem Eckball per Abstauber erzielt, zählte auch. Es war der Schlusspunkt einer Partie, in der die Gastgeber viel konzentrierter und entschlossener agierten, sich den Sieg gegen enttäuschende Dresdner rundum verdienten.