27. April 2022 / 10:38 Uhr

Dynamo Dresden erhält Lizenz für nächste Saison ohne Auflagen

Dynamo Dresden erhält Lizenz für nächste Saison ohne Auflagen

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
In der heißen Phase der Lizenzierung fehlte ausgerechnet der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend aufgrund einer Erkrankung. Umso glücklicher ist der frisch genesene 56-Jährige nun.
In der heißen Phase der Lizenzierung fehlte ausgerechnet der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend aufgrund einer Erkrankung. Umso glücklicher ist der frisch genesene 56-Jährige nun. © Steffen Kuttner
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Die SG Dynamo Dresden darf auch in der kommenden Saison am Spielbetrieb teilnehmen. Fragt sich nur noch, in welcher Liga.

Dresden. Dynamo Dresden hat die Lizenzen für die kommende Saison jeweils ohne Auflagen erhalten. Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) für die 2. Bundesliga sowie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) für die 3. Liga haben die Zulassung zur Teilnahme am Spielbetrieb erteilt, wie die Schwarz-Gelben am Mittwochvormittag informierten. Um einen fairen und integren Wettbewerb zu garantieren, werden im Lizenzierungsverfahren alljährlich neben der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Vereine auch infrastrukturelle, rechtliche, personell-administrative, medientechnische und sportliche Kriterien überprüft.

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Die Sportgemeinschaft arbeitete diesmal nicht nur aufgrund der Corona-Krise unter erschwerten Bedingungen, denn in der heißen Phase der Lizenzierung fehlte ausgerechnet der kaufmännische Geschäftsführer Jürgen Wehlend aufgrund einer Erkrankung. Umso glücklicher ist der frisch genesene 56-Jährige nun: „Das ist eine schöne Nachricht, die mich in der Woche meiner Rückkehr natürlich sehr freut. Gemeinsam mit unseren Fans und Mitgliedern sowie unseren Partnern und Sponsoren haben wir die Voraussetzungen geschaffen, dass die Sportgemeinschaft in einer noch immer sehr herausfordernden und von der Corona-Pandemie gezeichneten Zeit alle Lizenzkriterien erfüllt.“

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Mit den Folgen der Pandemie, zum Beispiel den monatelangen Einnahmeausfällen durch ausbleibende Zuschauer bei den Geisterspielen, wird der Verein noch lange zu kämpfen haben, weiß Jürgen Wehlend und macht deshalb klar: „Dass Dynamo Dresden die jeweilige Lizenz auch in diesem Jahr ohne finanzielle Auflagen erhält, ist alles andere als selbstverständlich. Dieser freudige Umstand darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir uns aufgrund der Corona-Krise mit all ihren Auswirkungen in einer weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation befinden. Zudem ist die Lizenzerteilung mit der Verpflichtung verbunden, dass Dynamo Dresden sich an die eingereichten Lizenzplanungen hält.“

Wirtschaftlich gesehen wäre der Verbleib in der 2. Bundesliga eminent wichtig, da es dort beispielsweise mehr TV-Gelder zu kassieren gibt. Die sportliche Entscheidung fällt in den kommenden Wochen und wird über die Relegation führen, wenn Dynamo auch nach den abschließenden drei Punktspielen gegen Regensburg, Karlsruhe und Aue noch auf dem 16. Tabellenplatz steht. Dann geht es am Freitag, dem 20. Mai auswärts gegen den Tabellendritten der 3. Liga. Das Rückspiel, bei dem der Zweitligist Heimrecht genießt, steigt dann am 24. Mai – ganz wie bei den UEFA-Clubwettbewerben nun übrigens ohne Auswärtstorregel. So spannend will es die SGD aber gar nicht machen. Sie liebäugelt natürlich vor allem mit der DFL-Lizenz.