02. Februar 2020 / 15:28 Uhr

Dynamo Dresden erobert in Heidenheim einen Punkt

Dynamo Dresden erobert in Heidenheim einen Punkt

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
02.02.2020, Baden-W¸rttemberg, Heidenheim: Fuflball: 2. Bundesliga, 1. FC Heidenheim - Dynamo Dresden, 20. Spieltag: Heidenheims Tim Kleindienst (l) wird von Dresdens Jannis Nikolaou gestoppt. Foto: Thomas Kienzle/dpa - WICHTIGER HINWEIS: Gem‰fl den Vorgaben der DFL Deutsche Fuflball Liga bzw. des DFB Deutscher Fuflball-Bund ist es untersagt, in dem Stadion und/oder vom Spiel angefertigte Fotoaufnahmen in Form von Sequenzbildern und/oder video‰hnlichen Fotostrecken zu verwerten bzw. verwerten zu lassen. +++ dpa-Bildfunk +++
Viel Kampf und Einsatz sowie wenig spielerische Höhepunkte prägte die Partie der SG Dynamo Dresden beim 1. FC Heidenheim. © dpa
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Die Sportgemeinschaft hält auf der Ostalb ein 0:0. Joker Husbauer trifft kurz vor Schluss nur die Latte und vergibt den Sieg.

Heidenheim/Dresden. In der 2. Fußball-Bundesliga blieb Dynamo Dresden auch im zweiten Spiel des neuen Jahres ungeschlagen. Nach dem 1:0-Erfolg zu Hause gegen den Karlsruher SC verteidigten die Spieler von Trainer Markus Kauczinski beim 1. FC Heidenheim das 0:0-Unentschieden bis zur letzten Sekunde und nahmen einen verdienten Punkt mit heim nach Sachsen. Für die auswärtsschwachen Dresdner war das durchaus ein Erfolg beim Tabellenfünften, wenngleich man weiter drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt auf Rang 18 liegt.

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Die SG Dynamo Dresden hat beim 1. FC Heidenheim ein torloses Unentschieden erkämpft. Zur Galerie
Die SG Dynamo Dresden hat beim 1. FC Heidenheim ein torloses Unentschieden erkämpft. ©

Dynamo begann die Partie auf der Ostalb mit zwei Änderungen in der Anfangsformation. Kauczinski schickte für den gesperrten Dzenis Burnic Neuzugang Ondrej Petrak ins defensive Mittelfeld, als Linksverteidiger begann diesmal Chris Löwe, der den erkrankten Brian Hamalainen ersetzte. Die Gäste erwischten in dieser Aufstellung auch einen guten Start, denn Löwe bediente in der 7. Minute den Ex-Heidenheimer Patrick Schmidt, der die Kugel aber einen halben Meter neben das Tor setzte. Gleich darauf stand Schmidt noch einmal im Brennpunkt, doch die Flanke von Marco Terrazzino verpasste der Mittelstürmer (8.).

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(1) Kevin Broll: Trotz der Überlegenheit der Gastgeber muss er in der ersten Halbzeit eher selten eingreifen. Heidenheim versucht es einige Male aus der Distanz, was für ihn aber kein Problem darstellt. Einen Freistoß nach Schmidt-Foul fängt er in der 50. Minute locker aus der Luft ab. Solide Leistung, immer da, wenn er gebraucht wird. Einige Unsicherheiten in Form von gefährlichen Fehlpässen bei Abspielen. Note 3,5 Zur Galerie
(1) Kevin Broll: Trotz der Überlegenheit der Gastgeber muss er in der ersten Halbzeit eher selten eingreifen. Heidenheim versucht es einige Male aus der Distanz, was für ihn aber kein Problem darstellt. Einen Freistoß nach Schmidt-Foul fängt er in der 50. Minute locker aus der Luft ab. Solide Leistung, immer da, wenn er gebraucht wird. Einige Unsicherheiten in Form von gefährlichen Fehlpässen bei Abspielen. Note 3,5 ©

Die Gastgeber aber fingen sich schnell wieder, sie gewannen mehr Zweikämpfe, erarbeiteten sich mehr Ballbesitz, doch gefährlich nach vorn wurde die Truppe von Trainer Frank Schmidt nicht wirklich, denn in der Abwehr standen die Gäste von der Elbe zunächst sicher. Ein zu kurz geratener Pass von Torhüter Kevin Broll brachte dann kurz Aufregung, doch Jannis Nikolaou störte Tim Kleindienst im letzten Moment (34.). Die Heidenheimer tankten dadurch aber mehr Mut und hatten durch Patrick Mainka die nächste Chance, doch sein Kopfball im Anschluss an eine Ecke flog über das Broll-Gehäuse (38.). Ein Hinterhaltsschuss von Niklas Dorsch blieb ebenso erfolglos, denn Broll packte sich die Kugel (41.). Da auch Dynamo auf der Gegenseite danach nichts mehr zu bieten hatte, ging es am Ende einer niveauarmen ersten Spielhälfte beim Stand von 0:0 in die Halbzeitpause.

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Florian Ballas (SG Dynamo Dresden): Wir haben in dem Spiel alle viel investiert. Uns war klar, dass es gegen und gerade hier in Heidenheim sehr schwer wird. Diese Saison haben auch nur zwei oder drei Teams hier gewonnen. Wir waren verdammt nah dran, haben wieder zu Null gespielt. Am Ende nehmen wir nur einen Punkt mit, aber ich denke, wir können mit der Leistung absolut zufrieden sein, weil wir wieder das abgerufen haben, was wir auch schon im ersten Spiel gegen den KSC abgerufen haben. Zur Galerie
Florian Ballas (SG Dynamo Dresden): "Wir haben in dem Spiel alle viel investiert. Uns war klar, dass es gegen und gerade hier in Heidenheim sehr schwer wird. Diese Saison haben auch nur zwei oder drei Teams hier gewonnen. Wir waren verdammt nah dran, haben wieder zu Null gespielt. Am Ende nehmen wir nur einen Punkt mit, aber ich denke, wir können mit der Leistung absolut zufrieden sein, weil wir wieder das abgerufen haben, was wir auch schon im ersten Spiel gegen den KSC abgerufen haben." ©

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine, die Heidenheimer allerdings mit etwas mehr Entschlossenheit im Spiel nach vorn. Kleindienst hätte aus spitzem Winkel beinahe das 1:0 gemacht, aber Löwe rettete im letzten Moment für den schon geschlagenen Broll (52.). Die Gastgeber hatten in der Folge weiter mehr vom Spiel, Dynamo gelang es nicht, vorn die Bälle zu halten. Sascha Horvath dribbelte sich immer wieder fest, Schmidt kam kaum einmal in Ballbesitz, musste weite Wege gehen und lief sich müde.

Hinten gelang es den Gästen aber immer wieder, die Angriffsaktionen der Heidenheimer zu bremsen. Um den Punkt zu sichern, tauschte Kauczinski auch noch einmal auf der Doppelsechs, brachte Josef Husbauer für dessen Landsmann Petrak. Husbauer wurde aber auch noch mal gefährlich in der gegnerischen Hälfte, denn in der 86. Minute traf er die Latte. René Klingenburg hatte auch noch eine Gelegenheit, schoss aber in Rückenlage über das Tor (87.). Bis zuletzt versuchten die Dresdner noch was, um drei Punkte zu erobern, doch es blieb am Ende bei einem Zähler.