25. November 2021 / 14:33 Uhr

Dynamo Dresden fährt mit Chris Löwe nach Regensburg

Dynamo Dresden fährt mit Chris Löwe nach Regensburg

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt arbeitete selbst schon einmal in Regensburg. Diesmal will er mit Dynamo Punkte von dort entführen.
Dynamo-Trainer Alexander Schmidt arbeitete selbst schon einmal in Regensburg. Diesmal will er mit Dynamo Punkte von dort entführen. © Jochen Leimert
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Die SG Dynamo Dresden hat auf dem Weg in die Donau-Stadt eine große Portion frisches Selbstvertrauen im Gepäck und will nach dem Düsseldorf-Sieg auch beim Aufstiegsaspiranten SSV Jahn Regensburg erfolgreich sein.

Dresden. Mit frischem Selbstvertrauen und einem Rückkehrer geht Dynamo Dresden am Freitagabend (18.30 Uhr) das anstehende Zweitliga-Punktspiel beim SSV Jahn Regensburg an. Beim Tabellenvierten kann SGD-Trainer Alexander Schmidt wieder auf den zuletzt drei Wochen wegen einer Corona-Infektion fehlenden Routinier Chris Löwe zurückgreifen, wenngleich die Kraft des 32-Jährigen noch nicht für 90 Minuten reichen dürfte. „Er kommt wieder mit dazu, ist dabei“, will Schmidt trotz Löwes Trainingsrückstand nicht auf dessen Erfahrungsschatz verzichten.

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Neben Löwes Comeback stimmt Trainer und Mannschaft aber vor allem der Rückenwind vom 1:0-Sieg gegen Düsseldorf zuversichtlich für die schwere Aufgabe in der Domstadt an der Donau. „Dieses 1:0 war eine Befreiung für die Mannschaft, für das ganze Team“, unterstrich Abwehrspieler Michael Sollbauer. „Nach einem Sieg schläft man etwas besser. Das tut allen gut, auch mir“, sagte der Sommer-Neuzugang vom FC Barnsley, der in Dresden die ihm angedachte Führungsrolle sehr gut ausfüllt. „Dass wir jetzt gewonnen haben, war eine Bestätigung für jeden Spieler und unser ganzes Team, dass wir verstanden haben, dass sich die Spiele in der 2. Liga einfach über die Intensität, über Zweikampf, über den Willen und die Verantwortung, die ich übernehmen muss, entscheiden“, sagte Schmidt. Schönspielerei sei in dieser Phase der Saison nicht angebracht, „jetzt sind andere Attribute gefragt“.

Die Partie beim Jahn, wo er 2014 etwas mehr als vier Monate Trainer war, verlange von Dynamo den gleichen Einsatz, die gleiche Konzentration, wie sie gegen Düsseldorf nötig waren. Regensburgs Mannschaft sei da einen Schritt weiter als Dynamo, das sich erst wieder in der Liga zurechtfinden muss: „Regensburg hat einfach unsere Philosophie im Kopf und im Herzen. Wir sind dabei, das aufzubauen“, so Schmidt. Er weiß aus Erfahrung, wie schwer Umbruchsituationen zu bewältigen sind. Dass es 2014 beim SSV nicht funktionierte, er wegen ausbleibenden Erfolgs gehen musste, erklärte er mit dem zuvor erfolgten Aderlass. Drei Spieler, die in der Saison zuvor zusammen 30 Tore geschossen hatten, seien verkauft worden. „2014 war eine sehr schwierige Phase für Jahn Regensburg“, so Schmidt rückblickend.

Mai fehlt weiterhin

Umso mehr freut er sich über den anhaltenden Erfolg, den der Jahn jetzt hat: „Regensburg hat sich enorm entwickelt.“ Christian Keller habe Persönlichkeiten in die Stadt geholt, die mit hoher Professionalität und Ehrgeiz den Club voran gebracht hätten. „Die Spielweise, die sie an den Tag legen, ist schon sehr gut“, so Schmidt anerkennend. Er freue sich für den Verein, werde aber am Freitagabend alles daran setzen, die Punkte mit nach Dresden zu nehmen. Dass das nicht leicht wird, bestreitet er nicht. Im Gegenteil: „Wir brauchen eine brutale Energie.“

Auf die Abwehr der Dresdner wird einiges zukommen, denn der Jahn hat mit aktuell 30 Treffern den drittbesten Sturm der Liga. Michael Sollbauer wird deswegen aber nicht bange. Er will den Stürmern des Gegners das Toreschießen vermasseln: „Wir werden das verhindern, weil wir unsere Tugenden auf den Platz bringen.“ Er freut sich, dass es gegen Düsseldorf mit Kevin Ehlers an seiner Seite im Abwehrzentrum gut geklappt hat. Ehlers habe „sehr hohe körperliche Präsenz“, so der Österreicher. Er stellte zudem fest: „Man merkt, dass er schon Spiele auf dem Niveau hat.“ Ehlers Leistung habe ihn nach den Trainingseindrücken nicht überrascht: „Ich gehe auch davon aus, dass es nicht das letzte gute Spiel von ihm war“, so Sollbauer.

Während Chris Löwe wieder für einen Kurzeinsatz zur Verfügung steht, fehlt Sebastian Mai noch einmal. Der Ex-Kapitän befindet sich nach einer schweren Angina noch im Aufbautraining. Umso besser also, dass Ehlers in der Innenverteidigung nach mehrmonatiger Pause endlich wieder Fuß gefasst hat. In Regensburg kann der 20-Jährige wie der Rest der Mannschaft wieder über sich hinauswachsen.