15. Januar 2020 / 07:58 Uhr

Dynamo Dresden fordert Dinamo Bukarest heraus

Dynamo Dresden fordert Dinamo Bukarest heraus

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Auf dem Trainingsplatz am La Cala Golf Resort soll am Mittwochnachmittag der Test gegen Dinamo Bukarest stattfinden.
Auf dem Trainingsplatz am "La Cala Golf Resort" soll am Mittwochnachmittag der Test gegen Dinamo Bukarest stattfinden. © Jochen Leimert
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Die SG Dynamo Dresden testet am Mittwoch im Trainingslager in Andalusien gegen den FC Dinamo Bukarest. Der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga spielt 15.30 Uhr gegen den Neunten der rumänischen Eliteliga.

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Mijas. Seit Sonntag bereitet sich Dynamo Dresden im spanischen Mijas auf die am 29. Januar (20.30 Uhr) gegen den Karlsruher SC beginnende Rest-Rückrunde in der 2. Bundesliga vor, an diesem Mittwoch wartet nun der erste von zwei Härtetests im Trainingslager in Andalusien: Um 15.30 Uhr kommt der Namensvetter aus Rumäniens Hauptstadt Bukarest auf den Platz in Mijas. Der Traditionsverein aus der Diviza Nationala, der höchsten Liga des südosteuropäischen EU-Mitgliedslandes, ist derzeit Neunter im Klassement, hat in 22 Spielen bisher 28 Punkte geholt und liegt damit deutlich hinter dem Lokalrivalen FCSB Bukarest.

Dynamo spielt sich für Dinamo Bukarest ein

Der Tabellendritte (39 Punkte), der seit zwei Jahren wegen eines Streits zwischen dem neuen Privateigentümer und dem einstigen Träger - der Armee - nicht mehr den bekannteren Namen Steaua Bukarest tragen darf, ist auch historisch gesehen noch etwas erfolgreicher als Dinamo, das 18 Landesmeistertitel und 13 Pokalsiege feierte, während Steaua sogar 26 Meisterschaften und 22 Pokaltriumphe bejubeln durfte. Nichtsdestotrotz gehört Dinamo noch immer zu den Schwergewichten des rumänischen Fußballs, wenngleich der letzte Meistertitel aus dem Jahr 2007 und der letzte Pokalsieg aus dem Jahr 2012 stammen.

Jetzt! Durchklicken: Bilder zur Vorbereitung der SG Dynamo Dresden vor dem ersten Testspiel gegen Dinamo Bukarest.

Chefscout Kristian Walter kommuniziert auf einer Anhöhe über dem Platz mit der Heimat. Zur Galerie
Chefscout Kristian Walter kommuniziert auf einer Anhöhe über dem Platz mit der Heimat. ©

Gelegenheit für alle SGD-Spieler

Momentan werden die Rot-Weißen von Dusan Uhrin Junior trainiert. Der Tscheche kämpft darum, den Club wieder nach oben zu führen. Noch immer hat der 1948 aus einem Vorgängerverein als Dinamo Bucuresti neu entstandene Ex-Meister Ambitionen. In der Vergangenheit hat der Verein solch namhafte Nationalspieler wie Adrian Mutu, Ioan Lupescu, Bogdan Stelea und Dorinel Munteanu hervorgebracht, die auch international auf sich aufmerksam machen konnten. Lupescu (Leverkusen, Mönchengladbach) und Munteanu (Köln, Wolfsburg) sind vielen deutschen Fans noch aus der Bundesliga in Erinnerung.

Ein harter Kontrahent werden die Rumänen für Dynamo Dresden, das im UEFA-Pokal 1989 übrigens mal gegen Victoria Bukarest 1:1 und 4:0 spielte und sich somit gegen den früheren Securitate-Club durchsetzte, auf jeden Fall. “Das ist ein guter Gegner, da bin ich froh drüber”, freut sich SGD-Trainer Markus Kauczinski auf das Kräftemessen. Der Gelsenkirchener will am Mittwoch noch einiges ausprobieren: “Wir werden wahrscheinlich durchwechseln.” In der Halbzeit wird er die Startelf komplett austauschen, um möglichst vielen Spielern eine Chance zu geben, wie er es schon beim 1:0-Sieg in Zwickau praktizierte. “Wir haben noch zwei Testspiele, da haben wir noch genug Zeit, die Spielzeit hochzuschrauben”, begründete Kauczinski sein Vorgehen.

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Einsatz für Godsway Donyoh?

Sein Debüt im Dynamo-Dress wird am Mittwoch auf jeden Fall Mittelfeldmann Josef Husbauer (29) geben. Der tschechische Nationalspieler wurde erst am Dienstag von Slavia Prag verpflichtet. Der als Neuzugang gehandelte Ghanaer Godsway Donyoh wird dagegen eher nicht auflaufen. Beim Anschwitzen am Mittwochmorgen fehlte er. Der 25-Jährige ist ein Linksfuß, der auf beiden Flügeln und im Angriffszentrum kicken kann. Dynamo hat die Verpflichtung bis dato nicht bestätigt.

Fans, die das Spiel gegen Bukarest aus der Ferne verfolgen wollen, können den Livestream von Dynamo-TV nutzen. Es kommentiert Jens Umbreit von Radio Dresden.