13. September 2021 / 16:04 Uhr

Dynamo Dresden hat die Realität eingeholt - Mai fordert mehr „Mut“

Dynamo Dresden hat die Realität eingeholt - Mai fordert mehr „Mut“

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sebastian Mai, SG Dynamo Dresden
Dresdens Kapitän Sebastian Mai ist optimistisch, dass es für das Team punktemäßig bald schon wieder besser laufen wird. © Steffen Manig
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Nach zwei Niederlagen hintereinander ist der Höhenflug des Aufsteigers gestoppt. Sorgen kommen aber weder bei Dynamo Dresdens Spielern noch bei der sportlichen Leitung auf.

Dresden. Der furiose Saisonstart von Dynamo Dresden ist Vergangenheit, nun ist der Aufsteiger nach zwei Niederlagen in Serie in der Realität angekommen. Das 1:2 am Sonntag beim 1. FC Heidenheim bedarf einer gründlichen Aufarbeitung. „Wir haben sechs Spiele in der 2. Bundesliga gemacht und sind anständig in die Saison gestartet. Wir wissen aber, dass jedes Spiel ganz eng wird und wir eine harte Saison vor uns haben“, erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Becker. Der 50-Jährige blickt nach vorn. „Wie immer werden wir uns jetzt schütteln und alles richtig analysieren. Dann geht es nächste Woche weiter.“

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Kapitän Sebastian Mai will die die ersten Warnsignale nicht überbewerten. „Wir haben zehn Punkte geholt, jetzt zweimal verloren. Da waren wir aber nicht unbedingt schlechter“, meinte Mai, dessen Team am kommenden Sonntag beim SV Darmstadt antreten muss. Die Hessen sind derzeit Elfter, haben aber nur drei Zähler weniger als der Tabellen-Vierte aus Dresden. Verliert Dynamo im Stadion am Böllenfalltor das dritte Punktspiel hintereinander, könnte es auch in der sächsischen Landeshauptstadt unruhig werden.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zur Dynamo-Niederlage

Dynamo Dresden kassierte am Sonntag die zweite Niederlage in Folge. Beim 1. FC Heidenheim verlor der Aufsteiger äußerst unglücklich trotz großen Kampfes mit 1:2 (0:1). Zur Galerie
Dynamo Dresden kassierte am Sonntag die zweite Niederlage in Folge. Beim 1. FC Heidenheim verlor der Aufsteiger äußerst unglücklich trotz großen Kampfes mit 1:2 (0:1). ©

Denn die Fehlerketten im Dresdner Spiel häufen sich. Wie schon bei der 0:3-Pleite gegen Paderborn vor der Länderspielpause, wo Dynamo zu allen drei Gegentoren förmlich einlud, leistete sich die Schmidt-Elf auch beim FCH zu viele Patzer. Vor allem der Defensive scheint ohne Tim Knipping (Kreuzbandriss) jegliche Stabilität verloren gegangen. „Wenn du Fußball spielen willst, ist immer ein bisschen Gefahr dabei“, erklärte Mai. Sein Fehlpass im Aufbauspiel führte in Heidenheim zum frühen 0:1-Rückstand.

Dennoch fordert der 27 Jahre alte Abwehrspieler wieder mehr Mut im Spiel mit dem Ball. Denn das hatte die Sachsen in den ersten Saisonspielen ausgezeichnet. „Das entlastet uns und tut uns auch gut. Dann kann man auch etwas runterfahren“, erklärte Mai. „Wir sind richtig gut am Ball und können das. Daher müssen wir wieder den Mut fassen und bis zum bitteren Ende Fußball spielen.“

In bestechender Form

Was Mai fordert, lebt Chris Löwe seit Saisonbeginn vor. Der Außenbahnspieler ist aktuell in bestechender Form und belohnte sich am Sonntag mit seinem ersten Liga-Tor für Dynamo. Es war erst sein zweites im schwarz-gelben Trikot. Den ersten Treffer erzielte er im August 2019. Knapp einen Monat zuvor wechselte Löwe nach Dresden und stieg mit Dynamo in die 3. Liga ab.

Zwischenzeitlich hatte der ehemalige Bundesliga-Profi den Spaß am Fußball verloren. Dass der 32-Jährige ihn im Herbst seiner Karriere noch einmal wiedergefunden hat, könnte auch mit der Geburt seines Sohnes Leo im August zusammenhängen. Dazu kommt der Charakter der Mannschaft. Deshalb macht er sich derzeit auch keine Sorgen. „Wenn wir so weiter arbeiten, werden wir wieder Spiele gewinnen dieses Jahr“, erklärte der Routinier.


Jens Maßlich, dpa