08. Mai 2022 / 08:13 Uhr

Dynamo Dresden hofft in Karlsruhe auf den ersehnten Sieg

Dynamo Dresden hofft in Karlsruhe auf den ersehnten Sieg

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Guerino Capretti hofft in Karlsruhe auf den ersten Pflichtspielsieg als Dynamo-Trainer.
Guerino Capretti hofft in Karlsruhe auf den ersten Pflichtspielsieg als Dynamo-Trainer. © Jochen Leimert
Anzeige

Die Sportgemeinschaft will am Sonntag beim KSC Selbstvertrauen für die Relegation tanken: Grundvoraussetzung wäre ein Sieg.

Dresden. Zwei Spiele hat Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden noch, um vor der Relegation (20./24. Mai) gegen Eintracht Braunschweig oder den 1. FC Kaiserslautern in Topform zu kommen. An diesem Sonntag um 13.30 Uhr steigt das erste im Wildpark beim Karlsruher SC, den die Dresdner im Hinspiel mit 3:1 klar bezwingen konnten. Damals war Alexander Schmidt noch Trainer, jetzt hofft sein Anfang März installierter Nachfolger Guerino Capretti darauf, dass der Knoten bei den Schwarz-Gelben endlich platzt und ihnen der erste Sieg in seiner Amtszeit gelingt. Im Badischen wollen die SGD und ihr Trainer endlich wieder mal über drei Punkte jubeln, den Glauben zurückgewinnen, noch Spiele für sich entscheiden zu können. Wer will schon mit 16 Partien ohne Sieg ins Sachsenderby gegen Aue oder sogar mit 17 Spielen ohne Dreier in die Ausscheidungsspiele gegen die Braunschweiger Löwen oder die Roten Teufel gehen?

Anzeige

“Jetzt wissen wir: Wir stehen in der Relegation. Das haben wir angenommen - alle Mann, der ganze Verein”, erklärt Capretti. Er versichert: “Jeder einzelne Tag dient dazu, uns in eine gute Verfassung für diese Relegationsspiele zu bringen.” Der 40-Jährige wünscht sich im Wildpark “ein intensives Spiel”, ein ähnlich engagiertes Auftreten seiner Mannschaft wie beim 1:1 gegen Jahn Regensburg. “Es geht jetzt darum, in jedem Spiel Dinge zu festigen, Abläufe noch sicherer zu machen und an der einen oder anderen Stellschraube zu drehen, um noch mehr Tore zu schießen”, glaubt der Deutsch-Italiener. Er hielt aber fest, dass man nicht mit Mann und Maus stürmen werde, um Tore zu erzwingen. “Harakiri” werde man aber nicht spielen, “es ist mir auch total wichtig, dass wir eine gewisse Kompaktheit und Sicherheit haben”, so Capretti.

Dynamo Dresdens Trainer Guerino Capretti über das Spiel beim Karlsruher SC

Bei der Bestückung seiner Startelf und der Ersatzbank hat der Trainer in Karlsruhe mehr Möglichkeiten als zuletzt, denn das Lazarett hat sich unter der Woche gelichtet. Momentan fehlen nur noch die Langzeitverletzten Patrick Wiegers und Luca Herrmann sowie Sebastian Mai (Wadenverletzung) und Kevin Ehlers (Teiltraining). Mit Panagiotis Vlachodimos könnte ein Spieler als Einwechsler siebeneinhalb Monate nach seinem Kreuzbandriss beim 3:0-Heimsieg gegen Werder Bremen sein Comeback geben.

Gespannt darf man sein, wie Linksverteidiger Chris Löwe und Stürmer Ransford-Yeboah Königsdörffer beim KSC agieren. Beide haben vier gelbe Karten auf ihrem Strafkonto. Da die Karten auch in die Relegation mitgenommen werden, droht beiden dort eine Sperre, falls sie am letzten Spieltag gegen Absteiger Aue oder im Relegationshinspiel Gelb sehen. So gesehen wäre es nicht ungünstig, in Karlsruhe eine Gelbe abzufassen, das Aue-Spiel zu vergessen und sicher in der Relegation dabei zu sein. Eine Vorgabe, wie sie einst Trainer Erich Rutemöller dem Kölner Frank Ordenewitz mit dem legendären “Mach’ et, Otze!” machte, will Capretti dem Duo Löwe/Königsdörffer aber nicht mit auf den Weg geben. Fairness ist ihm auch in dieser angespannten Situation wichtig.

Anzeige: Erlebe den DFB-Pokal mit WOW und fiebere live mit!