13. Mai 2019 / 08:57 Uhr

Dynamo Dresden: Fiel entschuldigt sich bei den Fans

Dynamo Dresden: Fiel entschuldigt sich bei den Fans

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Trainer Cristian Fiel bei Holstein Kiel gegen Dynamo Dresden an der Seitenlinie im Holstein-Stadion.
Trainer Cristian Fiel bei Holstein Kiel gegen Dynamo Dresden an der Seitenlinie im Holstein-Stadion. © Worbser
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Die Fußballer aus Dresden enttäuschen im vorletzten Saisonspiel in der 2. Bundesliga bei Holstein Kiel auf ganzer Linie und verlieren – wie im Vorjahr – an der Förde mit 0:3.

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Kiel. Außer Spesen nix gewesen: Kiel ist und bleibt für die Kicker von Dynamo Dresden kein lohnenswertes Reiseziel – zumindest, wenn es um Punkte geht. Im achten Gastspiel an der Förde waren die Sachsen meilenweit vom zweiten Sieg im Holstein-Stadion entfernt. Statt sich für das 0:3 im Vorjahr an gleicher Stelle zu revanchieren, kassierten die diesmal in Weiß und Weinrot aufgelaufenen Sachsen erneut eine 0:3-Pleite bei der offensivstarken KSV Holstein.

DURCHKLICKEN: Die Dynamo-Elf in der Einzelkritik

Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 Zur Galerie
Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 ©
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„Ich glaube, dass es uns einfach nicht gelungen ist, die Spannung aufzubauen, die man für so ein Spiel braucht“, versuchte sich Trainer Cristian Fiel an einer Erklärung. Nach dem geschafften Klassenerhalt eine Woche zuvor sei die Mannschaft zwar willig in dieses Spiel gegangen, aber es habe gegen die enorm spielstarken Norddeutschen nicht viel geklappt. „Wir haben nicht gut gegen den Ball gearbeitet, sind nicht gut in die Zweikämpfe gekommen und haben die Standards schlecht verteidigt“, gab der 39-Jährige zu.

Die Enttäuschung über die schwache Vorstellung war ihm leicht anzusehen. Ihm war es peinlich, dass seine Mannschaft den Zuschauern aus Dresden kaum einen Torschuss und lediglich eine nennenswerte Chance durch Lucas Röser (40./vorbei) bieten konnte: „Ich entschuldige mich bei den Fans, die den langen Weg auf sich genommen haben und hier hergefahren sind.“

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Holstein Kiel war klar besser

Die Kieler machten vor 12 712 Zuschauern von Beginn an das Spiel, sie prüften den wieder im Dynamo-Tor stehenden Patrick Wiegers schon nach 15 Minuten bei einem Freistoß von Alexander Mühling. Dann leistete sich Patrick Ebert einen krassen Fehlpass, Masaya Okugawa konnte Wiegers und den ihm zu Hilfe eilenden Florian Ballas aber nicht bezwingen (18.). Eine Minute später aber stand es 1:0: Johannes van den Bergh brachte eine Flanke rein, Jae Sung Lee staubte ab. Von Dynamo, das mit vier Änderungen in der Startelf aufgelaufen war, kam nicht viel.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel in Kiel

Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: 
Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  Zur Galerie
Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  ©

In der zweiten Halbzeit wurde es nicht besser. Im Gegenteil: Bei Dynamo ging nach vorn nun gar nichts mehr, die Elf des nach Stuttgart wechselnden Trainers Tim Walter kombinierte sich indes munter durch und erhöhte zwangsläufig durch Jonas Meffert (69.) und Hauke Wahl (77.) auf 3:0. Dabei hatte Fiel bereits in der 59. Minute den überforderten Justin Löwe gegen Marco Hartmann ausgetauscht, um dem Kapitän wie auch später noch Osman Atilgan und Brian Hamalainen noch ein paar Minuten Spielpraxis zu verschaffen. Doch wie erwartet konnten die zuvor lange verletzten Routiniers und der junge Kurde die Holsteiner nicht stoppen. Die „Störche“ waren einfach zu stark und wollten sich mit einem Tusch von ihren Fans aus der Saison verabschieden. Das ist gelungen.

Patrick Möschl gab nach dem Abpfiff klipp und klar zu: „Kiel war heute über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, haben die Räume nicht zugemacht. Teilweise haben uns die Kieler spielerisch auseinandergenommen.“ Niklas Kreuzer zeigte sich ebenfalls selbstkritisch: „Wir müssen ganz ehrlich zu uns sein, dass wir in keiner Spielphase das Gefühl hatten, das Spiel im Griff zu haben.“ Auch er entschuldigte sich „bei den mitgereisten Fans und denen, die sich das am Fernseher antun mussten“.

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