29. Januar 2021 / 18:41 Uhr

Dynamo Dresden holt Niklas Kreuzer zurück

Dynamo Dresden holt Niklas Kreuzer zurück

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
niklas kreuzer
Niklas Kreuzer unterschreibt bei Dynamo Dresden einen Vertrag bis zum Saisonende. © PICTURE POINT
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Die SG Dynamo Dresden hat am Freitag Niklas Kreuzer verpflichtet. Der 27-jährige Rechtsverteidiger kehrt nach einem halben Jahr Vereinslosigkeit zur Sportgemeinschaft zurück.

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Dresden. Der schneebedingte Ausfall des Spiels gegen Bayern München II am Freitagabend sorgte bei den Dresdner Fans für hängende Köpfe, doch kurz darauf erhellten sich viele Mienen wieder: Dynamo Dresden hat Niklas Kreuzer zurückgeholt. Nach einem halben Jahr ohne Verein hat der 27-Jährige wieder bei den Schwarz-Gelben unterschrieben, wie der Verein am Freitagabend mitteilte. Sein neuer Vertrag gilt bis zum Saisonende am 30. Juni 2021. Kreuzer ist nach Leroy Kwadwo (Würzburger Kickers) und Heinz Mörschel (KFC Uerdingen) Dynamos dritter Winter-Neuzugang.

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"Überglücklich, wieder hier zu sein"

„Mit seinem großen Erfahrungsschatz in der 2. Bundesliga und 3. Liga sowie seiner langjährigen Vergangenheit bei Dynamo bringt Niklas neben seinen fußballerischen Qualitäten zusätzlich einiges mit, was uns in den kommenden Monaten weiterhelfen wird. Gerade auf der rechten Außenverteidigerposition bestand nach der langwierigen Verletzung von Robin Becker Handlungsbedarf. Wir sind davon überzeugt, mit ihm eine in dieser Situation für beide Seiten gute Lösung zur Kompensation dieses Ausfalls gefunden zu haben“, sagte Dynamos Sport-Geschäftsführer Ralf Becker.

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Am Freitag absolvierte der Dynamo-Rückkehrer erfolgreich den Medizincheck im Universitätsklinikum Carl Gustav Carus in Dresden und wird ab Montag erstmals zum Mannschaftstraining mit seinen neuen und teils alten Teamkollegen dazustoßen. Von 2014 bis 2020 spielte der Rechtsfuß insgesamt 255-mal für die SGD. Damit ist er im aktuellen Kader Dynamos Rekordspieler. Er absolvierte für Dynamo 160 Pflichtspiele, erzielte dabei fünf Treffer und bereitete weitere 24 Tore vor. Zehnmal führte er das Team als Kapitän aufs Feld.

„Ich bin überglücklich, wieder hier zu sein. Dem Verein bin ich unglaublich dankbar, in dieser Situation eine zweite Chance zu erhalten. Das letzte halbe Jahr war für mich extrem schwer und hat mir auch in Bezug auf den Profi-Fußball in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet. Ich werde mich in den kommenden Monaten voll reinhauen, mich dabei komplett in den Dienst der Mannschaft stellen und alles daran setzen, meinen Teil zur Verwirklichung von Dynamos Zielen in dieser Saison beizutragen“, sagte Kreuzer nach seiner Vertragsunterschrift.

Leistungs- und Sympathieträger

Seine angestammte Rückennummer 7 trägt seit vergangenem Sommer der damals neuverpflichtete Panagiotis Vlachodimos. Kreuzer bekam nun die 22, die zuletzt sein vor einem Jahr aus Dresden abgewanderter Kumpel Patrick Möschl trug. „Die Rückennummer 22 soll dabei sinnbildlich für die zweite Chance und den Neuanfang hier in Dresden stehen. Außerdem ergibt sich meine neue Nummer gleich zweimal aus meinem Geburtsdatum“, sagt der am 20.2.1993 in München geborene Profi und bezieht sich dabei auch auf die Quersumme seines Geburtsjahrs.

Der Abschied nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Sommer fiel Kreuzer schwer. Sein Arbeitspapier lief eigentlich bis 2022, galt aber nur für das Fußball-Unterhaus. Er machte keinen Hehl daraus, in der 3. Liga gern weiter für die Dynamos spielen zu wollen, doch die Verantwortlichen entschieden sich für einen sportlichen Neuanfang. Dabei war Kreuzer, der 2016 mit Dynamo in die 2. Liga aufgestiegen war, nicht nur Leistungs-, sondern auch Sympathieträger. Einen neuen Verein fand er anschließend nicht.

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Im Jahr 2020 erstmals Vater geworden, hielt er sich in den vergangenen Monaten individuell fit. Nun kann er wieder voll bei den Schwarz-Gelben einsteigen. Der im Sommer als Kreuzers Nachfolger verpflichtete Robin Becker wurde erst am Dienstag am gerissenen Kreuzband im rechten Knie operiert und fällt für den Rest der Saison aus. Max Kulke ist derzeit der einzig verbliebene gelernte Rechtsverteidiger, erhielt aber trotz der Dresdner Verletzungsmisere von Trainer Markus Kauczinski kaum Spielzeit.