05. September 2019 / 13:31 Uhr

Dynamo-Dresden-Juwel Ehlers: Von der Talente-Schmiede zum Nationalspieler

Dynamo-Dresden-Juwel Ehlers: Von der Talente-Schmiede zum Nationalspieler

Jens Maßlich
Dresdner Neueste Nachrichten
Kevin Ehlers am Böllenfalltor gegen Darmstadt 98
Kevin Ehlers am Böllenfalltor gegen Darmstadt 98 © Archiv
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Für Kevin Ehlers geht es derzeit Schlag auf Schlag. Der 18-Jährige ist nach Markus Schubert, Niklas Hauptmann und Marvin Stefaniak das nächste vielversprechende Talent aus der Nachwuchs-Akademie von Dynamo Dresden.

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Dresden (dpa) - Kevin Ehlers kann derzeit kaum verschnaufen. Während sich seine Teamkollegen in der Länderspielpause auch anderen Dingen als nur dem Fußball widmen können, stand für den 18 Jahre alten Abwehrspieler von Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden bereits das nächste Highlight seiner noch jungen Karriere auf dem Plan.

Nach seinem Profi-Debüt für den sächsischen Club war Ehlers nun auch für die deutsche U19-Junioren-Nationalmannschaft nominiert. Am Mittwoch debütierte der Sohn des ehemaligen Bundesliga-Profis Uwe Ehlers auch direkt in San Pedro del Pinatar​ gegen die Auswahl des Europameisters Spanien (1:1), wurde in der 60. Spielminute eingewechselt.

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Ehlers im Fokus von Coach Fiel

Gerade in dieser turbulenten Phase schaut Dynamos Coach Cristian Fiel umso mehr auf seinen Schützling: «Er ist 18 Jahre alt und deswegen habe ich für ihn auch eine spezielle Verantwortung. Man muss immer mal wieder schauen, dass man ihn begreifen lässt, was jetzt passiert.»

Wie man das macht? «Immer mal wieder mit ihm sprechen, gucken, wie er sich fühlt. Das ist so ein junger Kerl. Aber dass er durchdreht, da brauche ich mir keine Gedanken machen», sagt der 39-Jährige. Auch Mutter Silvana soll dabei eine große Hilfe sein. «Das ist eine sehr Gute. Die macht das schon», sagt Fiel.

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Ehlers hat sich in Dresden in seinem ersten Profijahr auf Anhieb einen Stammplatz erobert, absolvierte alle fünf Partien über die volle Distanz. Kevin bewegt sich dabei auf den Spuren seines Vaters Uwe, der unter anderem 202 Erst- und Zweitliga-Partien für Hansa Rostock, TSV 1860 München und Erzgebirge Aue bestritt und selbst 21 Mal das Trikot der deutschen U21-Junioren trug.

Medienverbot für das Juwel

Mit den Medien darf er allerdings noch nicht reden, Dynamos Juwel soll noch geschützt werden. Auch Vater Uwe stand für ein Interview nicht zur Verfügung. Dafür sind Spieler und Trainer Cristian Fiel voller Lobes über den 1,86 Meter großen Innenverteidiger. «Das besondere an ihm ist, dass er nicht besonders ist. Er hört immer hin, versucht das umzusetzen, was man ihm sagt. Er spielt mit Herz und Leidenschaft und ich weiß, wenn ich ihn bringe, brauche ich mir keine Sekunde Gedanken machen», schwärmt sein Trainer Fiel.

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Eine Szene aus dem Testspiel SG Dynamo Dresden – Hallescher FC im Eilenburger Ilburg-Stadion: Marco Hartmann (Dresden) und das Schiedsrichtergespann betreten den Rasen. Zur Galerie
Eine Szene aus dem Testspiel SG Dynamo Dresden – Hallescher FC im Eilenburger Ilburg-Stadion: Marco Hartmann (Dresden) und das Schiedsrichtergespann betreten den Rasen. © Picture Point
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Der Spanier kennt Ehlers bereits aus seiner Zeit als Dynamos U17-Coach. 2017 wechselte er von der U17 des FC Hansa Rostock in die sächsische Landeshauptstadt. ​Schon da überzeugte er seinen Trainer mit seiner Ruhe am Ball und seinen Werten. Keiner hat bei Dynamo eine bessere Passquote als Ehlers. 94,5 Prozent seiner Bälle landen bei einem Mitspieler. Der Abwehrspiel ist prädestiniert für Fiels ballorientiertes Spiel, weswegen der 39-Jährige dem erst 18-Jährigen auch vertraut. «Der Junge ist unfassbar klar im Kopf. Es zeichnet ihn aus, dass er gar keinen Fehler macht», lobt ihn der Dynamo-Coach, gesteht ihm aber zugleich Fehler zu: «Mit 18 darf man einen machen.»

Ausbaufähig ist allerdings noch seine Zweikampfquote. Nur 49,25 Prozent seiner 67 Duelle hat der gebürtige Münchner für sich entscheiden können. «Er könnte noch A-Jugend spielen und hat jetzt alle Spiele von Anfang gemacht und die auch sehr gut», sagt Fiel. Beleg dafür ist auch Foulstatistik. Ehlers wurde in allen fünf Partien zusammen nur dreimal zurückgepfiffen. Seine Nebenmänner Linus Wahlqvist und Jannik Müller traf es dagegen bereits siebenmal.

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