24. November 2020 / 14:05 Uhr

Dynamo Dresden kann gegen Unterhaching wieder mit Stefaniak und Mai planen

Dynamo Dresden kann gegen Unterhaching wieder mit Stefaniak und Mai planen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Dynamo Dresdens Sebastian Mai gibt seinem Mitspieler vor dem Einwurf kurze Anweisungen.
Sebastian Mai könnte bei Dynamo Dresdens Partie gegen Unterhaching wieder eingesetzt werden. © Matthias Kern/Getty Images
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Die Sportgemeinschaft erwartet am Mittwochabend mit der SpVgg Unterhaching ein Team aus Oberbayern, das besser als sein aktueller Tabellenplatz sein soll. Entsprechend erfreulich ist es, dass Dynamo Dresdens Trainer Markus Kauczinski wieder auf Sebastian Mai und Marvin Stefaniak zurückgreifen kann.

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Dresden. Mit viel Zuversicht und größeren personellen Möglichkeiten geht Dynamo Dresden am Mittwochabend um 19 Uhr das Heimspiel gegen die SpVgg Unterhaching an. Trainer Markus Kauczinski kann gegen die Rand-Münchner auch wieder auf die zuletzt beim 3:1 in Rostock fehlenden Stammkräfte Sebastian Mai und Marvin Stefaniak zurückgreifen. „Die Personallage hat sich entspannt“, freut sich der Coach, der somit wieder mehr Optionen für die anstehende Aufgabe besitzt.

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Ob und inwiefern der 50-Jährige inmitten der Englischen Woche aber am Umbau des an der Ostseeküste erfolgreichen Teams interessiert ist, verriet der Gelsenkirchener einen Tag vor der Partie natürlich nicht. Doch er deutete zumindest an, dass Wechsel nicht zwingend seien: „Vier Tage - das ist schon eine Zeit, in der man sich erholen kann.“ Vor dem danach folgenden Auswärtsspiel am ersten Advent in Duisburg müsse man sich vielleicht eher Gedanken machen, versicherte Kauczinski auf der virtuellen Pressekonferenz am Dienstagmittag.

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Dass die Schwarz-Gelben erstmals in dieser Saison den dritten Sieg in Serie schaffen können, das wäre für Kauczinski ein schöner Nebeneffekt, aber so oder so möchte der Coach die Hachinger bezwingen, um Dynamo noch fester in der Spitzengruppe der 3. Liga zu etablieren. Um gegen den Tabellen-17. zumindest Platz drei zu behaupten, brauche sein Team aber wieder eine ähnlich starke Einstellung wie gegen Rostock und 1860 München: „Entscheidend ist, dass wir die gleiche Energie, genau den gleichen Einsatz und genau das gleiche Feuer wie zuletzt aufbringen.“ Nur so werde es gelingen, böse Überraschungen wie bei der 1:2-Heimpleite gegen Zwickau zu vermeiden. Davor hatte die SGD auch zweimal gewonnen, aber es dann an der richtigen Einstellung gegen die Westsachsen fehlen lassen.

Nur drei Ausfälle bei Dynamo

Auch die Rot-Blauen aus der Münchner Vorstadt schätzt Kauczinski nicht als ungefährlich ein, obwohl die Hachinger derzeit auf einem Abstiegsplatz stehen. Ganz im Gegenteil: „Das ist eine Mannschaft, die seit Jahren zu den technisch-stärksten der Liga zählt“, so der SGD-Coach. Die Truppe von Trainer Arie van Lent besitze unverkennbar Qualität: „Alles, was sie mit Ball machen, ist sehr gut.“ Dass Haching nur 17. ist, bewertet Kauczinski nicht über: „Sie haben noch zwei Spiele weniger absolviert, könnten auch 16 Punkte haben. Da wäre es schon fast ein Spitzenspiel.“


Der Dresdner Übungsleiter vermutet, dass die Corona-Turbulenzen beim kommenden Gegner Ende Oktober schon etwas hinderlich für die Oberbayern gewesen sind: „Ich weiß, dass jede Trainingsunterbrechung bedingt, nicht richtig trainieren zu können.“ Das Thema Corona - so man konkret betroffen ist - spiele auch mental eine nicht zu unterschätzende Rolle, weiß Kauczinski aus eigener, leidvoller Erfahrung: „Das ist in den Köpfen drin.“ Umso mehr freut er sich, dass bei Dynamo derzeit keine Spieler in Quarantäne oder gar erkrankt sind. Bis auf die Langzeitverletzten Justin Löwe und Chris Löwe (beide Reha) sowie den mit muskulären Beschwerden von der slowenischen Nationalmannschaft heimgekehrten Luka Stor sind alle Dynamo-Spieler einsatzfähig.